Freitag, 29. Dezember 2017

Woman in Cabin 10 - Ruth Ware




** Woman in Cabin 10 **

von

~~ Ruth Ware ~~


Thriller
383 Seiten
erschienen
am 27. Dezember 2017
im
Verlag dtv premium



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Wie kann eine Frau verschwinden, die es nie gegeben hat?
Die Journalistin Lo Blacklock nimmt an der Jungfernfahrt eines exklusiven Luxuskreuzfahrtschiffs durch die norwegischen Fjorde teil. Ein wahr gewordener Traum. Doch in der ersten Nacht auf See erwacht sie von einem Schrei aus der Nachbarkabine und hört, wie etwas ins Wasser geworfen wird. Etwas Schweres – wie ein menschlicher Körper. Sie alarmiert den Sicherheitsoffizier. Aber die Nachbarkabine ist leer, ohne das geringste Anzeichen, dass hier jemand wohnte. Die junge Frau aus Kabine 10, mit der Lo noch am Vortag gesprochen hat, scheint nie existiert zu haben.


Meine Meinung
Norwegische Fjorde? Da springt mein Herz gleich höher, doch hier dreht es sich mehr um die Story die auf dem Schiff spielt, als um landschaftliche Beschreibungen, aber das hat mich nicht gestört. 
Lo Blacklock ist Journalistin und wird von ihrer Chefin auf diese Jungfernfahrt des Luxusschiffes geschickt. Auf den ersten Blick, bei dem Prunk und Luxus im Vordergrund stehen, könnte man denken, coole Sache, hier kann man entspannen und das vollkommen umsonst. Doch für Lo wird es nicht ganz "umsonst" bleiben, denn nach schon einer Nacht, bangt sie um ihr Leben. Sie sieht "angeblich" eine Person über Bord gehen, die vom Balkon ihrer Nachbarkabine geworfen sein muss. Doch eigentlich wird ihr vom Schiffsinhaber bestätigt, das der Passagier von Kabine 10 abgesagt hat und somit die Kabine nicht vermietet. Doch wer war dann die junge Frau, die Lo am Nachmittag die Schminke geliehen hat, als sie an die Tür Nr. 10 klopfte? Ist sie die Frau, die über Bord ging? Oder ist sie gar die Mörderin? Keiner glaubt Lo und ihre privaten Nachforschungen bleiben auf dem Schiff, mit den recht wenigen Passagieren, nicht unbemerkt. Öfters liest sie Warnungen, ihre Nase nicht weiter in diese Geschichte zu stecken, doch Lo bohrt immer weiter, bis es zu einer dramatischen Wendung kommt, die ich so vorher nicht erahnte. Diese Dramatik auf einem sehr beengten Raum, ohne Fliehen zu können und auch ohne Hilfe zu holen, da keine Verbindung zur Außenwelt besteht, machen alles noch spektakulärer. 
Einzig und allein die, oftmals sehr nervige, Protagonistin Lo ging mir auf den Keks. Sehr gut gefallen haben mir die exakten Beschreibungen des Schiffes, der Luxusausstattung und die anderen Mitfahrer. 


Fazit
Das Debüt von Ruth Ware *Im dunklen dunklen Wald* hat mir sehr gut gefallen, *Woman in Cabin 10* reicht hier leider nicht ganz heran, aber trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt.

Dienstag, 26. Dezember 2017

Karolinas Töchter - Ronald H. Balson




** Karolinas Töchter **

von

~~ Ronald H. Balson ~~


Roman
448 Seiten
erschienen
am 18. August 2017
im AUFBAU Taschenbuch Verlag



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Aus Verzweiflung gab sie einst ein Versprechen. Nun ist es an der Zeit, es zu erfüllen.

Chicago, 2013: Die hochbetagte Lena macht sich auf die Suche nach den Töchtern ihrer Freundin, die seit dem Zweiten Weltkrieg verschwunden sein sollen. Doch warum beginnt sie ihre Suche erst jetzt? Was für ein Geheimnis verbirgt sie? 

Polen, 1939: Lenas Vater kämpft gegen die deutschen Besatzer – bis er mit der ganzen Familie verhaftet wird. Nur die Tochter Lena bleibt zurück, gemeinsam mit ihrer Freundin Karolina kämpft sie fortan im Ghetto ums Überleben. Doch während Lena sich dem Widerstand anschließt, verliebt sich Karolina – in einen Deutschen. 



Meine Meinung
Ein Buch, das ich nach gut 20 Seiten schon nicht mehr aus der Hand legen konnte und somit zu einem meiner Roman-Highlights des Jahres zählt. 
Eine Geschichte so einfühlsam, tiefgehend, berührend, schockierend und gleichzeitig mit extrem viel Gefühl ausgestattet, habe ich lange nicht gelesen. Als Leserin nimmt man direkt am Leben von Lena und Karolina teil, man wähnt sich neben ihnen im Krieg und möchte ihnen zurufen, bitte haltet durch, es werden auch wieder bessere Zeiten kommen, auch wenn es noch einige Jahre dauern wird. Sehr mitgenommen haben mich die Abschnitte als Karolina in den Wirren des Krieges Zwillinge zur Welt bringt. Die beiden Mädchen, Leah und Rachel werden in eine Zeit geboren, in denen sie kein normales Leben erwarten wird. Ich habe richtig mit gelitten, mich mit gefreut, aber auch eine große Traurigkeit gespürt. Dieser Roman basiert auf historischen Fakten und Ronald H. Balson hat mich mit der Geschichte drumherum extrem beeindruckt. Ein wundervoller Schreibstil, die lebendigen und oftmals grausamen Beschreibungen in der Zeit des Holocaust lassen einem den Atem stocken und man denkt, wie grausam können Menschen sein. Wie kalt, wie gefühllos und berechnend. Schrecklich, aber sehr gut umgesetzt vom Autor. 
Mit Lena Woodward hat der Autor eine Frau erschaffen, die durch die Kriegswirren in Polen erst ihre ganze Familie verliert, die eine Arbeit als Näherin annimmt um überhaupt zu überleben und die dann auch noch das KZ-Lager in Groß-Rosen bzw. Auschwitz ertragen muss. Kurz vor´m weinen war ich, als Lena, Karolina und die Baby´s auf dem Weg zum Lager waren und sie merkten, das ihnen die Kinder dort weggenommen werden. Doch Karolina will selbst entscheiden was mit ihren Baby´s passiert, das sie überleben und sie entscheidet sich zu einem Entschluss, der die ganze Geschichte des Buches beeinflussen wird. Lena erweist sich gegenüber ihrer Freundin Karolina als größte Stütze, doch diese kann irgendwann nicht mehr, versucht aus dem Lager zu fliehen und wird von Wachmännern erschossen. Nun ist Lena ganz allein auf der Welt und versucht sich immer wieder Mut zu machen, das es doch irgendwann einmal wieder besser werden muss. Dieses unerträgliche Nicht-Wissen, wann der Krieg endet, wann wieder die Sonne scheinen wird, wann man wieder frei und ohne Zwang leben kann, diese Gedanken sind über die ganze Geschichte zu spüren und lassen Lena doch noch an Frieden und Sicherheit glauben. 
Der Aufbau der Story hat mir sehr gut gefallen, nämlich das Lena als 89 jährige zu Catherine Lockhardt kommt, die als Anwältin arbeitet und ihr die ganze Lebensgeschichte aus dem Krieg erzählt, in der Hoffnung das Catherine´s Mann, Liam, als Privatdetektive die Zwillinge von Karolina findet und das nach über 70 Jahren. Wird es gelingen, die Töchter von Karolina zu finden?   



Fazit
Eine sehr traurige Geschichte, die mich tief bewegt und berührt hat. Lena als starke Frau, die sich ihrem Leben stellt, wenn auch erst 70 Jahre später.
Eines meiner Buch-Highlights des Jahres 2017 und ich kann es jedem nur empfehlen, der gerne Geschichten mit historisch wahren Fakten aus dieser Zeit liest. 



~ Eine weitere Rezension ~

Marie´s Salon du Livre


Sonntag, 24. Dezember 2017

Frohe Weihnachten



FROHE WEIHNACHTEN


Ich wünsche Euch allen von ganzem ❤ ein frohes und friedliches Fest !!!


✲´*。.❄¨¯`*✲。❄。*。¨¯`*✲


Das Weihnachtsfest

Vom Himmel bis in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern herniederlacht;
vom Tannenwalde steigen Düfte
und kerzenhelle wird die Nacht.


Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken,
in märchenstiller Herrlichkeit.



Ein frommer Zauber hält mich nieder,
anbetend, staunend muß ich stehn,
es sinkt auf meine Augenlider,
ich fühl's, ein Wunder ist geschehn.

Autor: Theodor Storm

✲´*。.❄¨¯`*✲。❄。*。¨¯`*✲


Samstag, 23. Dezember 2017

Böses Kind - Martin Krist




** Böses Kind **

von

~~ Martin Krist ~~



Thriller
Band 1 mit Kommissar Henry Frei
324 Seiten
erschienen 
am 26. Oktober 2017
im Verlag epubli



Kurz zur Geschichte
(lt. Amazon)
Ein Mord mitten in der Hauptstadt. Das Opfer wurde erschlagen und gekreuzigt. Kriminalkommissar Henry Frei und sein Team ermitteln.
Suse, heillos mit ihren Kindern überfordert, seit ihr Mann sie verlassen hat, ist in Panik: Ihre Tochter Jacqueline ist verschwunden. Die alarmierte Polizei glaubt der Mutter kein Wort.
Wo ist Jacqueline? Wer zieht seine blutige Spur durch Berlin? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!




Meine Meinung
Dies war mein erster Thriller von Martin Krist und da ich schon viel Gutes über seine Bücher gehört bzw. gelesen hatte, war ich recht gespannt, wie es mir gefallen wird.
Ohne großes bla bla bla, landet man gleich mitten in der Geschichte und vor allem in dem recht chaotischen Leben von Suse. Sie ist alleinerziehende Mutter von 3 Kindern mit einem Halbtagsjob als Verkäuferin in einer Drogerie, lebt in einer kleinen Wohnung im Plattenbau in Berlin-Spandau und ihre Welt wird noch mehr auf den Kopf gestellt, als sie merkt das ihre 14jährige Tochter Jacqueline verschwunden ist. Diese morgendliche Hektik von Suse und die plärrenden und jammernden Kinder auf den ersten Seiten haben mich regelrecht nervös gemacht. Dann treten die Kommissare Frei und seine Kollegin Albers auf den Plan und brachten auch noch ihre Marotten bzw.ihre Pedanterie mit. Bei Henry Frei muss alles seine Ordnung haben, alles an seinem angestammten Platz sein, nichts darf verschoben oder leicht schräg liegen, von den Fusseln auf seiner Kleidung oder Falten im Jacket ganz zu schweigen. Seine Kollegin Albers hingegen scheint nur von Karotten zu leben und durch ihr kleines Baby zu wenig zu Schlaf zu bekommen, sie gähnt in einer Tour und hält kurze Nickerchen. Diese Zwänge hätte man vielleicht nach ein- oder zweimaligen erwähnen etwas in den Hintergrund treten lassen können, statt sie dem Leser fast auf jeder Seite unter die Nase zu reiben.
Gut gefallen haben mir hingegen die verschiedenen Hinweise, die mich in eine völlig falsche Richtung gelenkt haben, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Hier hatte ich mal die Person in Verdacht, dann jene, dann hatte sich das wieder logisch aufgeklärt und ich hatte wen anderes im Visier, aber am Ende, da kam alles ganz anders, als gedacht. Hier konnte mich das Buch dann wieder überzeugen und für sich gewinnen.



Fazit
Der Handlung ist einfach zu folgen, die meisten Charaktere blieben mir persönlich etwas blass, unterkühlt und unsympathisch. Leider konnte mich dieser erste Band einer neuen Serie nicht vollends überzeugen. 

Asylwut - Charly Essenwanger




** Asylwut **

von

~~ Charly Essenwanger ~~


Kriminalroman
Band 2 mit Hauptkommissar Vincent Zeller
296 Seiten
erschienen am
06. Dezember 2017
bei Books on Demand



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Kaufbeuren/Allgäu
Im Stadtteil Neugablonz brennt ein Asylbewerberheim, das kurz vor der Eröffnung steht. Schnell wird klar, es handelt sich um Brandstiftung. Der Bürgermeister kündigt an, das Heim schnell wieder zu sanieren. Tage später wird ein Anschlag während einer großen Benefiz-Motorradausfahrt verübt. Mehrere Biker werden zum Teil schwer verletzt. Vor Ort findet die Kriminalpolizei unter der Leitung des Hauptkommissars Vincent Zeller ein Erpresserschreiben. Die Forderung: Kaufbeuren soll asylfrei werden. Die Stadt geht nicht darauf ein, doch dem oder den Tätern ist jedes Mittel recht, um ihr Ziel zu erreichen. Dass dabei unschuldige Menschen zu Schaden kommen, wird dabei skrupellos in Kauf genommen. 
Die Kripo eröffnet die Jagd ... Bald führen die Spuren in die hohe Kommunalpolitik. Der Rassismus ist im Stadtrat angekommen.



Meine Meinung
Im zweiten Krimi, in dem Hauptkommissar Vincent Zeller ermittelt, fasst der Autor ein aktuelles und heißes Eisen an. Es geht um den rechten Hass auf Flüchtlinge, die hier Frieden und Ruhe suchen, ohne täglich mit der Angst vor dem Tod konfrontiert zu werden.
Doch in Kaufbeuren scheint es auch einige wenige Menschen zu geben, die dies unbedingt verhindern wollen. Kurz nach Fertigstellung und bevor Flüchtlingsfamilien einziehen, wird der Dachstuhl einer Unterkunft in Brand gesetzt und schnell finden die Ermittler heraus, das es Brandstiftung gewesen sein muss. Doch wer macht so etwas? Wer ist so unmenschlich? Dann geschehen noch weitere, ungewöhnliche Vorfälle. Doch stehen diese auch in Zusammenhang mit dem Brand? Die Polizei ermittelt und die Kreise ziehen sich bis in das Rathaus und die Politik. Richtig spannend und gut gefallen haben mir mal wieder die Abschnitte in denen man aus der Sicht des/der Täter lesen konnte. Da hat Charly Essenwanger gezeigt, was er kann. Auch die in die Irre leitenden Personen wurden gut eingebaut und ich dachte immer, ja der muss es doch sein und dann kam eine Wendung und zack, war meine Theorie über den Haufen geworfen.
Im Gegensatz zum ersten Band erfährt man hier endlich mehr über Vincent Zeller und sein Team. Einige kurze, zum Glück nicht zu übertriebene, private Einblicke inkl. Lovestory und etwas Humor machen die Story rund und lesenswert. Das Ende ist zwar ohne offen gelassene Fragen geschrieben, aber für mich ging es auf einmal so plötzlich, als wollte der Autor nicht die 300 Seiten-Marke überschreiten. Hier hätte ich mir noch etwas mehr Tiefgang bzw. eine etwas ausführlichere Erklärung gewünscht.
Alles in Allem ein lesenswerter Kriminalroman und das Ermittler-Team gefällt mir sehr gut, wenn ich auch einen kleinen Narren gefressen habe am niedlichen Oberkommissar Carlo Genocci und seinem Humor.



Fazit
Im Vergleich zum Debüt hat sich der Schreibstil sichtlich verbessert, wenn mir auch an einigen Stellen immer noch etwas zu holprig bzw. auch zu oft wiederholend. 
Das Hauptthema der Geschichte wurde gut umgesetzt, es regt zum Nachdenken an und ich bin auf weitere Krimis mit Vincent Zeller und seinem Team gespannt.

Leseprobe/Buchverlosung - Matthias Bürgel



Dezember


Thriller

Der Autor Matthias Bürgel stellt mir heute zur Verlosung eine Ausgabe seines zweiten Thrillers

*Akte Kronos*

zur Verfügung.

Wahlweise als Print (signiert) oder als eBook.


Klappentext
(lt.bod.de)
Der renommierte Krebsforscher Prof. Dr. Dr. Harmut Wilberg wird tot in einem Hotelzimmer aufgefunden. Mit seiner Doktorandin, Sina Forget, war es ihm gelungen ein Therapeutikum gegen alle Arten des Krebses zu entwickeln. Alle Anzeichen deuten auf einen Suizid Wilbergs hin. David Sprenger, ein erfahrener Kriminalist, glaubt jedoch nicht an den Freitod Wilbergs und beginnt, entgegen allen Anweisungen seiner Vorgesetzten und der Staatsanwaltschaft auf eigene Faust zu recherchieren. Die Entdeckung Willbergs läuft nicht nur politischen Interessen, sondern auch den Interessen mächtiger Individuen und Konzerne zuwider. Ohne es zu ahnen, kommt Sprenger bei seinen Nachforschungen einem Geheimbund zu nahe. Für Sprenger beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod.

Beantwortet mir bitte bis 
Donnerstag, den 28.12.2017, 20 Uhr
folgende Frage:

Wie heißt der Debüt-Thriller von Matthias Bürgel?

Antworten schickt ihr mir wieder per eMail an:

cschuetz1971@aol.com

Ich werde dann auslosen und die Gewinnerin bzw. den Gewinner anschreiben.


●▬▬▬▬๑۩۩๑▬▬▬▬▬●

Zudem bekommt ihr eine so brandneue und exklusive Leseprobe, das noch nicht einmal das Cover bzw. der Titel zu 100% feststehen, aber das Genre zumindest.

Ich freue mich Euch die ersten Zeilen des neuen Psycho-Thrillers von 

Matthias Bürgel

zu zeigen und wünsche spannenden Unterhaltung.


** Imago **


Prolog 
Zärtlich strichen seine Fingerspitzen über ihre samtene Haut. Zeichneten unendlich langsam die Konturen ihres weichen Körpers nach. Wie jedes Mal war er von einer freudigen Erregung erfüllt, die seine Hände zittern ließen. Gewiss, sie hatten nicht unbegrenzt Zeit, dennoch zwang er sich zur Ruhe. Zu rar waren diese Augenblicke, als dass er diesen Zauber leichtfertig mit ungeduldigen oder gar ungestümen Handlungen brechen wollte. Sie war jung und schön, blondes langes Haar umrahmte ihr engelsgleiches Gesicht. Die Augen geschlossen, die Lippen leicht geöffnet. Zweifellos schien sie seine Berührungen ebenso sehr zu genießen wie er. Mit dem kleinen Finger strich er eine Haarsträhne aus ihrer Stirn und ließ seinen Blick über ihren makellosen Köper schweifen. Kleine feste Brüste mit rosigen Nippeln, die zu liebkosen er kaum erwarten konnte. Er mochte keine großen Brüste. Konnte sie nicht leiden. Noch weniger mochte er diese großen Warzenhöfe leiden, aber ihre waren … perfekt! Ein Piercing blitzte in ihrem Bauchnabel. Sanft strich er über ihren Bauch, eine sanfte Wölbung nur, hinab zu ihrem Dreieck. Noch hatte sie ihre Beine geschlossen. Bereitwillig würde sie sich ihm öffnen, aber er gemahnte sich zur Geduld. Regungslos, die Augen geschlossen, genoss sie jede seiner Berührungen, sehnte sich danach an den intimsten Stellen berührt und liebkost zu werden. Gerne würde er ihr diesen Gefallen tun. Langsam, sanft, unendlich zärtlich. Seine Erregung schien jedes Maß des Erträglichen überschritten zu haben. Schnell schlüpfte er aus seinen Sachen und legte sich behutsam neben sie. Die Kälte störte ihn nicht, spürte sie kaum. Er umfing sie mit seinem Arm und küsste sie zärtlich auf die Lippen. So lange hatte er auf sie gewartet und sie auf ihn. Diese Nacht würde magisch sein.


1. Kapitel 
In der Nähe von Konstanz 

Die Federbeine ächzten verdrießlich, als der vierzehn Jahre alte Toyota schaukelnd und quietschend über den Feldweg rollte. Marius Bannert fluchte leise, als die Grasnaben schabend den Unterboden streiften. Eine abgerissene Kraftstoffleitung oder Ölwanne hätte ihm gerade noch gefehlt. Warum war er auch nicht zuerst auf die Dienststelle gefahren, um einen Dienstwagen zu holen? Pure Bequemlichkeit, die sich irgendwann rächen würde. Raureif lag über dem Ried und Nebelschwaden waberten über den Wiesen und Feldern. Es hätte ein traumhafter Anblick sein können, wenn es nicht so diesig gewesen wäre und die Umstände, die ihn hierher trieben, bessere wären. Schon seit Tagen hielt sich hartnäckig dieser Nebel, sodass kein Sonnenstrahl ihn zu durchdringen vermochte. Ihm schlug das regelmäßig aufs Gemüt. Der aktuelle Wetterbericht orakelte, dass sich das in absehbarer Zeit auch nicht ändern würde. Zumindest war kein Regen angesagt, was die Spurensicherung wesentlich vereinfachen würde, obschon die feuchte, neblige Luft vergänglichen Spuren ebenso zusetzen konnte. Karsten Kieferle, der verantwortliche Kriminaltechniker der Sonderkommission, hatte ihn geweckt - mit einer Hiobsbotschaft, die nun wirklich keiner aus der SoKo ›Donau‹ hören wollte. »Ein neues Opfer!« Bereits das fünfte innerhalb der letzten acht Monate, wobei Opfer Nummer vier und fünf nur wenige Wochen auseinanderlagen.
Langsam näherte er sich dem Ende des Feldweges. Ein rotweißes Flatterband mit der Aufschrift Polizei und ein quer zum Weg abgestellter Streifenwagen lieferten die einzigen Hinweise, dass hier irgendetwas vorgefallen sein musste. Das Flatterband war so dilettantisch an Schilfhalmen befestigt worden, dass es schon wieder komisch anmutete. In seinen Augen wäre es entbehrlich gewesen, zumal er sich beim besten Willen nicht vorstellen konnte, wer oder warum sich hier jemand um diese Uhrzeit herumtreiben sollte. Aber irgendjemand musste es getan haben, sonst wäre die Leiche vermutlich nie entdeckt worden. Ein Spaziergänger? Ein Vogelkundler? Ein Hundehalter, der seinen Vierbeiner ausführte? Wobei letzteres nicht gerne gesehen war im Ried, diente doch das ausgewiesene Naturschutzgebiet zahlreichen bedrohten Vogelarten als Brut und Nistplatz. Ausgekuppelt ließ Bannert den Wagen noch einige Meter ausrollen, ehe er den Motor abstellte, den Kragen seines Parkas aufschlug und ausstieg. Erst jetzt erkannte er den weißen VW-Bus der Zentralen Kriminaltechnik. Daneben standen zwei Kollegen in Uniform, deren Namen ihm entfallen waren und ein weiterer in einem weißen Einweg-Overall. »Guten Morgen«, brummte Bannert und reichte den Uniformierten die Hand. »Guten Morgen, Karsten.« Bannert waren der säuerlich riechende Atem und der ockerfarbene Fleck auf der Jacke des jüngeren Beamten nicht entgangen. »So schlimm?«, fragte Bannert an den jüngeren gewandt? Dieser nickte verlegen, während Karsten ein abgebrüht gleichgültiges Schulterzucken andeutete.

 »Dass dir das nichts ausmacht ist mir schon klar«, kommentierte er. »Also, lass mal hören«, forderte er Kieferle auf. Kieferle nickt und schielte verstohlen zum jüngeren der beiden Streifenpolizisten. »Lass uns ein paar Schritte gehen, Marius.« Die Hände tief in den Taschen seiner warmen Jacke vergraben folgte er Kieferle, der einem mittlerweile schon ausgetretenen Pfad folgte, welcher beidseitig, mit in den Boden getriebenen Pflöcken, trassiert war. »Ich bin sicher«, begann Kieferle, »dass die Tote aufs Konto unseres Schlächters geht. Es ist haargenau derselbe Modus Operandi, derselbe Opfertypus, dieselben Verstümmelungen.« »Irgendwelche Spuren?« »Kann ich jetzt noch nicht sagen, Marius. Aber große Hoffnungen brauchen wir uns keine zu machen. Wir arbeiten uns gerade von außen nach innen zur Leiche vor. In einem Radius von zehn Metern haben wir begonnen die oberste Laubschicht abzutragen, einzutüten und zu asservieren. So auf den ersten Blick war noch nichts Brauchbares dabei. Möglicherweise müssen wir die Suche um die Leiche ausweiten. Das Erdreich unmittelbar um die Leiche herum ist etwas fester als in den umliegenden Bereichen. Möglich, dass wir dort Schuhabdrücke finden. Irgendwie muss Er die Leiche ja hierhergebracht haben. Sag mal! Wo ist eigentlich der Chef?« fragte Kieferle und blieb abrupt stehen. »Verhindert«, brummte Bannert, »so sagte man mir.« »Aha, wird wohl heute wieder auf dem Golfplatz rumhängen«, kommentierte Kieferle. »Keine Ahnung! Ist mir aber auch egal. Dann läuft er uns schon nicht im Weg rum!« Kieferle grinste.

Bannert roch den Tod noch bevor er der Leiche Gewahr wurde. Wer einmal diesen untrüglichen, süßlichen Gestank in der Nase hatte, würde ihn nie wieder vergessen. Bannert wusste wohl, dass nach Eintritt des Todes ein natürlicher bio-chemischer Prozess in Gang trat, bei dem diverse Gase wie Schwefelwasserstoff, Putrescin, Cadaverin und Ammoniak freigesetzt wurden, die für diesen bestialischen Gestank verantwortlich waren. Und doch würgte es ihn jedes Mal, wenn er diese Duftkomposition roch. »Puh, die scheint schon länger zu liegen«, drang es gedämpft hinter seiner vorgehaltenen Hand hervor. Mit der üblichen Mischung aus Ekel und Faszination ließ er seinen Blick über den weiblichen Leichnam gleiten, der nackt und auf dem Rücken liegend, die Extremitäten unnatürlich vom Körper ausgestreckt, im morastigen Boden des Rieds lag. Bannert war unwillkürlich an Leonardo da Vincis vitruvianischer Proportionsdarstellung erinnert. Aufgedunsen, der Kopf schwarz verfärbt, die Körpermitte mit Grünfäule durchzogen, zeichnete sich deutlich sichtbar das Venennetz ab. An manchen Stellen warf die Haut wässrige Blasen, die zum bersten prall waren. Ein dichter Madenteppich bedeckte Unterleib und Beine, der sich wie eine kompakte lebende Masse zu bewegen schien. Nun weniger als zwei Meter davon entfernt stieg der mörderische Gestank, der von dem verfaulenden Körper ausging, noch penetranter in seine Nase. Es kostete ihn alle Mühe sich nicht zu übergeben. Der Würgereiz, gegen den er ankämpfte, trieb ihm die Tränen in die Augen. »Was ist mit ihrem Gesicht und den Fingern?« fragte er an Kieferle gewandt. »Tierfraß, würde ich vermuten. Kann ich dir aber noch nicht definitiv sagen, da wir, wie gesagt, noch nicht an der Leiche waren. Wir warten auf den Gerichtsmediziner.«
»Haben wir schon eine Ahnung wer sie war?« Kieferle schüttelte wortlos mit dem Kopf. Leichendakty können wir vergessen. Wir müssen warten, bis wir den Zahnstatus erhoben und eine DNA-Auswertung haben. Dann, und nur dann kommen wir vielleicht weiter.« »Gibst du mir eine grobe Einschätzung der Liegezeit?« »Hm ...« Kieferle fuhr sich schabend über die Bartstoppeln. »Acht bis zwölf Wochen. Das ist aber eine sehr grobe Schätzung.« »Danke dir. Ich werde zwei Leute die Vermisstenfahndungen der letzten sechs Monate durchgehen lassen.« Kieferle stimmte brummend zu. »Ich denke der Zeitraum sollte weit genug sein.« Fröstelnd und mit hochgezogenen Schultern starrte Bannert auf die menschlichen Überreste. »Und hat er ihr ...« »Ja, hat er« unterbrach ihn Kieferle. »Das erklärt die massive Leichenfauna.« Schwer schluckte Banner den säuerlichen Kloß in seinem Hals hinunter. »Wir müssen dieses Schwein aufhalten. Koste es was es wolle!«

2. Kapitel 
Ob sie sie schon vermisste?«, schoss es ihm durch den Kopf. »Dann hätte sie besser auf sie aufpassen sollen! Und sie nicht auf der Schaukel liegen lassen. Selber schuld! Geschieht ihr ganz recht. Jetzt gehörte sie ihm. Ihm ganz alleine. Vorsichtig zupfte er das Puppenkleidchen zurecht. Nicht, dass er sich damit ausgekannt hätte, aber das Kleidchen sah keineswegs gekauft aus. Vielmehr schien es, dass es jemand in mühevoller Arbeit filigran gearbeitet und vernäht hatte. Himmelblau mit weißen Rüschen an den Ärmelchen und am Saum. Die Taille war gerafft und mit einem Gummibund durchwirkt. Ein weißer, feiner Kragen aus Spitze, der nicht mehr ganz sauber war, ihm aber dennoch gefiel. Er sprang auf und wollte zur Türe eilen, als er plötzlich inne hielt, kehrt machte und die Puppe behutsam unter sein Kopfkissen legte. Irgendwo im Badezimmer, so glaubte er sich zu erinnern, hatte er vor langer Zeit eine kleine, grüne Plastikbürste gesehen, die weder er noch seine Eltern je benutzten. Niemand würde sie vermissen. Er legte das Ohr an seine Zimmertüre und lauschte bevor er sich getraute sie einen spaltbreit zu öffnen. Auf Zehenspitzen schlich er ins Badezimmer am Ende des Flurs und begann sich darin umzuschauen. »Wo war sie bloß? Wochenlang lag das blöde Ding doch auf der Waschmaschine und jetzt war sie nicht mehr da!« Angespannt kaute er auf seiner Unterlippe und drehte sich hilflos im Kreis, bis sein Blick an einem Körbchen auf der marmornen Ablage hängen blieb, in dem seine Mutter Haargummis und Spangen zu horten pflegte.

»Wann hatte sie sich zuletzt einen Zopf geflochten oder die Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden?« Er konnte sich nicht erinnern. Vorsichtig, um keine Spuren zu hinterlassen, begann er darin zu kramen und fand schließlich wonach er suchte. »Sie wird sie nicht vermissen! Oder würde sie? Nein, ganz bestimmt nicht!« Er stopfte sich die kleine Bürste in den Hosenbund und drapierte sorgfältig sein T-Shirt darüber. Obwohl er nicht klein war für sein Alter musste er sich auf die Zehenspitzen stellen um im Spiegel zu überprüfen, ob man auch wirklich nichts sah. Er drückte die Toilettenspülung und klapperte geräuschvoll mit der Klobürste ehe er die Badezimmertüre öffnete und in sein Zimmer zurückeilte. »Nicht rennen!« gemahnte er sich. »Papa sitzt im Wohnzimmer und du willst doch nicht, dass er dich hört?!« Die Nachmittagsonne fiel grell und flach in sein Zimmer und Staub tanzte in den Strahlen, die sich im trüben Glas seines Fensters brachen. Wieder und wieder bürstete er verträumt, auf seinem Bett sitzend, ihr langes blondes Haar. Sie war wunderschön. Nur ab und zu keimte in ihm ein schlechtes Gewissen auf. Sicherlich würde das Mädchen, dem sie gehört hatte, traurig sein und weinen, weil ihre Puppe nicht mehr da war. »Na und wenn schon. Ist doch nicht meine Schuld, wenn die so blöd ist, und ihre Puppe liegen lässt. Wenn ich sie nicht mitgenommen hätte, dann hätte sie jetzt ein anderes Mädchen.« Die Augen zusammengekniffen versuchte er sich zu erinnern, wann er jemals etwas so schönes besessen hatte. Sicherlich, sein Vater schenkte ihm gelegentlich diese LegoTechnik Fahrzeuge. LKW´s, Rennautos oder Geländewägen. Letzte Weihnachten bekam er sogar einen dieser großen Fischertechnikbaukästen mit etlichen hundert Bauteilen, Streben, Achsen, und mit großen und kleinen Elektromotoren. Zu Ostern bekam er dann einen ferngesteuerten Panzer. Es war so ein Modell eines Leopard Panzers im Maßstab 1:35, mit dem er noch weniger anzufangen wusste, als mit dem Fischertechnikbaukasten, obwohl, wie sein Vater sein Geschenk anpries, geländegängig war und solche "Piu-piupiu-Schießgeräusche" von sich gab. Da er sich nichts anmerken lassen wollte, hatte er Begeisterung geheuchelt und war seinem Vater überschwänglich um den Hals gefallen. Die Batterien des Gefährts waren schnell zur Neige gegangen und so stand das Teil nun seit Ostermontag in seinem Regal und staubte nutzlos vor sich hin. Sein Vater war Major in der 10. Panzerdivision in Veitshöchheim und nur selten zu Hause, deshalb fiel es auch nicht auf, dass er nie mit dem Panzer spielte. Darüber war er sehr froh, so musste er sich schon nicht erklären. Verstohlen warf er einen Blick hinüber ins Regal und überlegte, ob er den Panzer, sowie einige seiner LegoTechnik-Modelle nicht auf dem Flohmarkt verhökern sollte. Für das Geld könnte er sich vielleicht ein neues Kleidchen für die Puppe, oder sogar eine zweite Puppe leisten. Sogleich empfand er eine gribbelnde Vorfreude. »Genau! Das mache ich! Nächste Woche ist der große Herbstmarkt und da werde ich den Kram verkaufen.« »Was machst du denn da?« Erschrocken fuhr er zusammen und hätte beinahe die Puppe fallen lassen. »Was ist das? Woher hast du die«, polterte sein Vater. »Die hab ich…, die hab ich…«, versuchte er stotternd zu erklären. Wütend durchquerte sein Vater den Raum, entriss ihm die Puppe und gab ihm eine schallende Ohrfeige, dass ihm Hören und Sehen verging. Noch Tage später sah man die Striemen auf seiner Wange, die perfekt die Konturen seines Vaters großer Hand abbildete. »Bist du denn ein Mädchen, oder was? Ein Junge spielt nicht mit Puppen. Das ist Weiberkram«, schimpfte er. »Nur Schwuchteln spielen mit Puppen? Bist du etwa eine Schwuchtel? Das hat man nun davon, wenn sich die Mütter um die alleinige Erziehung kümmern. Deine Mutter verhätschelt dich zu sehr.« Es war nicht so sehr was er sagte oder wie er es sagte, sondern die Verachtung in seinem Blick, die ihn so verletzte. Er wusste es nicht recht zu deuten. Hass? Ekel? Erst als sein Vater mit der Puppe aus dem Zimmer gestürmt war, brachen sich seine Tränen Bahn. Seine Wange glühte und fühlte sich geschwollen an, aber den körperlichen Schmerz fühlte er nicht. Irgendetwas schien sein Vater unten zu brüllen. Wahrscheinlich, so mutmaßte er, würde er seine Mutter für ihr Versagen verantwortlich machen. Doch, obwohl er angestrengt lauschte, konnte er nicht verstehen was er sagte. Was war denn so schlimm daran, wenn er mit einer Puppe spielte? Ihm lag halt nichts an den üblichen Jungenspielsachen. Die fand er öde und langweilig. Als die Haustüre krachend ins Schloss fiel sprang er vom Bett auf und schaute durch das Fenster auf den Hof hinunter. Verächtlich und mit spitzen Fingern, wie etwas Hochansteckendes, ließ sein Vater die Puppe in die Mülltonne fallen, stopfte eine Mülltüte hinterher und knallte geräuschvoll den Deckel zu. Welche Konsequenzen sein gefasster Entschluss haben sollte, erwog er in diesem Augenblick nicht.  





Freitag, 22. Dezember 2017

Lass mich los - Jane Corry




** Lass mich los **

von

~~ Jane Corry ~~


Psycho-Thriller
575 Seiten
erschienen
am 13. November 2017
im DIANA Verlag



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Als die junge Anwältin Lily Ed heiratet, hofft sie auf einen Neuanfang. Sie möchte die Geheimnisse der Vergangenheit hinter sich lassen. Doch als sie ihren ersten wichtigen Fall annimmt, fühlt sie sich merkwürdig von ihrem Klienten angezogen. Einem Mann, der des Mordes angeklagt ist. Einem Mann, für den sie bald alles riskiert. Doch ist er wirklich unschuldig?




Meine Meinung
Ein Psycho-Thriller, der bis zum Ende mit vielen Wendungen gespickt ist. Wenn man dachte, ach so war es nun, dann hat die Autorin, Jane Corry, noch eine Wirrung eingebaut und alles erschien wieder in einem völlig anderen Licht. 
Die beiden Hauptcharaktere sind einmal Lily Macdonald, eine Anwältin die ihren ersten Fall als Strafverteidigerin bekommt um zu glänzen und um ihre Karriere in Schwung zu bringen. Sie soll die Unschuld von Joe Thomas ans Licht bringen, der angeblich seine Freundin im heißen Wasser der Badewanne verbrüht und getötet haben soll. Und dann lernt man noch das kleine Mädchen Carla Cavoletti kennen, die in der Schule gehänselt wird und im selben Haus wie Lily und ihr Mann Ed wohnen. Wenn Carla´s Mutter "arbeiten" ist, passen die Beiden öfters auf das Mädchen auf. Durch die abwechselnden Kapitel, die sich mit jeweils mit Lily oder Carla beschäftigen, erfährt man vieles über deren Werdegang und die dunklen Geheimnisse, die über der ganzen Story zu schweben scheinen. Der psychologischen Aspekte des Thrillers schleichen sich so nach und nach ein, ohne das man es eigentlich bewusst wahr nimmt, aber je mehr sich die Dramatik zuspitzt, umso mehr gerät man in den Strudel aus Mitleid, Neid, Hass und Eifersucht. Am extremsten wird es, als die Geschichte einen Sprung von 20 Jahren machen und Carla eine junge Frau ist, die weiß, wie sie die Männer um den Finger wickeln kann. Das merkt Lily vor allem dann, als Carla sich wieder in das Privatleben von ihr und Ed einmischt, bis es zur großen Katastrophe kommt. Ab diesem Moment ändert sich alles.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und die fast 600 Seiten haben sich wie im Flug lesen lassen, nur in etwa der Mitte des Buches, plätscherte es etwas dahin und hier hätte man sich etwas kürzer fassen können. 
Aber ansonsten hat mir die Geschichte sehr gut gefallen.



Fazit
Das Genre Psycho-Thriller, welches auf dem schlichten, aber ansprechenden Cover, erwähnt ist, wir der Geschichte gerecht. Ein Strudel aus Wahrheit, Lügen, Wendungen, Irrungen und Wirrungen. Hier ist Jane Corry ein gutes Buch gelungen, welches bis zum Ende hin mich immer wieder verwirrt hat. 

Hardcover Verlosung - Claudia Schmid



Dezember


Heute verlosen 

Claudia Schmid

und ich ihren Historischen Roman

*Die Feuerschreiber*

 in der Hardcover-Ausgabe.


Klappentext
Philipp Melanchthon wurde als Professor an die Wittenberger Leucorea berufen. Niemand sonst arbeitete danach so eng mit Martin Luther zusammen. Die beiden führenden Gestalter der Reformation waren zwar ein ungleiches Gespann. Und doch wirkten sie auf kongeniale Weise zusammen und brachten die Erneuerung der Kirche in Gang. Besonnen, scharf formulierend, immer auch auf ein konstruktives Miteinander bedacht – so war Melanchthon. Hingegen Martin Luther: Dem Freund an körperlicher Größe sowie Statur überlegen, zeigte er sich oft laut polternd. Hochbegabt der eine in den alten Sprachen, der andere ein genialischer Wortschöpfer des Deutschen. Melanchthon war es schließlich, der den Freund zur Übersetzung des Neuen Testaments während dessen Zeit auf der Wartburg anregte.

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Beantwortet mir bitte bis 

Samstag, den 23.12.2017, 20 Uhr, 

folgende Frage:

Mit wem arbeitete Philipp Melanchthon sehr eng zusammen?

Die Lösung schickt ihr bitte per eMail an mich:

cschuetz1971@aol.com

(Durch die Feiertage kann es sein, das der Gewinn erst nach Weihnachten verschickt wird, da das Buch direkt vom Verlag auf die Reise geht)


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Als Highlight bekommt ihr nun noch einen Bericht von Claudia persönlich verfasst, wie sie die Recherchearbeiten zu diesem Histo-Roman angegangen ist.



Recherche zum historischen Roman „Martin Luther und Philipp Melanchthon: Die Feuerschreiber“

Claudia Schmid schreibt historische Romane und Krimis. Aus dem niederbayerischen Passau stammend, wohnt sie schon seit über 25 Jahren in der Nähe von Heidelberg, das zum Kreis der Luther-Städte gehört. Das Zeitalter der Reformation ist die bevorzugte Epoche für die historischen Texte der Schriftstellerin, die an der Universität Mannheim Germanistik und Betriebswirtschaftslehre studierte. Zum Reformationsjubiläum ist im Fontis-Verlag ihr Roman „Martin Luther und Philipp Melanchthon: Die Feuerschreiber“ erschienen. Da Philipp Melanchthon auch in Bretten, Speyer, Pforzheim, Heidelberg und Tübingen lebte, hatte sie diesbezüglich keine weite Anreise, um vor Ort zu recherchieren und in Archiven zu stöbern.

Eine etwas weitere Anfahrt hatte sie nach Wittenberg, wo sie im Rahmen ihrer Recherche beinahe eine Woche lang weilte und sich direkt vor Ort umsah. Die Stadtkirche ist die „Urkirche“ der Reformation, in der Schlosskirche sind die beiden führenden Gestalter beigesetzt. Das Schwarze Kloster, in dem Martin Luther wohnte, liegt nah an dem Wohnhaus Philipp Melanchthons, der von seinem Garten aus über eine Pforte zur Leucorea, Wittenbergs Universität, gelangen konnte. In Verbindung mit vielen gelesenen Büchern und Aufsätzen wurde die Historie für die Schriftstellerin durch diesen Aufenthalt an den Original-Schauplätzen lebendig und vorstellbar.

Sehr beeindruckend sind in Wittenberg auch die Cranach-Höfe. Kurfürst Friedrich der Weise hatte seinen berühmten Maler mit vielen Privilegien ausgestattet, um ihn an sich zu binden. So war ihm auch eine Apotheke erlaubt. Diese Apotheke existiert noch immer. Im Zuge ihrer Recherche konnte Claudia Schmid ein langes Gespräch mit der heutigen Inhaberin führen und so beispielsweise etwas über bereits damals verwendete Heilpflanzen erfahren.

In der Vergangenheit zu forschen ist detektivische Kleinarbeit. Aus diesen Puzzle-Teilen einen unterhaltsamen Roman zu formen, bei dem alle historischen Fakten akribisch recherchiert sind und ihn mit weiteren fiktiven Figuren anzureichern, bereitet Claudia Schmid viel Freude.


Der Fontis-Verlag, Basel, stellt ein Verlosungsexemplar von „Martin Luther und Philipp Melanchthon: Die Feuerschreiber“ zur Verfügung!


*Eingang Melancthon-Haus*


©Jürgen Schmid


Donnerstag, 21. Dezember 2017

Leseprobe - Janette John


Dezember



*Kein Mord verjährt*
von
~ Janette John ~

Band 6
Kripo Bodensee


~ Klappentext ~
Konstanz 2014. 
Als Linda Wendel am Abend von ihrer Schicht nach Hause zurückkehrt, ist ihr zehnjähriger Sohn wie vom Erdboden verschwunden. Sie glaubt, der Kleine hätte sich nur versteckt, denn es gibt weder Anzeichen für einen Einbruch noch für einen Unfall. Der Junge bleibt verschollen. Selbst eine groß angelegte Suchaktion der Polizei zeichnet keinen Erfolg.
Konstanz Jahre später. In einer Kiesgrube finden Arbeiter einen Schädel sowie die Stoffreste eines Schlafanzuges. Ein Abgleich mit dem Gebiss bringt schließlich die traurige Wahrheit ans Licht. Es ist Tim, der vermisste Junge. Doch wie ist er dorthin gekommen? Und was hat sich damals tatsächlich ereignet?
Als plötzlich eine junge Frau aus ihrer Wohnung, unweit der von Familie Wendel, verschwindet und keine Spuren hinterlässt, wird die Konstanzer Kriminalpolizei hellhörig. Besteht etwa ein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen und wenn ja, welcher?


~ Leseprobe ~

Die Seele eines Kindes ist so klar wie das Wasser.
Wird sie beschmutzt, leidet man ein Leben lang.
Janette John


Angenommen DEIN Kind verschwindet spurlos.
Und Tag für Tag verfolgen DICH die gleichen Fragen.
Wo ist es? Geht es ihm gut?
Würdest DU daran zugrunde gehen?


1. Tiefes Tal
Sie spürte sich schon lange nicht mehr. Ihre Gefühle, ihre Wünsche waren verschwunden. Zertreten, in den Abfall gekippt, auf der Mülldeponie gelandet. Nichts erinnerte sie noch an früher, als sie ihre drei Kinder spielend auf der Wiese beobachtet hatte. Ihnen die Schäufelchen gab, zulächelte, um irgendwann zu sagen, es würde reichen, sie müssten gehen. Was waren das für Augenblicke? Die ihren. Die ihrer Kinder und die einer glücklichen Welt. Sie hatte die Orientierung verloren. Wo war sie geblieben jene Zeit? Und warum hatte das Schicksal sie derart getreten?

Dabei hatte alles so wunderbar begonnen. Der richtige Mann, der passende Moment, großartige Kinder. Sie liebten sich, hatten Pläne, wollten ein Haus bauen und zusammen alt werden. Nichts Ungewöhnliches, wie sie fand. Doch die Dinge sollten sich rasch ändern. Er begann zu spielen, hatte Schulden. Anfangs waren sie noch gering, wuchsen heran und fraßen ihre Ersparnisse auf. Zudem machte die Jüngste keinerlei Anstalten, trocken zu werden. Die Probleme wurden nicht weniger. Für eine Umkehr schien es keinesfalls zu spät. Eigentlich war es das nie, hätte er zu ihr gehalten und mit ihr in eine Richtung geschaut, wie viele Ehemänner auch. Sein Weg sollte ein anderer sein. Selbstmitleid, Resignation, sich Aufgeben waren die großen Ziele, die er anpeilte wie manche das Glück. Zerstören gehörte für ihn zur Tagesordnung. Irgendwann gaben sie auf, trennten sich und gingen jeder seiner Wege. Für die Kleinen blieb er, was er war. Ihr Vater. Er kümmerte sich so gut es möglich war, während sie den Balanceakt zwischen Beruf und Familie alleine absolvierte. Sie hetzte ins Krankenhaus, in dem sie als Krankenschwester arbeitete, machte mehr Nacht- statt Tagschichten, stresste in den Kindergarten, zur Schule und zurück. Brachte die Kleinen zu Freunden, den Ältesten zum Fußball, erledigte irgendwie die Einkäufe dazwischen, stolperte, stand wieder auf, heulte, brüllte, hasste all das, liebte es und fiel abends abgekämpft ins Bett. Am nächsten Morgen ging der Wahnsinn dann von vorne los. Sie beklagte sich nicht. Immerhin verlief alles friedlicher als in der Zeit davor, als er noch bei der Familie gelebt hatte und es an allen Ecken und Enden am Geld mangelte. Gut, die Geldsorgen waren ihr geblieben. In ihrem Inneren wurde sie ruhiger, fast gelassen, wenn man den Alltag mal ausklammerte. Doch wer konnte das schon? Sie nicht und sie wollte es auch nicht.

Sie liebte die chaotischen Augenblicke und wusste, dass es die Kinder nicht weiter störte. An Liebe fehlte es den Kleinen nicht, nur an Zeit. Ein kostbares Gut, das unbezahlbar war. Wäre es bezahlbar gewesen, sie hätte alles daran gesetzt, es zu erwerben. Nur für sie.

Wie lange sie schon so da saß, wusste sie nicht. Eine Ewigkeit, ein paar Sekunden oder Stunden. Gefühlt ein ganzes Leben. Wo war er nur? Sie hob immer wieder die Zudecke hoch, schaute darunter, ob er sich nicht doch vor ihr versteckt hatte. Sie riss die Schränke auf, blickte hinter die Tür, unters Bett, hinter die Vorhänge, zog sogar die Schubläden auf. Vergeblich. Der Junge blieb wie vom Erdboden verschluckt. Ihre Tochter half ihr beim Suchen. Die Achtjährige lief barfüßig über den Flur, rief nach ihm: »Tim, komm jetzt raus! Das ist nicht mehr komisch. Lass das!« Der Bruder war verschwunden.
Mit Tränen in den Augen packte Linda Wendel die Tochter am Arm: »Nancy, wieso ist Tim fort? Ist er etwa davongelaufen? Du musst doch irgendetwas gehört haben. Denk nach!« Sie schüttelte die Kleine, bis sie sich ihr entzog.
»Mama, ich habe geschlafen«, sagte Nancy und schaute sie aus müden Augen an. »Hier war niemand. Ehrlich. Bestimmt ist das einer seiner doofen Scherze. Kennst ihn doch. Nimmst ihn immer in Schutz. Blöder Bruder.« Das Mädchen war stinksauer, machte einen Schmollmund und ging beleidigt ins Kinderzimmer zurück, in dem inzwischen die kleine Schwester erwacht war. Die Stimmen hatten sie geweckt.
Orientierungslos verließ die Kleinste das Zimmer und suchte nach der Mutter. »Mama? Mamaaaa? Wo bist du?«, fragte sie und schaute sich hilfesuchend um. »Mama?«
Linda Wendel, die die Schreie der Kleinen gehört hatte, ging auf sie zu. Sie hockte sich zu ihr hinab, nahm ihre Händchen und streichelte zärtlich darüber hinweg. Die Fünfjährige begann zu schluchzen, sie verstand die Aufregung nicht.
Die Mutter brachte ihre Jüngste wieder zu Bett, deckte Kiara zu und dachte sich eine Geschichte aus, um sie zu beruhigen, während ihr Innerstes schrie. Sie wollte, nein, sie musste sich zur Ruhe bringen, obwohl die Vorstellung daran schier unmöglich war.
Linda Wendel sah sich dem größten Albtraum ihres Lebens gegenüberstehen.
Wie seit Monaten hatte sie ihren Dienst angetreten, abends ihren Ältesten angerufen, ihn gefragt, ob daheim alles in Ordnung sei und sich dann mit einem schlechten Gewissen an die Arbeit begeben. Anders wäre es nicht gegangen. Ohne Großeltern am Ort und einem unzuverlässigen Mann blieb ihr keine Wahl, als das Risiko auf sich zu nehmen. Zum Glück konnte sie sich auf ihre Nachbarin verlassen, die in Notfällen nach den Kindern gesehen hätte.
Ihre Hände zitterten. In ihrem Kopf trieb sich nur eine einzige Frage um. Tim, mein Schatz, wo bist du nur? Sie musste zu ihm, wenngleich er nicht da war. Den Jungen riechen, ihm nahe sein, ihn spüren, seine Wärme, sein Lächeln, sein Augenaufschlag. Erinnerungen stiegen in ihr hoch, wie das Warten auf ihn, bis er geboren wurde. Die Schmerzen, die Sehnsüchte, wann er denn nun käme, ob alles an ihm vorhanden sei und ob er gesund sein würde. Das Glück schien damals grenzenlos. Sie hätte die Welt umarmen können und die Zeit festhalten wollen. So unfassbar war der Moment. Und jetzt? War er fort. Weg, nicht präsent, verschwunden. Unzählige Worte fielen ihr ein, die jedoch das Gleiche besagten. Ihr Kind war wie vom Erdboden verschluckt.
Sie eilte in Tims Zimmer, setzte sich aufs Bett und presste das Gesicht in sein Kissen. Die wenigen Sekunden des Glücks sog sie in sich auf, als wären sie nur geliehen. Dezent süßlich, nach Hautcreme riechend. Endlich, sie schien ihn zu spüren. Als wäre er nur aufgestanden, zur Toilette gegangen und käme jeden Moment zur Tür herein, um sie dann überrascht anzuschauen, weil sie auf seinem Bett säße. Linda Wendel inhalierte den Duft des Kissenbezuges, sie durfte ihn nicht verlieren. Solange sie den Sohn wahrnahm, ging es ihm bestens, glaubte sie.
Ihre Augen schmerzten von der ewigen Weinerei. Sie brannten wie Feuer, fühlten sich geschwollen an. Wenn nur dieses Brennen aufhören würde. Und die Schmerzen, die sich in sie hineinfraßen, sowie die unbändige Sorge um das Kind. Wo war er nur? Es war Mitternacht. Keine Zeit für ein Kind auf der Straße. Und wenn er davongelaufen ist? Bloß warum? Es gab weder Streit noch einen Grund, es zu tun. Und wenn er bei Freunden ist? Um diese Zeit? Sie haderte mit sich, jetzt noch bei Leuten anzurufen und nach ihrem Sohn zu fragen. Doch sie musste es tun, sie brauchte Gewissheit. Womöglich war irgendetwas passiert und sie tat ihm unrecht. Schimpfen konnte sie zu gegebener Zeit immer noch. Kinder dachten in solchen Fällen anders, das wusste sie. Für sie war der Spaß wichtiger als die Sorgen der Mütter. Sie schienen nicht in der Lage, das Ausmaß zu erkennen. Kurzerhand rief Linda Wendel eine Nummer nach der nächsten an. Familien, mit deren Söhnen Tim befreundet war. Entgegen ihrer Befürchtung zu später Stunde zu stören, verstanden die meisten ihre Gefühle und boten Hilfe an, die sie dankend ablehnte.
Noch wollte Linda alles ihr Erdenkliche tun. Nur nicht aufgeben. Sie musste den Jungen finden. Und wenn er sich im Keller versteckte? Das tat er gerne. Gab es Probleme in der Schule?, überlegte sie. Nein. Er war zwar schweigsam, aber das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn fühlte sich meist gut an. Die beiden verband etwas Besonderes. Es war von Anfang an harmonisch, anders als bei Nancy, die eher das Weite suchte, statt die Nähe.
Raschen Schrittes lief sie in den Keller. Es könnte alles Mögliche passiert sein. Vielleicht war ihr Junge hingefallen und hatte sich den Kopf angeschlagen oder er lag bewusstlos in einer Ecke. Die Optionen schienen grenzenlos. Doch unten befand er sich nicht. Resigniert hastete die Vierzigjährige die Treppen wieder hinauf. Jetzt blieb ihr nur noch, die Polizei zu rufen.

Das Licht im Hausflur erlosch.
Still und menschenleer.
Sie schaute sich um, suchte nach dem Lichtschalter.
Die Angst kroch in ihr empor. Erbärmlich und furchteinflößend.
Plötzlich war sie da, ließ sie nicht mehr los und nahm Besitz von ihr.