Dienstag, 14. November 2017

M.I.A. Das Schneekind - Edgar Rai & Kathrin Andres



** M.I.A. - Das Schneekind **

von

~~ Edgar Rai & Kathrin Andres ~~


Thriller
272 Seiten
erschienen im
AUFBAU - Verlag
RÜTTEN & Loening



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
„Was ist der Mensch?“

Sandra hat eben die Affäre mit ihrem Chef beendet, als sie auf einer vereisten Straße in den Schweizer Bergen in einen Unfall verwickelt wird. Der Fahrer stirbt, doch ein Mädchen auf dem Rücksitz ist offenbar unverletzt: die neunjährige Mia. Von ihrer Adoptivmutter wird sie in ein Forschungsinstitut gebracht. Sandra darf das Mädchen fortan nicht mehr sehen – vielmehr geraten alle in Gefahr, die mit Mia zu tun hatten. Ein Haus geht in Flammen auf, eine Leiche wird gefunden – und Sandra wird plötzlich verfolgt.

Ein atmosphärischer dichter Thriller um ein Mädchen mit besonderen Fähigkeiten.



Meine Meinung
Ein Thriller der einem Angst macht, wie weit die Forschung in das Menschenleben eindringen und es somit bestimmen bzw. vorherplanen kann. In dieser Geschichte wird dieses Thema von allen Seiten beleuchtet und real und vorstellbar erläutert. Sandra, die Hauptperson, kommt diesem Wahn auf die Spur, doch eigentlich erst unfreiwillig nach dem Autounfall, als sie Mia aus dem verunglückten Auto rettet. Doch als sie den erneuten Kontakt zu dem kleinen Mädchen herstellen will, wird sie immer wieder abgewiesen und angelogen. Das wird ihr aber erst bewusst, als in ihrem Umfeld brutale Dinge geschehen, Menschen verletzt oder zu Tode kommen, die Sandra mit eingeweiht hat, sich auf die Spur der Forschungsanstalt zu machen. Je tiefer sie sich mit dem Institut beschäftigt, umso mehr fühlt sie sich verfolgt und unter Druck gesetzt die Finger davon zu lassen. Doch sie lässt sich nicht abwimmeln, denn Mia muss gerettet werden. 
An einigen Stellen hätte ich mir mehr Tiefgründigkeit in der Thematik "Der Mensch 2.0" gewünscht, aber wahrscheinlich wäre es dann zu wissenschaftlich und zu unverständlich geworden. Hier hat das Autoren-Duo Rai & Andres den Mittelweg genommen und lag damit völlig richtig. Durch die nicht zu langen Kapitel ist die Story recht flott zu lesen und der angenehme Schreibstil hat sein übriges dazu beigetragen.



Fazit
Ein Buch welches mich als Leserin sehr beschäftigt hat, denn irgendwann könnte es wirklich so geschehen, das Menschen "entstehen", die uralt werden, dabei aber keine Krankheiten und Gebrechen entwickeln. Zudem würde ich es eher als Krimi, denn als Thriller bezeichnen, denn für einen Thriller war es mir etwas zu "soft". Aber als guten Krimi kann man das Buch durchgehen lassen.



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Montag, 13. November 2017

Die Frau im hellblauen Kleid - Beate Maxian




** Die Frau im hellblauen Kleid **

von

~~ Beate Maxian ~


Roman
448 Seiten
erschienen
am 13. November 2017
bei Randomhouse / HEYNE



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Wien. Marianne Altmann, einst ein gefeierter Filmstar, ist schockiert, als sie von Plänen ihrer Tochter Vera erfährt. Diese möchte einen Film über ihre Familie drehen. Marianne fürchtet, dass nun auch die Abgründe der Familie ans Tageslicht kommen könnten, und mit ihnen ein lange zurückliegendes Vergehen. Es reicht zurück ins Jahr 1927, als ihre Mutter Käthe in einem geliehenen Kleid am Theater vorsprach. Der Beginn einer beispiellosen Karriere – und einer verhängnisvollen Bekanntschaft mit Hans Bleck, der zum mächtigen Produzenten der Ufa aufsteigen sollte.



Meine Meinung
In einer alten Villa in Wien leben die Altmann-Frauen. Das Oberhaupt ist die alternde Schauspielerin Marianne, die früher große Erfolge mit ihrem Ehemann Fritz in der Filmwelt gefeiert hat. Nun lebt sie sehr zurückgezogen mit ihrer Tochter Vera und Enkelin Sophie unter einem Dach. Alles könnte so harmonisch sein, wäre Vera nicht auf die Idee gekommen, eine Dokumentation über das Leben ihrer Mutter zu machen. Diese ist nicht begeistert, da man sofort spürt, das sie einige Geheimnisse seit Jahren unter Verschluss hält und nicht möchte, das diese jemals ans Tageslicht kommen. Als Marianne dann endlich einwilligt, möchte sie aber, das der Film bei ihrer Mutter, Käthe Schlögel beginnt. Diese fing in den 20er Jahren an, sich von ihrem Elternhaus abzuseilen um ihren Traum auf den Theaterbühnen der Welt zu leben. Wie man sich zur damaligen Zeit vorstellen kann, waren die Eltern nicht gerade begeistert und es kam zum Bruch. 
Nun wird in abwechselnden Kapiteln der Werdegang von Käthe erzählt und gleichzeitig sind wir im Heute bei den drei Damen und deren Leben zu Gast. Marianne versucht einiges zu verheimlichen, Vera putzt Klinken um Sponsoren und eine Filmfirma zu finden um die Doku zu drehen und Sophie hat einige Jobs in der Film- und Werbebranche. Hinzu kommt noch eine Liebelei, die leider von Hause aus unter keinem guten Stern steht. 
Der Lebenslauf von Käthe, der Mutter von Marianne, ist hervorragend aufgezeichnet worden. Man lebt und leidet mit ihr, möchte ihr unter die Arme greifen und helfen wo man kann. Vor allem in den Jahren der Nazizeit hat es Käthe nicht einfach, denn immerhin muss sie hier eine List anwenden, die, wenn es rauskommen sollte, schlimmste Folgen haben könnte. Diese Zeit hat die Autorin sehr extrem, bedrückend und beängstigend beschrieben, so das ich beim Lesen selbst ein bisschen Angst bekam, wie damals mit den Juden umgegangen wurde, wie menschenverachtend und skrupellos. Eine Zeit die alle, die diese miterleben mussten, bis zum Lebensende verfolgen wird. 
Die Story gewährt Einblicke hinter die Kulissen der Filmbranche wo oft Neid, Missgunst, Hass und Abgehobenheit das Leben bestimmen. Es ist nicht immer alles Gold was glänzt.
Der Schreibstil von Beate Maxian ist klar, geradeaus und verständlich, die Protagonisten sind hervorragend und liebevoll herausgearbeitet. Trotz der vielen Personen, die vorkommen, ist die Übersicht nicht verloren gegangen.



Fazit
Ein toller Roman über die Erzählung der Schauspieler-Dynastie, aber mir wurde es an einigen wenigen Stellen zu langatmig und wiederholend. Das ist aber eine persönliche Geschmackssache und soll nicht den Inhalt der Geschichte schmälern. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.



~ Zur Autorin ~
(lt. Verlagsseite)
Die Österreicherin Beate Maxian wurde in München geboren und verbrachte ihre Jugend u.a. in Bayern und im arabischen Raum. Heute lebt sie mit ihrer Familie abwechselnd in Oberösterreich und Wien und arbeitet neben dem Schreiben als Moderatorin und Journalistin sowie als Dozentin an der Talenteakademie. Ihre in Wien angesiedelten Krimis um die Journalistin Sarah Pauli haben eine treue Leserschaft erobert und sind Bestseller in Österreich. Des Weiteren ist Beate Maxian die Initiatorin und Organisatorin des ersten österreichischen Krimifestivals: Krimi-Literatur-Festival.at




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Sonntag, 12. November 2017

Die Stille zwischen Himmel und Meer - Kati Seck




** Die Stille zwischen Himmel und Meer **

von

~~ Kati Seck ~~


Roman
302 Seiten
erschienen im
LÜBBE Verlag



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Nirgends hörst du dein Herz deutlicher als in der Stille zwischen Himmel und Meer.
Die Nordsee im Herbst. Nirgends ist der Himmel weiter, die Luft klarer und das Meer beeindruckender. Genau deswegen ist Edda hierhergekommen. Aber die junge Frau ist nicht wie andere Touristen. Sie fürchtet sich vor dem endlosen Himmel und dem unbeherrschten Meer. Sie ist jedoch fest entschlossen, sich der Angst zu stellen und dem Himmel ins Gesicht zu lachen. Hier begegnet sie einem Mann, der genau wie sie mit seiner Vergangenheit kämpft. Eine Begegnung, die beide verändern wird.



Meine Meinung
Edda Sturm macht Urlaub um sich an der Nordsee der Weite des Himmels und der Unendlichkeit des Meeres zu stellen. Zudem möchte sie die Ängste überwinden und neuen Mut fassen. Nach 12 Jahren entkommt Edda einem Martyrium der schrecklichsten Art. Sie muss danach wieder lernen, die Sonne und den Wind auf der Haut zu spüren. Diese Kapitel, mit den Beschreibungen aus der Kindheit von Edda, haben mich sehr beschäftigt und mitgenommen. Eindringlich, ängstlich und bedrückend fast die Autorin diesen Lebensabschnitt in Worte und Gedanken. Nach einer sehr schwierigen Zeit im "neuen Leben" mit ihrer echten Mutter, fast sie den Entschluss sich ihren Ängsten zu stellen und bucht einen Urlaub an der Nordsee. Edda will wieder die Kontrolle über ihr Leben haben, möchte entscheiden was wann passiert und sich nicht mehr dirigieren lassen. Mit Blick auf das Meer und den nahen Strand bezieht Edda ihr Ferienhaus. Doch wegen eines Fehlers ihrer Vermieterin wurde das Haus doppelt gebucht und Edda wird mit Sebastian konfrontiert, mit dem sie nun eine Not-WG gründen muss, bis er eine andere Unterkunft findet. Nach einiger Zeit merken beide, das der jeweils andere einiges an seelischen und psychischen Ballast mit sich herum schleppt. Mit stummen Einverständnis nähern sie sich an und greifen sich dabei gegenseitig unter die Arme. 
Kati Seck kann das Meer und den Himmel beschreiben wie keine Andere. Mit tollen poetischen Ausrücken, Beschreibungen und künstlerischen Sätzen malt sie die Gedanken von Edda vor mein inneres Auge. Zum Glück sind es nicht viele Personen die in der Geschichte vorkommen, aber das muss so sein, denn so haben die, die dabei sind, viel Raum und Platz um sich zu entfalten. Als Leserin bin ich Edda so nah gekommen, wie in letzter Zeit, keinem anderen Buch-Charakter. Sie ist einfach liebenswert, sie teilt die Gedanken, Wünsche und Ängste mit mir und lässt sich so tief in die Seele blicken, das man sich ihr nicht entziehen kann.



Fazit
Eine wundervolle und harmonisch geschriebene Geschichte, über Angst, den Mut, die Liebe und das man niemals aufgeben soll. Jeder Mensch ist liebenswert, auch wenn einige denken sich verloren zu haben.



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Donnerstag, 9. November 2017

Leuchte - Tanja Bruske




** Leuchte **

von

~~ Tanja Bruske ~~


280 Seiten
Historischer Mystery-Krimi
Kinzigtal-Trilogie Band 1
erschienen
am 03. September 2013
im Mainbook-Verlag



Klappentext
(lt. Verlagsseite)
Nach einem Autounfall stolpert die Studentin Lisa im nächtlichen Marköbler Wald über eine Frauenleiche und landet unsanft in einem Brunnenschacht. Sie erwacht im Hause des attraktiven Arztes Jonas Faust – und im Marköbel des Jahres 1792.
Verzweifelt versucht sie herauszufinden, was geschehen ist: Wie ist es zu der unfreiwilligen Zeitreise gekommen? Wer hat die junge Jüdin Katharina Katz ermordet? Des Rätsels Lösung scheint in der Legende um die geheimnisvolle Marköbler Leuchte zu liegen.
Auch Faust, dem Lisa fortan als Magd dient, scheint einiges zu verbergen zu haben. Zudem wird dem mutmaßlichen Mörder der Prozess unter Androhung der Folter gemacht und die französischen Soldaten fallen über das Kinzigtal her - die Stunde des tapferen Schultheißen Johannes Mörschel rückt immer näher.
Lisa verfolgt staunend die historischen Ereignisse, doch wird sich wirklich alles so entwickeln, wie sie es aus den Geschichtsbüchern zu kennen glaubt?



Meine Meinung
Lisa führt Touristen durch Gelnhausen und erzählt deren historische Geschichte. In dieser Zeit trägt sie originalgetreue historische Kostüme und nach solch einer Führung zieht sie sich nicht um, sondern fährt in dieser Tracht nach Hause. Im Wald baut sie einen Autounfall und macht sich zu Fuß durch die neblige Nacht nach Hause. Nachdem sie gestolpert ist, findet sie sich plötzlich neben einer toten jungen Frau wieder. Auf einmal ist der Mörder hinter Lisa her und sie rennt und rennt, bis sie in einen Schacht stürzt und sich im Jahre 1792 wieder findet. Hier beginnt nun die ungewöhnliche Geschichte. Dieser plötzliche Bruch, vom Heute ins Damals ist der Autorin gut gelungen. Die Schreib- und Ausdrucksweise passt sich der Zeit an und auch der Ort, den Lisa ja eigentlich nur aus dem Heute kennt, ist natürlich ganz anders zu sehen. Hier fand ich es interessant zu lesen, das Lisa die aktuellen Erinnerungen behalten hat und hier die Vergleiche ziehen kann, was sich von damals bis heute in ihrer Heimat verändert hat. Sehr lustig fand ich, wie Lisa große historische Ereignisse, die wir ja heute wissen, damals den Mächtigen der Stadt, erzählt hat und diese ihr nicht glaubten. Bis sie eines besseren belehrt wurden, denn alles traf so ein, wie Lisa es vorausgesagt hatte.
Dieser historischer Mystery-Krimi besticht durch die hervorragend, schriftstellerisch hergestellte, düstere und mystische Atmosphäre beim Lesen. An manchen Stellen ist eine Gänsehaut garantiert, wie, wenn die "Leuchte" in Erscheinung tritt, alte Sagen und Traditionen erzählt werden. Doch man muss auch einiges ertragen können, denn die Zeit um 1792 ist nicht gerade eine Zeit in der behutsam mit Verurteilten umgegangen wird und auch nicht gerade zimperlich mit Patienten, die ärztliche Hilfe benötigen. Puuh, hier kann einem schon etwas anders werden beim Lesen. Die historischen Fakten, die Lebensweise in der damaligen Zeit und die Beschreibungen des Marköblers Dorfalltages sind sehr lebhaft, bildlich und glaubwürdig erzählt.
Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und es ist wie im wahren Leben, einige kann man leiden, andere weniger. Bei der Protagonistin Magdalene von Hoff, einer adligen Tochter, ist mir oftmals die Hutschnur geplatzt, diese unmögliche und widerliche Person. 
Das Ende wiederum war ziemlich unerwartet und ...




Fazit
Ein Buch welches einige Genres miteinander kombiniert. Ein historischer Roman, mit viel Mystik, einer glaubhaften Liebesgeschichte (nicht zu übertrieben, der damaligen Zeit anpassend), Zeitreise- und Krimielementen, die nicht ohne sind.
Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt, da ich ja sonst eigentlich nicht so die Histo-Leserin bin, aber dieses Buch kann ich weiterempfehlen.



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~ Die beiden weiteren Bände der Trilogie ~



Band 2

*Tod am Teufelsloch*


Klappentext
(lt. Verlagsseite)
Im zweiten Teil der historischen Kinzigtal-Trilogie entführt Tanja Bruske die Leser in die Welt der Barbarossastadt Gelnhausen, in den räuberischen Huttengrund und auf die Steinauer Via Regia und erzählt von Treidelbooten, Räubernestern, Schafshusten und schwarzer Brüh‘.



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Band 3

*Fratzenstein*


Klappentext
(lt. Verlagsseite)
Lisa kommt 1807 im von Franzosen besetzten Gelnhausen an und trifft auf ihre große Liebe Jonas Faust. Doch dunkle Geheimnisse im Hexenturm, ‚Fratzenstein‘ genannt, und eine mysteriöse Mordserie zehren an einer harmonischen Zweisamkeit der beiden. Zudem wird Lisas plötzliches Erscheinen in der Stadt kritisch beäugt und schon bald wird sie als Hexe bezichtigt. Auch der undurchsichtige Georg Helmstetter, den Lisa als den berüchtigten Räuber Raben-Stephan kennt, ist nicht der, der er zu sein scheint. Und dann erscheint Lisa auch noch eine unheimliche Frau, die ein schwierig zu lösendes Rätsel umgibt. Ein Rätsel, das Lisas Leben für immer verändern wird ... „Fratzenstein“ ist der dritte Teil und damit der Abschlussband der historischen Kinzigtal-Trilogie.


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Donnerstag, 2. November 2017

Tod in Deauville - James Holin




**Tod in Deauville**

von

~~ James Holin ~~



Normandie-Krimi
392 Seiten
erschienen
am 26. September 2017
im Dryas-Verlag


Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Im August herrscht in dem normannischen Badeort Deauville gelöste Stimmung: Das Filmfestival steht bevor, der malerische Küstenort erwartet Promis aus aller Welt. Plötzlich bricht Monsieur Bougival, der Buchhalter des Museums für zeitgenössische Kunst, während einer Vernissage zusammen und stirbt. 
Kommissar Serano, Frauenschwarm und leidenschaftlicher Surfer, ermittelt. An seine Seite gesellt sich die clevere Églantine de Tournevire. Gemeinsam mit der blaublütigen Rechnungsprüferin merkt Serano schnell: Bougival war nicht nur in einer unglücklichen Ehe gefangen, sondern auch dunklen Machenschaften auf der Spur.



Meine Meinung
Ich war sehr gespannt auf diesen Normandie-Krimi und bin nicht enttäuscht worden. Das Cover und die Bilder zu Beginn jeden Kapitels haben die Atmosphäre des glamourösen Badeorts gut wiedergespiegelt. 
Der Fall an sich spielt im Milieu des Zeitgenössischen Kunstmuseuns, in der Zuhälterei und im Rahmen der Politik. Jean-Francois Locroix und Eglantine de Tournivire, Beamte des Rechnungshofs, werden Zeugen des Mordes am Buchhalter Bougival des Museums, welches sie überprüfen sollen. Im Rahmen ihrer Arbeit geraten die Beiden immer tiefer in die unpolitischen, internen und dunklen Machenschaften der Museumsdirektorin Bokor. Dies geht soweit, das mit weiteren Toten zu rechnen ist. James Holin lässt neben den Mordfälle auch Einblicke in die dunklen Machenschaften der Politiker zu, wo es z.b. auch um Erpressung geht um in die höheren Ämter aufzusteigen um Neid und Missgunst. Hier merkt man wie die Bombe immer kurz vorm Platzen ist und wie skrupellos die Menschen untereinander sein können, um immer für sich das Beste und optimalste heraus zu holen.
Leider ging mir durch die kritischen Äußerungen und diese längeren Politik-Einblicke der Mordfall manchmal etwas unter, auch wenn das Drumherum hier einen wichtigen Bezug dazu herstellt.
Trotz allem aber, blieb die Spannung erhalten und oftmals musste ich bei manchen Charakterbeschreibungen schmunzeln. Mit wenigen einprägsamen Worten kann der Autor eine Person so beschreiben, das ich als Leserin sofort den passenden Eindruck hatte. Als bestes Beispiel gilt hier die herrische und bestimmende Mutter von Lacroix, die von ihrem Sohn "Der Führer" genannt wird. Mit diesem Humor sollte man umgehen können. Zwischen den Zeilen wird auch der lockere und entspannte Lebensstil der Franzosen sichtbar, sie lieben gutes Essen und leckeren Wein. Da bleibt halt auch mal die Arbeit liegen und die Zeit stehen.
Den Schreibstil von Holin würde ich als gut lesbar, klar und fein bezeichnen, der auch versehen ist mit einer kleinen Liebesgeschichte und einer großen Prise an Humor, der immer wieder mal aufblitzt. Mit dem Kommissar Serano hat er einen coolen, witzigen und liebenswerten Ermittler erschaffen, von dem ich hoffentlich noch weitere Fälle zu lesen bekommen, vor allem nach diesem Ende. 




Fazit
Ein gelungener Krimi der Einblicke währt in die Ebenen der Politik, wo es um Macht und Gier geht, oder auch um Leben und Tod. Wer gerne spannende Krimis liest, deren Geschichten im schönen Frankreich spielen, kann sich getrost diesem Buch von James Holin zuwenden.




~ Besonderes ~

©MissNorge

Zu Beginn eines jeden Kapitels ist dieses Bild zu sehen. Ich konnte damit zunächst nichts anfangen und habe James Holin danach gefragt und nun bin ich schlauer.

Aufklärung:
Das sind die Badekabinen am Strand in Deauville, versehen mit den Namen der Filmstars die den Badeort schon einmal besucht haben.



~ Interessante Link´s ~

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