Montag, 2. Oktober 2017

Nebeltanz - Carola S. Ossig




** Nebeltanz **

von

~~ Carola S. Ossig ~~



Frankfurt - Krimi
245 Seiten
erschienen
am 25. September 2017
im MAINBOOK-Verlag



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Frankfurt am Main. Im Nebel der Dämmerung treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Seine Opfer: pädophile Männer. Ist ein selbsternannter Rächer am Werk, der obendrein auch noch die Polizei verhöhnt? Denn Hauptkommissarin Jessica Steinfels erhält vor jedem Mord einen anonymen Brief, mit dem der Täter seine nächste Tat ankündigt. Doch erst als sie auf die gemeinsame Vergangenheit der Opfer stößt, ergeben sich erste Hinweise. Hartnäckig dreht sie jeden Stein um, bis sie auf die entscheidende Spur stößt – und sich wünscht, sie nie entdeckt zu haben.




Meine Meinung
Die ersten Seiten dieses Krimis haben mich sehr betroffen gemacht, denn ohne Vorwarnung wird man mit einer der widerlichsten Taten konfrontiert. Es wird nichts beschönigt, sondern gnadenlos und klar beschrieben was im Jahre 1979, in einem Internat im Taunus geschieht. Nach diesem Rückblick musste ich das Buch kurz zur Seite legen. Ausweglos, brutal, beklemmend und beängstigend beschreibt die Autorin das Geschehen und ich ahnte sofort, das dieser Krimi genauso weitergehen wird, ich sollte recht behalten. Nach einem zeitlichen Sprung in das Jahr 2016 lernt man die Kriminalhauptkommissarin Jessica Steinfels und ihr Team kennen, die den Mord an der Tochter des Staatsanwaltes Volker Schilling klären müssen. Ab diesem Zeitpunkt begleiten wir die Kommissare in das Drogen- und Rotlichtmilieu rund um den Frankfurter Bahnhof. Eigentlich ist dieser Krimi mit zwei unterschiedlichen Fällen geschrieben, die aber durch die handelnden Personen miteinander verbunden sind. Bei den Beschreibungen der Morde an den pädophilen Männern sollten man kein zartes Seelchen sein, denn diese sind schon recht detailliert und brutal beschrieben. Hier hat Carola S. Ossig sich wirklich eklige und krasse Tötungsarten ausgesucht, die so von mir auch noch nicht gelesen wurden. Dem Serienkiller, der die pädophilen Männer tötet, könnte man fast schon mit Verständnis begegnen, denn hier kommt das jahrelang verdrängte Erinnern wieder hoch und die Rache lebt sich aus. Als Leser darf man nun selbst entscheiden wie man über den Mörder urteilt.
 Doch kann man das so einfach sagen: Er hat mir Recht getötet? Hier bewegt man sich auf einem dünnen Drahtseil zwischen Verständnis und Anklage. Diese Gedankengänge muss man mit sich selber ausmachen. Hier hat die Autorin sich zurückgehalten und mir, als Leserin, diesen Spielraum gelassen. Bin zum Ende hin konnte ich nicht ahnen, wer der Killer ist, denn hier hat sich Frau Ossig einen simplen, aber logischen Kniff einfallen lassen. Doch mehr wird nicht verraten.



Fazit
Ein toller Krimi, mit einem super zu lesenden Schreibstil, mit gut herausgearbeiteten Charakteren und mit einem Fall deren Ausgang zum Nachdenken anregt. 

Von mir gibt es eine klare Kauf- und Leseempfehlung !!!




~ Interessante Link´s ~

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