Donnerstag, 16. Februar 2017

Sturmherz - Corina Bomann



*Das Wasser spielte Schicksal und zwei Menschen wurden getrennt, die eigentlich zu einem gemeinsamen Leben aufbrechen wollten!*



Kurz zur Geschichte
Alexa hat seit Jahrzehnten ein gefühlskaltes und schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter Cornelia. Als Cornelia nun schwer erkrankt, muss sich Alexa um ihre Belange kümmern und übernimmt ihre Vormundschaft. Die Tochter findet Briefe aus der Vergangenheit und sieht ihre Mutter nun mit ganz anderen Augen. Zusätzlich trifft sie durch Zufall die große Liebe ihrer Mutter wieder und dieser Mann erzählt ihr die ganze tragische Geschichte von der großen Sturmflut im Jahre 1962 in Hamburg und wie das Wasser Schicksal spielte. 


Meine Meinung 
 Hier ist der Autorin, Corina Bomann, wieder ein Roman gelungen der alle Gefühlsebenen beansprucht. Ich erlebte alles mit, von Liebe über Trauer, Freude und Angst, von Leben und Tod und einer Hoffnung die nicht erfüllt wurde. Sehr einfühlsam wurde ich an die Hand genommen und lernte die Charaktere des Buches kennen. Man kann wunderbar in deren Gedankenwelt eintauchen, egal ob im Damals oder im Heute. Der wundervoll zu lesende Schreibstil ist immer wieder ein Genuss.  
 Ein kleiner Minuspunkt ist für mich, die wachsende und aufblühende Liebe zwischen Alexa und Ethan. Das ist aber reine Geschmackssache und tut der Story keinen Abbruch.  
 Sehr gut gelungen sind die beiden Erzählstränge, obwohl man eigentlich auch sagen könnte, das es drei sind, denn neben 1962 und 2014, kommt auch oftmals das Jahr 1985 vor, welches dann zum Bruch zwischen Alexa und Cornelia führte. Hier tat mir Alexa sehr leid, denn ihre Mutter interessierte sich so gar nicht für das eigene Kind, aber je tiefer man in die Geschichte eintaucht, umso mehr konnte ich Cornelia ein kleines bisschen verstehen. Sie hatte es wirklich nicht leicht in ihrem Leben, selbst als junges Mädchen hatte sie, nach dem Tod der Mutter, kein richtiges warmes Zuhause mehr.  
 Von den Charakteren her hat mir Richard "Rick" Henderson sehr gut gefallen, seine Beschreibungen und Gefühle kamen bei mir am gefühlvollsten an. Bei Cornelia und Alexa hatte ich immer das Gefühl, etwas außen vor zu bleiben, auch wenn beide sich nach und nach mehr öffneten. Das Ende fand ich dann doch extrem traurig, aber irgendwie auch schon wieder schön, das man denken könnte, es musste so sein, damit die Beiden sich vielleicht woanders wiedersehen.  
 Ein wunderschöner Roman, den ich allen ans Herz legen kann. 
 Unbedingt lesen und sich in die Welt von Damals und Heute entführen lassen.  


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Roman
528 Seiten
Ullstein Taschenbuch


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Zur Autorin
(laut amazon.de)
Corina Bomann, 1974 in Parchim geboren, entdeckte die Welt der Bücher schon recht früh für sich. Als Kind verzierte sie die Exemplare der heimischen Bibliothek mit eigenen „Wachsstift-Illustrationen“, später, als sie das Schreiben erlernt hatte, begann sie, eigene kleine Geschichten zu verfassen. Langeweile in Schule und Bus füllte sie mit viel Fantasie aus, sodass aus kleinen Geschichten bald ganze Romane wurden, die zunächst mehrere Kladdehefte füllten. Die Hefte und eine alte Schreibmaschine wichen nach und nach dem Computer; ihre Geschichten entstiegen den Schubladen und fanden ihre Heimat bei Verlagen. Noch heute lebt Corina Bomann in Mecklenburg und nutzt die traumhafte Ruhe und wunderbare Landschaft, um ihre Romane zu spinnen. In ihrer zweiten Heimat Berlin lässt sie sich dagegen vom Puls der lebendigen Stadt inspirieren. Ihre große Liebe gilt der Geschichte, und so finden sich auch in ihrem neuen Roman „Die Schmetterlingsinsel“ historische Elemente, die geschickt mit dem Heute verwoben werden.


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