Freitag, 18. August 2017

Grandhotel Angst - Emma Garnier




** Grandhotel Angst **

von

~~ Emma Garnier ~~


Historischer Krimi
320 Seiten
erschienen
am 14. August 2017
im PENGUIN - Verlag



Informationen zum Hotel
Zu Beginn des Buches sind auf der Innenseite Bilder des Hotels im Heute und Damals abgedruckt, denn das Hotel gab es wirklich. Die Autorin, Emma Garnier, wohnte während eines Urlaubs direkt nebenan und war sofort fasziniert von diesem Gebäude. Sie begann zu recherchieren und war so begeistert, das sie unbedingt eine Geschichte darüber schreiben wollte und so entstand dieser wundervolle Roman. 




Kurz zum Inhalt
(lt. Verlagsseite)
Italien, März 1899. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist von dem großartigen Gebäude, dem exotischen Hotelpark und dem Blick aufs funkelnde Meer fasziniert. Doch zu ihrer Überraschung kennt Oliver nicht nur bereits das Personal und einige Gäste, sie scheinen auch Geheimnisse zu teilen. Als ein Hotelgast überraschend verstirbt, beginnt Nell, nachzuforschen. Und stößt auf eine Geschichte von Schuld und Verrat – und auf eine unheimliche Legende, die sie in ihren Bann zieht. Bis sie plötzlich selbst im Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu haben.




Meine Meinung
Diesen Roman habe ich von einem Tag auf den anderen gelesen, denn ich war sofort von diesem Ambiente des Grandhotels fasziniert. Eine wundervolle Kulisse für einen historischen Roman. Allein schon die Beschreibungen wie es dort ausgesehen hat sind gut vorstellbar. Weißer Marmor, Säulen und hohe Decken, zudem stuckverzierte Bögen und eine elegante, breite, mondäne Treppe in die oberen Stockwerke. Beim Lesen spürte ich richtig das Flair der alten, prachtvollen Zeit und ich hörte die Wellen sich an den Felsen brechen. Die Autorin kann hervorragend Orte, Landschaften und Charaktereigenschaften beschreiben, so das man vollkommen gefangen genommen wird. 
Als Hauptprotagonistin begleitet man Eleonore Dickinson, kurz auch Nell genannt, durch die Geschichte. Nach ihrer überstürzten Hochzeit mit dem Kunsthändler Oliver verbringen sie ihre Flitterwochen im Grandhotel Angst in Bordighera, Italien. Doch kaum angekommen verhält sich Oliver Nell gegenüber verschlossen und verstrickt sind in Widersprüche, so das Nell immer mehr ein ungutes und beklemmendes Gefühl bekommt, ob sie das richtige getan hat. Eines morgens liegt Oliver im Hotelbett, ist mit Blut überströmt und Nell hält ein Messer in der Hand mit einer blutigen Klinge. Ab diesem Zeitpunkt ist nichts mehr wie es war und Nell muss sich entscheiden, wem sie glauben und vertrauen kann und wem nicht. Doch das ist nicht so einfach, in einem fremden Land, dessen Sprache sie nicht spricht und wo sie niemanden kennt. Hinzu kommt der Gruselfaktor, wenn über die vorherige Besitzerin des Grundstücks gesprochen wird, auf dem das Hotel nun steht. Diese soll nachts durch das Hotel streifen und Angst verbreiten, nachdem sie ihren Grund und Boden nicht freiwillig verkaufen wollte und so dem Grundstein des Hotelbaus um Wege stand. Das Ende hat mir sehr gut gefallen und lässt mir als Leserin den gedanklichen Freiraum wie es mit Nell weitergehen könnte. 



Fazit
Ein historisch spannend geschriebener Krimi, mit einigen Gruselelementen die sich mit dem Rest der Geschichte gut verbunden haben. Mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen, vor allem das Hotel Angst hat es mir angetan und mich restlos fasziniert.




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~ Interessante Link´s ~


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~ Buchtrailer ~





















Donnerstag, 17. August 2017

Das Erdbeermädchen - Lisa Stromme





** Das Erdbeermädchen **

von

~~ Lisa Stromme ~~



Historischer Norwegen-Roman
352 Seiten
erschienen
am
13. Juni 2017
im 
HEYNE Verlag




Kurz zum Inhalt
(lt.Verlagsseite)

Sommer 1893. Die Bewohner von Åsgårdstrand, einem malerischen Fischerdorf an der norwegischen Küste, bereiten sich auf die Ankunft ihrer reichen Sommergäste vor. Die junge Erdbeersammlerin Johanne soll den Sommer über als Dienstmädchen im Hause des Admirals Ihlen arbeiten. Johanne freundet sich mit Tullik, der impulsiven Tochter des Admirals, an. Als diese eine verbotene Affäre mit dem noch unbekannten Edvard Munch beginnt, der geächtet am Rande des Dorfes lebt, drohen ihre Freundschaft und der bürgerliche Friede in Asgardstrand daran zu zerbrechen.



Meine Meinung
Das Buch hat mich alleine schon dadurch neugierig gemacht, weil die Geschichte in Norwegen angesiedelt ist und wieder einmal haben schon die Naturbeschreibungen diesen Roman lesenswert gemacht.
"Das Erdbeermädchen" ist das Debüt der Autorin Lisa Stromme und neben den historischen Fakten hat sie den Maler Edvard Munch zu einer der Nebenfiguren auserkoren. Der Maler wurde 1863 in Norwegen geboren und starb im Jahr 1944 auch dort. In dieser Geschichte agiert er als verschrobener, noch völlig unbekannter Maler, vor dem sich die Damenwelt in Acht nehmen soll. Doch wie es kommen muss, verliebt sich Tullik, die Tochter des Admirals Ihlen, in Munch und setzt damit ihre Freundschaft zu Johanne auf´s Spiel, die als Dienstmädchen im Haus der Ihlen´s angestellt ist. Die Freundschaft bekommt Risse und der bürgerliche Frieden droht zu zerbrechen. Die Charaktereigenschaften der jungen Frauen sind gut vorstellbar und fein hervorgehoben. Die Gefühlsebenen und die nicht ausgesprochenen Gedanken, hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht, um den beiden jungen Frauen noch näher zu kommen. 
Aufgrund des Covers könnte man denken, es wäre ein sommerlicher und leichter Roman, doch Vorsicht, so ist es nicht. Mir kam der Inhalt oftmals eher düster und beklemmend vor. Es kommen keine großartigen Geschehnisse vor, sondern man treibt durch einen historischen Sommer in Norwegen. 
Welcher Satz mir sehr gut gefallen hat war von Edvard Munch, wie er Johanne das sich Fallen lassen beim Malen beschrieb: "Male was Du fühlst, nicht was Du siehst."  



Fazit
Die Hauptthemen dieses Romanes sind: die Kunst, die Malerei, eine geheime Liebe, Freundschaft, Verrat, Lüge und ein dunkles Ende. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, wenn man an dieser oder jener Stelle der Geschichte auch etwas hätte tiefgründiger sein können.

Montag, 14. August 2017

Grausames Erbe - LS Hawker




** Grausames Erbe **

von

~~ LS Hawker ~~



Thriller
368 Seiten
erschienen
am 06. Februar 2017
im HARPER COLLINS Verlag





Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Seit 18 Jahren lebt Petty wie eine Gefangene in ihrem Zuhause. Ihre Tage werden durch eintönige Arbeit auf dem einsamen Schrottplatz und knallhartes Überlebenstraining bestimmt – alles nur zu ihrem Wohl, wie ihr Vater betont. Als er plötzlich stirbt, scheint sie nun endlich frei. Doch sein eiserner Griff besteht auch über den Tod hinaus. Getrieben von einem unglaublichen Verdacht, macht sich Petty auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und befindet sich mit einem mal auf der Flucht vor der Polizei. Wie gut, dass ihr Vater sie auch für solche Situationen ausgebildet hat.



Meine Meinung
Ein Thriller der etwas anderen Art. Eine Story wo ich fast bis zum Ende im Unklaren blieb wer nun der gute und wer der böse Mann in dieser Geschichte ist. Mit zwei Hauptprotagonisten, Petty und Dekker, die beide in der ICH-Form durch das gesamte Buch getrieben werden, die keine Ruhe haben und sich fortwährend auf der Flucht befinden. 
Das zwei Personen in der ICH-Form geschrieben sind, das hat mich an diesem Buch extrem gestört. Oftmals war nicht gleich klar, wer nun an der Reihe ist. Erst nach einigen Sätzen hatte ich raus, ob es sich um Petty oder Dekker handelte. 
Die Story aber hat mir sehr gut gefallen, vor allem dieses Ungewisse, diese immer wieder sich drehende Handlung, die Überraschungen und Wendungen. Diese Teile sind der Autorin sehr gut und unterhaltsam gelungen.
Zum Glück klärt sich am Ende des Buches alles logisch auf und man kann getrost das Buch zuklappen.
Ich erlebte als Leserin mit, wie Petty sich in ihrer Persönlichkeit wandelt, wie sie mutiger wird, sich aufbäumt, Verantwortung für sich und ihr neues, freies Leben übernimmt und wie sie erste Gefühle für Dekker in sich spürt. Zu Beginn dachte ich ja erst, das sie noch viel verstörter und irrer, aus diesem früher extrem abgeschotteten Leben rauskommt, nach dem Tod ihres Vaters, aber Petty hat sich recht schnell eingewöhnt und lässt sich nichts mehr gefallen und vor allem nicht mehr bevormunden. Eine taffe, junge und starke Frau die endlich selbstbestimmt ihr Leben in die Hand nehmen will.
Spannung und Actionszenen kommen auch nicht zu kurz und zum Ende hin wünscht man Petty, das sie ihr Leben endlich so leben kann und darf wie sie es möchte und sich wünscht.



Fazit
Ein Thriller der mir wirklich eine spannende Lesezeit beschert hat und den ich unbedingt weiterempfehlen würde. Zudem würde die Story sich sehr gut für einen Kinofilm eignen, da ich beim Lesen diverse Bilder im Kopf hatte. 




~ Interessanter Link ~

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Freitag, 11. August 2017

Neuerscheinung Susanne Ptak




✦✦   NEUERSCHEINUNG  ✦✦


Susanne Ptak

* Mord in Ditzum *

Ostfriesland-Krimi

Band 5

der Josefine Brenner Reihe


~ Zum Inhalt ~
Grauenhaftes erschüttert die sommerliche Idylle des ostfriesischen Fischerdorfs Ditzum. Am Ufer wird die Leiche einer Frau entdeckt – das blonde Haar verfärbt vom Blut. Theda Borchers ist sich sicher: Es handelt sich bei der Toten um ihre Nichte Famke aus Ditzum. Doch die ist offiziell vor zwölf Jahren als vierzehnjähriges Mädchen bei einem Unfall ums Leben gekommen… Was ist damals wirklich geschehen? Das ganze Dorf scheint sich gegen die Ermittlungen zu sperren, düstere Geheimnisse liegen in der Luft, aber alle halten dicht. Verzweifelt bittet Theda ihre Freundin Dr. Josefine Brenner um Hilfe, und sofort macht sich die Rechtsmedizinerin im Ruhestand auf nach Ostfriesland. Mit ihren unorthodoxen Ermittlungsmethoden geht Josefine der Sache gemeinsam mit der hiesigen Polizei auf die Spur. Nach und nach fördern die Ermittler eine ganze Serie an Verbrechen zutage, als der Täter erneut zuschlägt.



~ Bestell-Link´s ~
Amazon: 


Weltbild: 
Taschenbuch http://bit.ly/2vcshc4


Thalia: 
Taschenbuch http://bit.ly/2vb0Wsf


Kobo:



~ Alle anderen Bände der Krimi-Reihe ~

Inseltochter - Marlies Folkens




** Inseltochter **

von

~~ Marlies Folkens ~~



Nordsee-Roman
352 Seiten
erschienen
am 28. Juni 2017
im BASTEI LÜBBE Verlag



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
"Sie sind fremd hier, und das werden Sie auch bleiben. Niemand will Sie hier haben. Und ich würde mir eher noch das andere Bein abhacken lassen, als von Ihnen Hilfe anzunehmen." 
Nordseeküste, 1946: Aus ihrer Abneigung gegenüber den Flüchtlingen von der Insel Helgoland machen die Einheimischen keinen Hehl. Dennoch können Wiebke Hansen und ihre Familie sich glücklich schätzen, im Fischerdorf Fedderwardersiel eine neue Bleibe gefunden zu haben. Denn Helgoland liegt nach einem britischen Bombenangriff in Schutt und Asche. Wiebke tut alles, um ihre Familie irgendwie durchzubringen. Doch besonders der mürrische Fischer Freerk Cordes, der im Krieg ein Bein verloren hat, macht ihr das Leben schwer.

Ein kleines Fischerdorf, eine heimatlose Familie und ein mutiger Neuanfang – eine mitreißende Familiengeschichte in stürmischen Zeiten.




Meine Meinung
Bei diesem Buch haben mich das Cover und der Klappentext sofort angesprochen und ich kann gleich behaupten, das ich nicht enttäuscht wurde.
Eine Geschichte die alle Gefühlslagen vereint: Freundschaft, Liebe, Trauer, Tod, das Vermissen, Hoffen, Bangen und einige schwere Schicksalsschläge haben mich in diesen Roman eintauchen lassen. Der Schreibstil von Marlies Folkens ist so hervorragend, das man fast schon den Duft der Nordsee in der Nase spürt. 
Sehr berührt hat mich Wiebke Hansen, die Hauptprotagonisten des Buches. Eine starke junge Frau, die ihr Leben nach der Kriegsflucht von Helgoland, in Fedderwardersiel neu beginnen muss. Doch sie ist nicht alleine, mit dabei sind ihre beiden Kinder, ihre beiden Brüder, eine Tante und die Schwiegermutter. Jan, Wiebkes Ehemann, ist seit Jahren in Russland als verschwunden gemeldet und keiner weiß, ob er den Krieg nicht doch überlebt hat und eines Tages vor der Tür steht. Hier hat mir der Aspekt sehr gefallen, das Wiebke sich die ganze Zeit als Ehefrau sieht und jahrelang hofft, das Jan plötzlich wieder da sein könnte. Sehr berührt haben mich die Tagebucheinträge, die Wiebke in Briefform jeden Abend an Jan schreibt, aber niemals abschickt. Wohin auch?  Um alle Familienmitglieder gut durch die schreckliche Zeit zu bringen, beginnt Wiebke eine Stelle beim Feind anzunehmen, sie schmeißt den Haushalt für den britischen Captain Watson. Da kann man sich natürlich vorstellen, das dies von den Dorfbewohnern nicht gern gesehen wird und der Tratsch los geht. Doch immer mehr zu einer Stütze wird Wiebke ihr mürrischer und eigenbrötlerischer Nachbar Freerk Cordes. Ein Mann der im Krieg seinen Zwillingsbruder verloren hat und schwer verletzt wurde. Er sieht sich als Krüppel, doch tief in ihm wächst die Liebe zu Wiebke. Diese sieht ihn als guten Freund an, bis ein einschneidendes Erlebnis geschieht und beide ... 



Fazit
Ein wundervoller Roman über eine junge Frau die stark sein muss um ihre Familie durch die Nachkriegszeit zu bringen, doch sie darf auch nicht vergessen, ihr Leben zu leben und sich nicht nur aufzuopfern um es allen recht machen zu können. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. 




~ Interessante Link`s ~

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Dienstag, 8. August 2017

Die Moortochter - Karen Dionne




** Die Moortochter **

von

~~ Karen Dionne ~~


Psycho-Thriller
384 Seiten
erschienen
am 24. Juli 2017
im GOLDMANN Verlag
bei RANDOMHOUSE




Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen.


Meine Meinung
Ein Psycho-Thriller, der mir eigentlich fast schon eher wie ein Abenteuerroman daherkommt, was aber den Inhalt nicht schmälern soll.
Der dem Buch beiliegende Brief den die Autorin verfasst hat, lässt erahnen, warum sie das Leben in der Natur so genau, ausführlich und detailliert beschreiben kann. Sie hat mit ihrem Mann und ihrer Tochter freiwillig ein Leben in Einheit mit der Natur gelebt. Ohne fließend Wasser und ohne Strom. Die Beschreibungen lassen erahnen, das nicht immer alles sehr einfach war, aber anscheinend war die kleine Familie Dionne sehr glücklich und das zählt.
Leider hat der Hauptcharakter, Helena Pelletier, dieses wilde Leben nicht so richtig genießen können. Sie und ihre Mutter werden vom Vater Jacob im Moor gefangen gehalten und müssen dort mit dem Überleben kämpfen. Bei den eindringlichen Beschreibungen hat man fast den Duft des Moores in der Nase, hört die wilden Tiere durch das Unterholz streifen, nachts knacken Äste und die Bäume stöhnen im Wind. Diese Atmosphäre macht das Buch einzigartig. Mir hat es sehr gut gefallen, mal eine ganz andere Örtlichkeit die im Mittelpunkt steht.
Neben den ausführlichen Rückblicken in die Kindheit und Jugend von Helena im Moor, treibt die Suche nach ihrem Vater die Story voran. Nachdem ihr Vater aus dem Gefangenentransport entkommen konnte ahnt Helena das er versuchen wird, ihr auf die Spur zu kommen. Beide können Fährtenlesen wie kein Anderer und die Jagd beginnt. Diese Abschnitte haben mir, im Bezug Spannung gut gefallen, nur leider waren sie oftmals zu kurz und die aktuelle Situation ging wieder in einen der vielen Rückblicke über. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen.


Fazit
Eine Geschichte die durch die ungewöhnlichen Örtlichkeiten besticht und durch die eindringlichen Beschreibungen jagte man durch das Moor und merkt dabei erst einmal wieder, wie die Natur den Menschen beherrschen kann.



~ Interessante Link´s ~

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Sonntag, 6. August 2017

Ohne Ausweg - Sebastian Cohen



** Ohne Ausweg **

von

~ Sebastian Cohen ~



Roman
Duke-Reihe Band 2
304 Seiten
erschienen 
am 27. Juli 2017
im CreateSpace Independent Publishing Platform



Kurz zur Geschichte
Wie ein Schwerverbrecher sitzt Duke in Handschellen gefesselt auf der Rückbank eines Polizeiwagens. Warum liegt gegen ihn ein Haftbefehl vor? Ist man ihm letztlich doch auf die Schliche gekommen und sucht ihn im Zusammenhang mit den mysteriösen Todesfällen in Keene? Und was ist mit Rachel passiert? Das sind nicht die einzigen Fragen, die ihn beschäftigen. Eben noch befand er sich auf der Straße der Sieger, um ungebremst die Welt zu entdecken. Doch plötzlich scheint das in weite Ferne gerückt zu sein, denn das Schicksal hat etwas anderes mit ihm vor. Die Realität holt ihn zurück auf den Boden der Tatsachen und er findet sich an dem Ort wieder, an dem er sich als Letztes auf dieser Welt aufhalten wollte. Obwohl Duke dachte mit seiner Vergangenheit abgeschlossen zu haben, holt ihn diese wieder ein und ein neuer Name erscheint auf seiner Liste. Eine Liste, auf der niemand stehen will!



Meine Meinung
Band 2 geht nahtlos da weiter, wo Band 1 geendet hat und sofort war ich wieder mit Duke in seiner misslichen Lage auf dem Rücksitz eines Polizeiautos. Selbst Duke wusste erst gar nicht wieso, weshalb, warum. Ist man ihm auf die Schliche gekommen, mit den ganzen "Unfällen"? Nach einer Odyssee durch einige Gefängnisse in den USA kommt Duke wieder in seiner Heimat Keene an. Hier klärt sich einiges und Duke bekommt den nächsten Spleen, er will in Kalifornien als Privatdetektiv durchstarten. Doch vorher muss noch ein zufälliger "Unfall" in Duke-Manier passieren. Erst danach kann er mit dem Kapitel "Rache für Bristol" abschließen. Doch tief in seinem Herzen und seinen Gedanken wird Bristol immer seine große Liebe bleiben, obwohl er auf den kommenden Roadtrip durch die USA nichts anbrennen lässt, der Womanizer. 
Zudem musste ich mir immer ins Gedächtnis rufen, das Duke ja erst 21 Jahre alt ist, da ich beim Lesen immer irgendwie einen Mann mit Mitte 30 vor Augen habe, der so skrupellos und oftmals rein egoistisch handelt. Für sein Alter hat er schon einiges erlebt und auch in die Wege geleitet. 
Was manchmal etwas ausführlicher und länger hätte beschrieben sein können, sind die Stellen, an denen Duke selbst in brenzliche Situationen gerät für die diesmal einige andere Menschen sich verantworten müssen. Da ist er mir immer zu schnell und zu risikolos davon gekommen. Hier hätte man ihn spüren lassen sollen, wie es ist, wenn er einmal nicht die Oberhand hat, sondern sich ausgeliefert fühlt.
Ansonsten war ich wieder begeistert und der Cliffhanger am Ende macht mich wahnsinnig. Das Warten auf Band 3 hat schon begonnen, denn wird Duke ... ?
Mehr verrate ich nicht, aber ich kann es kaum abwarten wie es weitergehen wird.


Fazit
Ein würdiger Band 2, der mich wieder sehr gut unterhalten hat und in dem man Duke wieder hautnah durch die USA folgte, inkl. Spannung, einigen lustigen Stellen und kleiner Liebeleien.



~ Interessanter Link ~

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Samstag, 5. August 2017

Das Hannibal-Syndrom - Stephan Harbort




** Das Hannibal-Syndrom **

von

~~ Stephan Harbort ~~


Sachbuch
352 Seiten
erschienen
am 01.Februar 2003
im PIPER Verlag




Kurz zum Inhalt
(lt. Verlagsseite)
Dank Hollywood gilt Hannibal Lecter als Inbegriff des infernalischen Serienmörders. Doch wer sind diese Täter in der Wirklichkeit? Der Kriminalexperte Stephan Harbort hat zahlreiche von ihnen in ihren Hochsicherheitszellen besucht und interviewt, um Motivation, Tathergang und Täterprofil zu erforschen. Er befasste sich mit allen 75 deutschen Serienmördern seit 1945 – eine aufschlussreiche und schockierende Dokumentation, aus der man viel über die Psyche solcher Täter erfährt.



Meine Meinung

Wer sich für das Phänomen "Serienkiller" interessiert sollte sich dieses Buch, von Deutschlands bekanntestem Serienkiller-Experten Stephan Harbort, nicht entgehen lassen.
Wieder einmal beweist er, das sich keiner so genau und detailliert mit den Fällen und den Personen dahinter befassen kann wie er. Nicht übertrieben, sondern mit einem knallharten, sachlich spannenden und realistischen Blick. Verständlich und ohne viele Fachbegriffe kann man die 15 Kapitel lesen und erlebt dabei immer wieder das man fassungslos den Kopf schüttelt, wie es jemals mit einem Menschen soweit kommen konnte, um diese Taten zu begehen? Man bekommt Einblicke in die Vergangenheit und die Schicksale des Täters und erahnt in etwa welche Punkte in seinem Leben die Auslöser gewesen sein könnten. Eine informative, glaubwürdige und schockierende Doku über das Phänomen Serienkiller. Man merkt auf jeder Seite des Buches, das Stephan Harbort haargenau weiß, worüber er hier schreibt. 



Fazit
Als LeserIn bleibt man, nach der letzten Seite des Buches, mit einem Gefühl zurück das Trauer, Wut und Fassungslosigkeit vereint. Wie kann ein Mensch einem Anderen so etwas schreckliches antun? Diese Frage wird wohl ein Leben lang immer wieder gestellt werden.

Freitag, 4. August 2017

Keine Leiche, kein Problem - Per Sander




** Keine Leiche, kein Problem **

von

~~ Per Sander ~~



Krimi
3. und letzte Staffel
252 Seiten
erschienen
am 20.07.2017
bei Independently published



Kurz zur Geschichte
(lt. Autorenseite)
Inzwischen geht Patrick und Nergiz das Entsorgen toter Menschen ziemlich leicht und professionell von der Hand – von den kleinen Problemen abgesehen, die in lebenslangen Haftstrafen resultieren könnten.
Denn was ist mit dem Leichenfund, der für die überforderte Duisburger Polizei ebenso unerwartet wie hilfreich ist? Wie sieht es aus mit Immo Mennes Racheplan, der die gesamte Stadt in Mitleidenschaft zieht? Was haben eigentlich die Road Warriors vor? Und schafft es überhaupt jemand, diesem Chaos lebend zu entkommen?
Außer Frage steht nur eines: Das Ende kommt. Schnell, laut und hart. Für mehr als einen 


Meine Meinung
Da ist sie wieder, die Duisburg-Gang und man muss schon ein Tränchen verdrücken, denn immerhin legt mit diesem Buch der Autor, Per Sander, die letzte Staffel vor und somit steht das endgültige Ende fest. Zu Beginn werden zu Staffel 1 und 2 nochmals kleine Rückblicke gemacht, aber wer diese kleine, aber feine Serie lesen will, sollte unbedingt die ersten beiden Bücher lesen, denn sonst kommt man nicht ganz mit, bei den ganzen Protagonisten und deren Verbindungen untereinander.
Ach mensch, ich habe diese Charaktere so in mein Herz geschlossen, aber mit diesem Krimi hat Per nochmal einen drauf gepackt und mich sehr geschockt. Welch ein Ende und DAMIT hatte ich wirklich nicht gerechnet, auch bei keinem der vorherigen Bücher, das .... so drauf ist. Mehr verrate ich nicht, lasst Euch überraschen. Auch dieses mal kommt der Humor nicht zu kurz und die Spannung hält von vorne bis hinten durch.
Ein toller Abschluss dieser Reihe und ich werde Patrick und Nergiz vermissen, die mit ihrem "Entsorgungsunternehmen" endlich mal den Einheitsbrei des Krimis verlassen haben, mich trotzdem restlos begeistern und überzeugen konnten. Ohne großes Gefühlsgedöns und ausschweifende unwichtige Erwähnungen, sondern kurz und knackig und auf den Punkt.




Fazit
Staffel 1-3 unbedingt lesen, wenn es mal was anderes sein soll, als der übliche Krimi und der Schreibstil von Per Sander kann sich auch lesen lassen, witzig und direkt. 



Im Nachwort ...
erwähnt der Autor das diese Staffel sein kräftezehrendstes Projekt gewesen wäre. Und ich als Leserin kann sagen, das es sich aber wirklich gelohnt hat. 



~ Interessante Link`s ~

klick ---> Per Sander - Autorenseite <--- klick 

klick ---> Meine Rezension - Staffel 1 <--- klick

klick ---> Meine Rezension - Staffel 2 <--- klick

Mittwoch, 2. August 2017

JULI - Rückblick / Vorschau





Mein Monatsrückblick *Juli*

und 

meine Monatsvorschau *August*


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Meine gelesenen Bücher im Monat Juli


- Micaela Jary *Die Villa am Meer* -


- Graeme Macrae Burnet *Das Verschwinden der Adele Bedeau* -


- Ele Wolff *Friesenhuus* -


- Derek Meister *Blutebbe* -


- Stephan Harbort *Ich musste sie kaputt machen* -


- B.C. Schiller *Targa* -


- Heine Bakkeid *... und morgen werde ich Dich vermissen* -


- Ingar Johnsrud *Der Hirte* -


- Gabriela Kasperski *Besondere Umstände* -


- Stefanie Ross *Das Schweigen von Brodersby* -


Insgesamt habe ich 10 Bücher gelesen mit 4.015 Seiten


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Highlight & Enttäuschung & Bewegend


- Highlight -

Ich bin ja eigentlich immer eine Krimi/Thriller/Horror-Leserin, aber diesen Monat hat mich ein Roman extrem begeistert und das war 

*Die Villa am Meer* von Micaela Jary

Ein wundervoller Roman über eine Frau die ihr Leben, früher oder später, selbst in die Hand nimmt und sich versucht von ihrem älteren Ehemann zu befreien um ihren Weg zu gehen. Zum Glück merkt sie noch rechtzeitig, dass das Leben auch ihr noch etwas anderes zu bieten hat und sie ihr Glück und ihre große Liebe wieder findet. 



- Enttäuschung -

Ich liebe ja skandinavische Krimis und Thriller, vor allem dann noch viel doller, wenn sie in Norwegen spielen und deswegen hatte ich mich so sehr auf

*Der Hirte* von Ingar Johnsrud

gefreut.

Doch leider hat mich das Buch sehr enttäuscht. Der Klappentext klingt echt toll, aber ich fand keinen Zugang zu der Geschichte, es fehlte für mich der rote Faden der durch eine Story zu gehen hat und der Autor hat zu viele Themen eingebaut, die mich als Leserin überfordert haben.



- Bewegend -

Sehr bewegt hat mich diesen Monat das Buch

*Ich musste sie kaputt machen* von Stephan Harbort*.

Joachim Kroll ist ein Serienmörder, der mehrere Frauen und Mädchen tötete. Stephan Harbot befasst sich in diesem Buch mit den Taten und zeichnet das Psychogramm eines Mannes der soviel Leid über die Familien der Opfer gebracht hat. 
Ich musste mehrmals das Buch zur Seite legen, denn so schrecklich ist dies alles zu lesen, das man es eigentlich gar nicht glauben mag und kann. Stephan Harbort gelingt es wieder einmal den Lesern einen Blick hinter die Fassade zu geben, ohne dabei die Wahrheit zu verdrehen.
Ein Buch welches mich nach dem Lesen der letzten Seite nicht loslässt.


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Neue hinzugekommene Bücher

Ööööööööööhm, die traue ich mich hier nicht einzutragen, sind zu viele. *hahaha*



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Meine Buch-Vorschau auf den Monat *August* von der WuLi


11.08.
- Chris Carter *Death call - Er bringt den Tod* -


18.08.
- Chris Karlden *Der Totensucher* -


18.08.
- Benjamin Monferat *Der Turm der Welt -
Taschenbuchausgabe


28.08.
- Thomas Enger *Tödlich* -
Henning Juul Band 5


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