Mittwoch, 23. November 2016

Das Geheimnis der Hutmacherin - Natalie Meg Evans



** Das Geheimnis der Hutmacherin **

von

Natalie Meg Evans



Roman
623 Seiten
Heyne Verlag



Kurz zur Geschichte
Cora arbeitet als Hutmacherin in London in einer Fabrik. Sie verdient schlecht und wird auch von ihrem Vater nicht gerade gut behandelt. Als sie den Kunsthändler Dietrich Graf von Elbing zufällig kennenlernt, nimmt sie sein Angebot an und bricht überstürzt mit ihm nach Paris auf. Das war schon immer die Stadt, in der sie leben wollte. Um ihr neues Leben zu beginnen gibt sie sich einen neuen Namen und kämpft dafür sich ihre Träume zu erfüllen.


Meine Meinung
Die Geschichte beginnt im Jahr 1937 in London, als Coralie de Lirac, noch die einfache Fabrikarbeiterin Cora Masson ist und schlängelt sich bis zum Epilog in das Jahr 1961 weiter. Coralie finde ich zu Anfang noch etwas ruppig und ungestüm, aber sie kennt halt das feine Leben noch nicht, welches sie gerne führen würde. Sympathisch ist sie mir trotzdem, denn sie ist um keinen Spruch verlegen. Als sie jedoch von heute auf morgen London verlässt und mit ihrem Liebhaber, Graf von Elbing, nach Paris geht, fällt ihr diese Umstellung leicht, denn ihr Traum von einem eigenen Hutladen, mit eigenen Kreationen, kommt in greifbare Nähe. Dietrich hält Coralie aus, bezahlt alles, ihm ist nichts zu teuer, bis er eines Tages von Jetzt auf Gleich zurück nach Deutschland geht und Coralie allein zurück lässt. Nun muss sie allein zurechtkommen und das noch schwanger, ohne Wohnung, ohne Arbeit und ohne jemanden zu kennen. Hier zeigt sich die Stärke von ihr, dieser Wille es zu schaffen und sich nicht unterkriegen zu lassen, zu kämpfen für ihren großen Traum. Das hat die Autorin sehr gut beschrieben, diesen unbändigen Willen. Der Mittelteil der Geschichte, mit dem 2. Weltkrieg, fand ich leider etwas zu zäh und zu langatmig geschrieben, zudem konnte mich das Ende nicht ganz überzeugen. Ansonsten hat Natalie Meg Evans einen schönen Schreibstil und beschreibt die Stadt Paris, zur damaligen Zeit, sehr anschaulich. Man muss sich darauf einlassen und dann treibt man als Leserin durch die Straßen und die Modewelt von Paris.