Donnerstag, 28. Juli 2016

Blutroter Wahn - Stephan Leenen

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** Blutroter Wahn **

von 

~ Stephan Leenen ~


Band 1 der "Spreenebel"Serie

erschienen im






Kurz zur Geschichte:
Hildegard, die Tochter des Berliner Kultursenators Terner, wird brutal ermordet aufgefunden. Zuerst gerät ihr Freund, Jan Wehrmann ins Visier von Kommissar Ziether und seinem Team, doch irgendwie ahnen alle bald, das was viel Größeres dahinterstecken muss. Sie sollten mit ihrer Vorahnung Recht behalten.


Meine Meinung:
Mit diesem Krimi ist Stephan Leenen ein spannender Auftakt zu seiner "Spreenebel"-Reihe gelungen.
Ich habe lange keinen Krimi gelesen in dem so viele Leichen und vor allem so viele verschiedene Mordmethoden eingebaut wurden, das es schon fast an ein Wunder grenzt, das kein Blut aus dem Buch fließt. Neben den erwähnten Morden dreht sich die Story auch um Menschenhandel, um die russische Mafia, um den Drogensumpf in Berlin, um Geldwäsche, Prostitution und um die Stasi-Vergangenheit. Also von allem ist irgendwie etwas vertreten. Zum Glück ist alles so in die Geschichte eingebaut, das es mir beim Lesen nicht so vorkam, als wolle der Autor unbedingt diese ganzen Themen mit reinpacken, sondern alles ergibt seinen Sinn.
Hervorheben möchte ich den Rückblendenteil von Hildegard, als sie immer mehr den Drogen verfällt und ein richtiges Wrack wird. Beklemmend und eindringlich wird beschrieben, wie ihr Freund, Jan Wehrmann versucht, sie da wieder heraus zu bekommen. Doch vergeblich. Ich habe beim Lesen richtig mitleiden müssen. 
Neben als dem Bösen spürt man aber auch so ein kleines wachsendes Pflänzchen der Liebe zu spüren, zwischen Ziether und seiner Kollegin Bredehorst. 
Gefallen hätte mir noch, wenn man etwas mehr aus dem Privatleben der Ermittler erfahren hätte, denn diese kamen mir (vielleicht deswegen) nicht richtig nah.
Dies ist kein Krimi, den man "einfach so weglesen" sollte, denn es steckt mehr dahinter und man sollte sich schon die Zeit dafür nehmen um nichts zu "überlesen". 



Das Buch bekommt von mir  ★ ★  Sterne 


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Donnerstag, 21. Juli 2016

Aprikosenküsse - Claudia Winter

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** Aprikosenküsse **

von

~ Claudia Winter ~






Kurz zur Geschichte:
Hannah schreibt für ein Gourmetmagazin Restaurantkritiken und wegen einer besonders schlechten erleidet eine ältere Restaurantinhaberin einen Herzinfarkt und stirbt. Durch einen blöden Zufall bekommt Hanna die Urne der Dame in die Hände und muss diese nach Italien zu deren Enkel Fabrizio bringen und dort gerät ihre taffe und kühle Art ins Wanken.


Meine Meinung:
Die Kapitel sind unterteilt in die beiden Hauptpersonen Hanna und Fabrizio und diese wechseln sich meistens ab, so das für mich kein richtiger Lesefluß aufkam, durch diese Wechselei der Sichtweisen.
Zudem weiß man zu Beginn schon wie die Geschichte enden wird und alles kam mir etwas zu übertrieben rüber.
Dieses typische "taffe und kühle Frau will sich ihre Gefühle nicht eingestehen"-Klischee wird auch erfüllt, aber mir war das von allem ein bisschen zu viel.


Das Buch bekommt von mir  Stern



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Sonntag, 17. Juli 2016

Keine Leiche, kein Problem - Per Sander

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** Keine Leiche, kein Problem **
Staffel 1

von 

~ Per Sander ~





Kurz zur Geschichte:
*Keine Leiche, kein Problem", könnte der Werbe-Slogan der neuen Geschäftsidee von Patrick und Nergiz sein.
Als Patrick nach Hause, zu seinen Teenager-Zwillingen Emma und Paula kommt, liegt dort deren Mathe-Nachhilfelehrer tot. Was haben die Mädchen mit ihm gemacht? Warum ist der Mann tot? Und vor allem, wie wird man die Leiche los?
Nergiz ist Privatdetektivin und hat ihr Büro über einem Bordell auch sie hat eine Leiche zu entsorgen, auch ohne großes Aufsehen. Durch Zufall treffen sich Patrick und Nergiz bei der "Entsorgung" und nach einiger Zeit wittern die beiden eine brandneue Geschäftsidee.


Meine Meinung:
Dies ist Staffel 1 des Krimi-Autors Per Sander und wer ihn kennt, der weiß auch um seinen unnachahmlichen lustigen, lockeren und flockigeren Schreibstil, der hier wieder sehr gut eingebracht ist. Auch kommen neue Wortfindungen zum Einsatz wie z.B. Leichencannelloni, da musste ich beim Lesen einfach schmunzeln und nicht nur dabei, sondern auch bei den vielen lustigen und nicht vorhersehbaren Begegnungen, wenn es gerade mal wieder darum ging, Leichen zu beseitigen.
Die Grundstory an sich ist mal wieder was ganz anderen und mit den Hauptpersonen Patrick und Nergiz freundet man sich sofort an. Ich habe die verbalen Schlagabtausche der Beiden mit Freude gelesen, denn jeder will Recht haben, jeder will das letzte Wort haben, jeder weiß alles besser, wie ein altes Ehepaar, dabei kennen sich die beiden noch nicht sehr lange. Herrlich, bitte mehr davon.
Sehr gut finde ich auch die Biker- und Kriminellen-Milieu-Sprache getroffen, so stellt man sich den Umgang in diesen Kreisen vor.
Die Story beginnt mit einzelnen Kapiteln, wo ich mir dachte, oh je, wie soll das bloß alles mal zusammengehören und was hat das mit dem Rest der Story zutun? Aber oftmals löste es sich auf, mit ein bis zwei Sätzen, die dann am Ende des Kapitels kamen, oder noch etwas später.
Das Ende schreit nach dem nächsten Band und ich hoffe, das es nicht zu lange dauert, denn Patrick und Nergiz haben mit ihrer Geschäftsidee echtes Kult-Potenzial.



Das Buch bekommt von mir ★ ★ ★ ★  Sterne



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Freitag, 15. Juli 2016

Lügenmauer - Barbara Bierach

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** Lügenmauer **

von

~ Barbara Bierach ~






Kurz zur Geschichte:
In nordirischen County Sligo wird die Leiche eines hochrangigen Mitglieds der Kirche gefunden. Diesen Fall muss Emma Vaughan bearbeiten, alleinerziehende Mutter eines Sohnes mit wenig Zeit für ein Familienleben. Die Spur zum Mörder führt in die Vergangenheit Irlands, in die 60ger Jahre, als ledige schwangere Mädchen/Frauen in Heime gesteckt wurden, dort ihre Kinder gebaren und diese ihnen dann weggenommen wurden. Was aus ihren Kindern wurde, haben die wenigsten Frauen später erfahren. Emma´s Ermittlungen in der Familie des Opfers kommen nicht voran, denn irgendetwas soll verborgen bleiben und am Besten nie ans Tageslicht kommen. 


Meine Meinung:
Barbara Bierach ist hier ein tolles Debüt gelungen und mit Emma Vaughan hat sie eine Ermittlerin geschaffen, die nicht alles mit links erledigt, egal ob beruflich oder auch privat, eine Frau mit Ecken und Kanten, von der Abhängigkeit nach Tabletten ganz zu schweigen.

Gleich das erste Kapitel, welches im Herbst 1964 angesetzt ist, hat mich als Leserin nicht kalt gelassen. Es werden keine Namen genannt, aber eine SIE wird von einem ER vergewaltigt. Das dieser Missbrauch sich weiter durch die Geschichte ziehen wird, war sofort klar, aber das es dieses Ausmaß annimmt nicht.
Eindringlich und erschreckend beschreibt die Autorin wie damals mit den ledigen, schwangeren Mädchen umgegangen wurde und wie viele ein Leben lang darunter zu leiden hatten.

Dann wird ein Sprung in das Jahr 2005 gemacht und Emma wird in das Haus des Pfarrers Fitzpatrick gerufen, da seine Haushälterin diesen erdrosselt aufgefunden hat. Laut ihr, soll er ein Hallodri gewesen sein und hinter jedem Rock her, damals wie heute noch. 
Die immer wieder eingeschobenen Rückblenden in die 60er Jahre fügen dann das Puzzle so langsam Stück für Stück zusammen, so das man beim Lesen schon fast ahnt warum es geschehen ist, aber nicht wer es war.
Das Ende ist logisch, aber auch traurig, zudem verständlich und menschlich wie Emma damit umgegangen ist. 
Beim Lesen merkt man sehr deutlich, das Barbara Bierach im County Sligo lebt, denn ihre Beschreibungen der Landschaft und die Eigenschaften der Menschen sind herrlich ehrlich wiedergegeben und mir als Irland-Bereisende sehr bekannt. 

Ein solider, gut zu lesender Krimi, mit einem ernsten Thema als Hintergrund und ich hoffe, das Emma noch so einige Fälle zu lösen hat. 


Das Buch bekommt von mir  ★   Sterne 


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Montag, 11. Juli 2016

Vendetta-Die Rache der Anna Pizzo - Katja Montejano

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** Vendetta - Die Rache der Anna Pizzo **

von 

~ Katja Montejano ~


erschienen im 





Kurz zur Geschichte:
Anna Pizzo, ist die Tochter des Cosa Nostra-Chefs Don Vito, und lebt sehr zurückgezogen in der Schweiz in ihrem Loft. Nachdem ihr Ex-Freund, Malik Brenner, am Tod ihres gemeinsamen ungeborenen Sohnes Schuld ist und danach untertaucht, kündigt sie ihre Arbeit um sich ganz der Suche nach Malik zu widmen und sich an ihm zu rächen. Doch an ihrem letzten Arbeitstag läuft ihr ehemaliger Vorgesetzter Amok und erschießt einige Kollegen, doch Anna bleibt unverletzt.
Zur selben Zeit bricht in Italien ein Mafiakrieg aus, in dem zwei Brüder die Alleinherrschaft an sich reißen wollen. Anna´s Vater lässt sie zurück in ihre Heimat holen um sie zu beschützen, doch es gibt jemanden der das nicht möchte und es auf Anna abgesehen hat. Ein "Maulwurf" treibt sein Unwesen und bald weiß Anna nicht mehr wem sie vertrauen kann.


Meine Meinung:
Mein erster Thriller der im Mafia-Milieu angesiedelt ist und mich sofort in seinen Bann ziehen konnte. Ein schneller actionreicher Thriller, um Rache, Verrat und die Ehre der Familie.

Zu Beginn lernt man Anna kennen, die in ihrer zerstörten Welt lebt, kaum Kontakte hat und nur auf Rache aus ist, gegen ihren Ex-Freund. Wenn man dem Gespräch zu Anfang mit dem Pfarrer lauscht, ahnt man warum Anna so geworden ist und man kann sie verstehen. Die ICH-Form brachte sie mir beim Lesen so richtig nah. 
Es bleibt kaum Zeit zum Luft holen, denn Schlag auf Schlag passiert etwas und man langweilt sich auf keiner einzigen Seite. 
Extrem spannend fand ich die undurchsichtigen Charaktere, nach dem Motto: Wem kann man vertrauen, wem besser nicht. Wem erzählt man was, wem besser nicht. Das hat die Story nochmals gesteigert, da ich als Leserin es ja auch nicht ahnen konnte.
Diese Frage nach, wer Freund, wer Feind ist, begleitet einen durch die ganze Story, bis zu einem furiosen Finale.
Allerdings geht es auch ziemlich brutal und blutig zu, aber das war wahrscheinlich noch die abgemilderte Variante der möglichen Mafia-Methoden.

Was mich nur etwas störte, waren die vielen Namen und die italienischen Begriffe und Sprüche, da kam ich oftmals durcheinander, aber ansonsten ein tolles Buch, welches ich gerne weiterempfehle.



Das Buch bekommt von mir  ★ ★  Sterne 



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Sonntag, 10. Juli 2016

Eric - Marco Monetha

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** Eric **

von

~ Marco Monetha ~







Kurz zur Geschichte:
Eric wird daheim vom neuen Freund der Mutter drangsaliert und gedemütigt. Bis es ihm gelingt seinen, um einige Jahre älteren Freund Buck, davon zu berichten. Dieser ist außer sich und die Beiden wird auf immer und ewig ein dunkles Geheimnis verbinden. Vor allem als Eric´s Mutter,  Jahre später, bestialisch ermordet wird, beginnt ein Spiel gegen die Zeit und vor allem geraten Eric und Buck plötzlich ins Visier eines Dritten, der es auf sie abgesehen hat. 





Meine Meinung:

Dieser Thriller ist das Debüt von Marco Monetha und ich hoffe, es werden noch einige Bücher folgen, denn dieses konnte mich auf ganzer Linie überzeugen.

Als Viel-Leserin von Thrillern ist es manchmal schwer, mich noch zu überraschen und vollends zu begeistern, aber hier ist es dem Autor mal wieder gelungen.

Ein Buch mit Wendungen die man so auf keinen Fall vorausahnen konnte, Charaktere die mir nah gebracht wurden, vor allem durch die Rückblenden in die Vergangenheit, denn so hatte ich irgendwie das Gefühl zu wissen, warum Eric und Buck so geworden sind, wie sie im späteren Leben sind. Und ich muss auch gestehen, die Beiden haben zwar einiges auf dem Kerbholz, aber durch ihre Vorgeschichten mochte ich sie trotzdem extrem gerne. Auch wenn ich die Taten nicht gut heißen will, aber es fügte sich alles sehr gut in die Story ein, die zudem auch eine außergewöhnliche Grundlage hat.

Nervlich sollte man schon einigermaßen standhaft sein, denn so ganz ohne Blut, ohne Sex und ohne Qualen kommt man nicht bis zur letzten Seite. 
Wer gerne neue Autoren ausprobiert, sich gerne von einer guten Geschichte unterhalten lassen will und mit einem Ende, das zwar logisch erklärt wird, das aber mit den allerletzten Sätzen wieder neuen Spielraum schafft, der sollte sich diesen Thriller von Marco Monetha auf keinen Fall entgehen lassen.



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Donnerstag, 7. Juli 2016

Der Goldene Handschuh - Heinz Strunk

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** Der Goldene Handschuh **

von 

~ Heinz Strunk ~





Kurz zur Geschichte: 
Erzählt wird das Leben des Serienmörders Fritz *Fiete* Honka, sein trostloses Leben, das Kennenlernen der Frauen und wie alles endet.




Meine Meinung:
Ich muss sagen, ich hatte mir mehr "Story* vorgestellt, irgendwie kam mir alles so runtergespult vor. Die widerliche Ausdrucksweise ist dem Milieu geschuldet, in dem sich Honka tagtäglich sehen lässt, denn in der 24-Stunden-Kneipe *Goldener Handschuh* treiben sich nur gestrandete und heruntergekommen Personen rum, die kein richtiges geregeltes Leben mehr haben. Sozusagen, die unterste Schicht Hamburgs. Obdachlose, Alkoholiker, Nutten, Arbeitslose und Zuhälter. 
Honka gabelt dort Frauen auf und nimmt sie mit zu sich, außer Sex, will er die Macht über Frauen ausüben, da er sonst ein ziemlicher Versager ist und somit eigentlich auch ein armes Würstchen. Detailliert wird nicht direkt auf die Frauenmorde eingegangen, aber ansatzweise wird beschrieben was er mit ihnen macht. Da die Frauen oftmals selber niemanden mehr haben, werden sie auch nicht vermisst. 
Ausschweifend beschrieben und extrem unnötig in die Länge gezogen finde ich die Beschreibungen mancher Personen und deren Eigenschaften. Und der Schreibstil von Heinz Strunk ist so gar nicht meiner, mir zu abgehackt und zu wiederholend. 
Interessanter Fall, schlecht wiedergegeben. 



Das Buch bekommt von mir ★  Sterne


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Sonntag, 3. Juli 2016

Das Spiel-Opfer - Jeff Menapace

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** Das Spiel - Opfer **

von 

~ Jeff Menapace ~


Band 1 der *Spiel-Trilogie*
erschienen im 
Heyne Verlag HardCore
400 Seiten
Thriller





Kurz zur Geschichte:
Patrick Lambert will mit seine Frau Amy und seinen beiden kleinen Kindern, Carrie und Caleb, ein Wochenende am idyllischen Crescent Lake verbringen.
Auch die Brüder Fannelli machen sich auf den Weg zum See, doch leider mit ganz anderen Absichten, als zu entspannen und zu relaxen, sie wollen ein böses Spiel spielen und die passenden Opfer haben sie schon ins Visier genommen.

Meine Meinung:
Ich kann gleich sagen, ein WOW-Buch, welches mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Es entstand förmlich ein Lese-Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte.
Der Klappentext kratzt nur an der Oberfläche der „kranken“ Story, die viel mehr zu bieten hat. Diese unerträgliche Spannung von Beginn an steigert sich von Seite zu Seite und endet in einem, Kinofilmwürdigen, furiosen Finale.
Man begleitet die fröhliche Familie auf ihrem Weg zu einem Wochenende am See, alle freuen sich und sind entspannt, doch schon bei der ersten Begegnung an einer Tankstelle mit einem merkwürdigen Typen, spürt man sofort wie sich das Unbehagen langsam einschleicht. Da man auch die Gedankenwelt der Täter zu lesen bekommt, möchte man der Familie zurufen „Vorsicht, passt auf euch auf.“
Man ahnt dann schon, was der Familie blühen wird, wenn die Täter sie in die Finger bekommen wird, denn die Kapitel wechseln sich ab. Einmal aus Sicht der Täter und dann aus Sicht der Familie Lambert. Das treibt die Spannung nochmal sehr voran.
Extrem interessant fand ich die Rückblenden in die Kindheit und Jugend der Fannelli-Brüder.
Das Ende hatte Action zu bieten und man ahnt schon, wer im nächsten Band die Hauptperson sein wird.
Zu empfehlen für alle die gerne Thriller lesen, die etwas härter sind und die auch kein Problem damit haben, das kleine Kinder nicht gerade „nett behandelt“ werden.



Das Buch bekommt von mir ★ ★ ★ ★  Sterne + *
und einen kleinen Extra-Stern, da es auf alle Fälle zu einem meiner Jahreshighlights gehören wird.

Und als wäre das noch nicht genug, hat mich der Heyne-Verlag angefragt, ob ein Zitat aus meiner oben geschriebenen Rezension genommen werden darf, um diese zur Veröffentlichung des Buches mit in die Werbung einzuarbeiten.
Da habe ich natürlich nicht nein gesagt und hier nun bildlich das Ergebnis, welches Heyne auf seiner Facebookseite gepostet hat.





Band 2 *Das Spiel - Rache* erscheint am 16.Dezember 2016
Band 3 *Das Spiel - Tod* erscheint am 17.Mai 2017



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Samstag, 2. Juli 2016

Die Geschichte von Michelle & Isabelle - Michael Pilipp

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** Die Geschichte von Michelle & Isabelle **

(Band 2 der Reihe "Augenschlag")

von

~ Michael Pilipp ~





Zur Geschichte:
Michelle und Isabelle sind beste Freundinnen. Sie erleben den Alltag zusammen, unternehmen viel in ihrer Freizeit und genießen das junge Leben, bis die erste Liebe die Freundschaft ins Bröckeln bringt. Zudem treibt ein unheimlicher Mann mit Stock sich in der Nähe der Mädchen herum und gibt ihnen das Gefühl beobachtet zu werden. Werden sie die Gefahr rechtzeitig erkennen?


Meine Meinung:
Dies ist Band 2 der "Augenschlag"-Reihe von Michael Pilipp und ich empfehle auf alle Fälle vorher Band 1 zu lesen "Der Selbstmord des Papstes", da hier die Hauptpersonen wieder zu Wort kommen und die Geschichte in diesem Buch direkt an das vorherige anschließt.
Wieder ist es dem Autor gelungen mich in seine Welt zu ziehen. Man fühlt sich sofort heimisch, wenn auf den ersten Seiten Manuel und Ramona wieder auftauchen, die man sehr intensiv aus Band 1 kennt. 
Extrem hervorragend ist es Michael Pilipp gelungen, die Gefühlswelt und die Gedanken der jungen Mädchen (11 und 13 Jahre) hier darzustellen. Nicht zu übertrieben, sondern genauso wie man es von sich selbst noch kennt, als man in diesem Alter eine allerbeste Freundin (für immer) hatte, sich alles anvertraute und gemeinsame Geheimnisse vor den Eltern hatte.
Auch die Spannung kommt nicht zu kurz, wie z.B. der alte Mann mit dem Stock und dem kleinen Mädchen an der Hand, von dem plötzlich verschwundenen Arzt ganz zu schweigen. Auf diese Themen wird der Autor hoffentlich noch in Band 3 weiter drauf eingehen. Zudem würde mich sehr interessieren, ob Carla (die Mutter von Michelle) mit Michael (dem Vater von Isabelle) zusammenkommt? Das treibt mich bald noch mehr um, als die anderen Geheimnisse. Amüsant fand ich auch manche Ausdrucksweise wie z.B. "wanderfreudige Jeans", da musste ich doch das ein oder andere mal schmunzeln.
Ein rundum gelungener Band 2 um Freundschaft, die erste Liebe und das Unheimliche was man spürt beim Lesen, aber nicht richtig fassen kann.


Das Buch bekommt von mir ★ ★ ★  Sterne 


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