Samstag, 30. April 2016

Floras Traum von rotem Oleander - Annette Hennig

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** Floras Traum von rotem Oleander **

von 
~~ Annette Hennig ~~




Kurz zur Geschichte:

- 1939 -
Die 19-jährige Flora lebt mit ihren Eltern und fünf Schwestern in recht ärmlichen Verhältnissen auf der Insel Rügen.
So möchte sie auf alle Fälle nicht weiterleben und der einzige Weg um zu Geld, Macht und Luxus zu kommen, scheint eine Heirat mit einem angesehenen Mann zu sein. 
Mit purem Egoismus, Macht und übermächtigem Willen, alles zu erreichen was sie will, macht Flora sich nicht nur Freunde in ihrer neuen Familie und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
- 1990 -
Nach fast 50 Jahren kehrt Flora nach Rügen zurück, um ihren verstorbenen Mann in seiner alten Heimat zu begraben und dort wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, aus der es nun keinen Weg zurück mehr gibt. Sie muss sich endlich stellen. Doch wird sie nach so langer Zeit, stark genug sein?



Meine Meinung:

Annette Hennig ist mit diesem ersten Band der "Blütenträume"Trilogie ein wundervoller Schmöker gelungen. Die Familien-Saga spielt in zwei Zeitebenen, die aber gut durch die Überschriften gekennzeichnet sind.
Ein Charakter ist dann sehr gut gezeichnet, wenn er mich, so wie Flora, beim Lesen auf die Palme bringt, mit ihrer egoistischen und völlig gefühlskalten Art, nur auf das Beste für sich bedacht. Mit Machtspielchen versucht sie alles zu erreichen, was sie will, egal was Andere über sie denken oder wer ihr im Weg steht. Doch manchmal, nur ganz kurz, zeigt sich auch ein Blick hinter den harten Kern von Flora, wenn es um ihre kleinste Schwester Rose geht. 
Durch die Zeitsprünge erlebt man mit wie Flora sich entwickelt, aber es wird nichts in der Geschichte vorweg genommen oder zuviel verraten, nur kleine dezente Andeutungen werden erwähnt.
Auch die anderen Personen sind so liebevoll beschrieben, das man sofort zu allen einen Bezug aufbaut und mitleidet, sich freut, oder auch traurig ist.
Dieser erste Band endet mit einem Cliffhanger, den ich sonst nur aus Krimis oder Thrillern kenne und so lässt mich das Buch zurück, mit dem Gedanken, wie mag es bloß weitergehen.

Das Buch kann ich nur empfehlen, wenn man, wie ich, Romane über Familiengeheimnisse mag. Band zwei und drei werde ich auf alle Fälle auch lesen.


Das Buch bekommt von mir ★ ★ ★   Sterne 


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Alexander Schaub




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•*´¨`*•.¸¸.•* Alexander Schaub *•.¸¸.•*´¨`*•





 ◦•●◉✿ Über Alexander ✿◉●•◦

Der gebürtige Frankfurter erblickte 1969 das Licht der Welt. Bis 2014 lebte er in der Mainmetropole. Im April ´14 kehrte er der Stadt den Rücken und zog mit seiner Frau nach Hattersheim.
Über zwanzig Jahre arbeitete Schaub in der IT und war für Netzwerke im Microsoft Windows Umfeld verantwortlich. Seit 2007 arbeitet er im technischen Support eines bekannten 3D Drucker Herstellers.
Sein erstes Buch hat er über mehrere Jahre in seiner Freizeit geschrieben. Doch es soll nicht bei diesem einen bleiben. Schaub hat viele Ideen um weiter zu schreiben. Die Hauptprotagonisten aus dem ersten Band werden den Lesern dabei erhalten bleiben. Für den Autor ist die Entwicklung der Charaktere sehr wichtig: „Ich liebe Bücher und Serien durch die sich ein roter Faden zieht und genau das habe ich mit meinen Geschichten ebenfalls vor.“


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 ◦•●◉✿ Interview mit Alexander ✿◉●•◦

 In einem Interview hattest Du mal erwähnt, das Du als Kind Bücher gehasst hast. Was gab dann den Ausschlag ein Buch zu schreiben? 

Mit zwölf habe ich mein erstes Buch gelesen, also eines ohne Bilder. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich mich ausschließlich für Comics interessiert. Bücher hatten für meinen damaligen Geschmack zu viele Buchstaben und vor allem keine Bilder. Dass ich überhaupt mit einem „normalen“ Buch angefangen habe lag daran, dass ich mit Judo begonnen hatte. Deshalb war mein erstes Buch TKKG – Das leere Grab im Moor, weil Tarzan – der hieß anfangs noch so – auch Judo trainiert hat. Na ja, was halt im Kopf eines Zwölfjährigen so vorgeht.
Um auf Deine Frage zu kommen, wie es letztendlich dazu kam weiß ich selbst nicht mehr hundert Prozentig. Nachdem ich angefangen hatte zu lesen, sind mir manchmal Szenen und Dinge durch den Kopf gegangen, die ein Protagonist durchleben könnte. Zumeist waren die ziemlich düster. Vielleicht lag das daran, dass ich damals John Sinclair gehört und Professor Zamorra gelesen habe. Irgendwann habe ich gedacht, schreib doch mal eine eigene Geschichte, einfach nur so. Daraus wurden – mit damals vierzehn Jahren – drei Horror-Kurzgeschichten, die niemand außer meiner Mutter je zu lesen bekommen hat. Mit Mitte Zwanzig dachte ich über ein ganzes Buch nach. Aber ich kam nicht über die ersten drei Seiten hinaus. Es fehlte mir an der Ernsthaftigkeit das Projekt umzusetzen. Doch nach der Trennung von meiner ersten Frau habe ich mit dem Engelmacher angefangen.


 Warum ist es dann gerade das Gerne Thriller geworden? 

Von vorn herein war für mich klar, dass der Hauptprotagonist ein Privatdetektiv sein sollte, weil ich ein großer Magnum Fan bin. Also musste es um Morde und Verbrechen gehen. Da bleibt nur das Krimi- oder Thriller- Genre. Thriller, Krimi, irgendwie ist die Grenze für mich persönlich fließend, da mir der genaue Unterschied nicht klar ist.

 Welches Buch liest Du aktuell, wenn denn Zeit bleibt und wie ist Dein erster Eindruck dazu? 

‚Ich bin der Schmerz‘ von Ethan Cross. Es gefällt mir sehr gut. Ich habe die ersten beiden Teile schon gelesen und ich mag intelligente Serienmörder, aber nur auf dem Papier!

 Mit welchem Recherchematerial ist es Dir gelungen, sich in den Kopf des Täters zu denken? Gab es bestimmte Bücher die Du zu diesem Thema gelesen hast? 

Ich habe von Stephan Harbort die Maske des Mörders gelesen, allerdings erst als ich schon so gut wie fertig war mit dem Buch. Dazu kommt dass meine Frau Psychologin ist und so einige Vetos eingelegt hat, bevor sie mit dem Killer zufrieden war *lacht*

 Wie kamst Du auf die Ermittler-Kombination, einmal ein Ex-Polizist der nun als Privatermittler mit seinen alten Kollegen den Fall klären will? 

Das steht mit Deiner zweiten Frage in Zusammenhang. Der Name Thomas Martini kommt von Thomas Magnum beide haben die Initialen TM. Eine Hommage an die Serie, wenn Du es so sehen magst. Die Kombination mit den Ex-Kollegen hat sich beim Schreiben ergeben, weil ich Martini nicht zum Einzelkämpfer machen wollte. Also brauchte er kompetente Hilfe. Da drängten sich die Ex-Kollegen förmlich aus.

 Warum mussten es denn gleich 14 Leichen sein? (wenn ich mich beim Lesen nicht verzählt habe) Da hast Du es aber in Deinem Debüt gleich mal richtig krachen lassen. 

*lacht* Das war nicht beabsichtigt. Das hat sich beim Schreiben so ergeben weil dramaturgisch notwendig. Offen gesagt ist mir selbst erst zum Schluss die Höhe des Leichenbergs aufgefallen, den ich da angehäuft hatte. Die letzte Leiche hätte vielleicht nicht sein müssen, aber in der Endversion war es nötig, wegen dem zweiten Teil.

 Was denkt man und wie geht man damit um, wenn man erstmal von einigen Verlagen abgelehnt wird? Hat man da überhaupt noch Lust es als weiter zu versuchen? Zum Glück kam dann ja der Mainbook-Verlag und Gerd Fischer hat es möglich gemacht. 

Na ja, von dem allerersten Verlag habe ich sogar eine Zusage bekommen. Was mich mehr als überrascht hat. Du musst dazu wissen, die erste Version des Buchs war – rückblickend betrachtet – nicht öffentlichkeitstauglich. Aber der Haken an der Sache kam schnell zum Vorschein. Es handelte sich um einen Selbstkostenverlag. Danach achtete ich darauf, wo ich meine Exposés hinschickte.
Es gab einige Momente in denen ich aufhören wollte. Deshalb hat sich alles auch so lange hingezogen, bis zur endgültigen Veröffentlichung. Und es war meine Frau, die mir immer wieder gut zugeredet hat, und mir gesagt hat dass ich ein gutes Buch geschrieben habe. Ohne sie hätte ich vielleicht irgendwann aufgegeben.
Ja, zum Glück stieß ich auf Gerd Fischer. Das war eigentlich auch meine Frau, durch Zufall auf einer Geburtstagsfeier. Lustig war auch als Gerd Interesse an dem Manuskript bekundete. Ich fragte ihn als erstes: „Ist Dein Verlag ein Selbstkostenverlag?“ Ich dachte, wenn jemand Interesse hat, dann will er das ich mitzahle. Die erste „Zusage“ hatte mich geprägt und misstrauisch werden lassen.

 Wie wichtig sind Dir Meinungen der Leser und die damit verbundenen Rezensionen? 

Sehr wichtig. Freunde und Verwandte sind doch immer ein kleines bisschen befangen. Ist zumindest meine Meinung. Außer meine Frau, sie hat mir das erste Ende des Buches total zerpflückt. Erst nachdem ich es umgeschrieben hatte, akzeptierte sie es.
An der Stelle ein großes Danke an Dich und alle anderen Blogger, die all die neuen Bücher lesen und darüber Rezensionen schreiben. Eure Beurteilungen haben im Internetzeitalter sehr viel Gewicht bekommen und sind für uns Autoren unverzichtbar geworden.

 Wann werden Deine Leser denn mit dem zweiten Buch rechnen können? 

Ich denke Ende des Jahres. Ich schreibe gerade am Epilog. Aber danach kommt als erstes das „interne“ Lektorat, meine Frau. Bevor sie nicht meine Rechtschreib- und Kommafehler verbessert hat, kann ich das Manuskript nicht an Gerd Fischer schicken. Ich bin nicht gut mit der Rechtschreibung. In der Schule war ich Legastheniker. Das merke ich heute immer noch.
Dann kommt das Lektorat durch Gerd Fischer, weitere Änderungen und er entscheidet dann alles Weitere.

 Spielt die Hauptstory wieder in Frankfurt oder wird auch mal im Main-Taunus-Kreis gemordet? 

Ja, Frankfurt ist der Dreh- und Angelpunkt der Story. Es gibt zusätzlich zwei neue Nebenschauplätze. Mehr möchte ich aber noch nicht verraten. Und der Main-Taunus-Kreis… wer weiß *grinst breit*

 Welchen Traum möchtest Du Dir als Autor noch erfüllen? 

Das habe ich eigentlich schon. Einmal ein Buch veröffentlichen, das war mein ursprünglicher Traum.
Fortsetzungen waren nie ein Thema. Allerdings macht es mir jetzt so viel Spaß, dass es zu einem geworden ist.
Das neue Ziel lautet, die Leser weiterhin fesseln, begeistern und gut unterhalten. Ich hoffe, das gelingt mir mit dem zweiten Buch genauso gut wie mit dem ersten. Das scheint ja vielen gut gefallen zu haben.

 Welchen Traum möchtest Du Dir privat noch erfüllen? 

Privat geht es mir gut. Ich wünsche mir von der Zukunft vor allem gesund zu bleiben, das ist das wichtigste. Ich habe meine Traumfrau geheiratet und bin mit ihr glücklich, was will man mehr?

 Zum Ende darfst Du gerne noch schreiben, was Du schon immer mal loswerden möchtest, freie Themenwahl sozusagen. 

Dazu reicht meine Zeit nicht. Es gibt so viel was ich loswerden möchte. Missstände in der Welt; wie wir Menschen zum Teil miteinander umgehen. Das würde hier zu weit führen und wäre völlig am Thema vorbei.



Danke für das Interview und Deine Zeit um das Ganze aufzubereiten und zu veröffentlichen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. 


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(¯`·._.·[ Alexander´s Buch ]·._.·´¯)


*Der Engelmacher von Frankfurt*
mit 
Privatdetektiv Tom Martini


Klappentext lt.amazon.de
Kaltblütig und unberechenbar tötet er die Schatten seiner Vergangenheit.
Eine Serie an Ritualmorden hält Frankfurt in Atem. Der Täter bahrt blonde Frauen wie Engel auf, heftet ihnen Flügel an, löst die Zunge heraus und stopft ihnen eine Schlange in den Mund. Die Presse tauft ihn „Engelmacher“.
Privatdetektiv Tom Martini gerät ins Fadenkreuz der Ermittler. Er nimmt die Fährte des Mörders auf, an deren Ende ein dunkles Geheimnis auf ihn wartet.


Band 2 ist, laut Autor, in Arbeit.

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Link zu meiner Rezension
(einfach unten auf den Buchtitel klicken)




Und hier noch der Link zur Website von Alexander
(einfach auf den Namen unten klicken)



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Freitag, 29. April 2016

AXT - Marcus Sammet

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** AXT **

von

~ Marcus Sammet ~





Kurz zur Geschichte:

Ein Obdachloser findet auf seinem heiligen Schlafplatz eine brutal verstümmelte Frau.
Solche Verletzungen haben selbst die erfahrenen Polizisten noch nicht gesehen.
Kommissar Sperber und sein Kollege Bünder fangen an zu ermitteln und ihnen kommt der Ex-Profikiller Max Hermann in die Quere, der seine spurlos verschwundene Freundin sucht.
Alle haben nur ein Ziel, weitere Frauen zu schützen, damit keiner mehr so etwas widerliches angetan wird. Doch Max ist der Polizei immer einen wichtigen Schritt voraus auf seiner Suche, durch seine noch bestehenden Kontakte zur Unterwelt.
Wird es Max gelingen seine Freundin rechtzeitig zu finden, bevor auch sie stirbt, oder ist alles schon zu spät?



Meine Meinung:

Marcus Sammet ist es wieder einmal gelungen, mich mit seinem neuesten Thriller an den Rand des Wahnsinns zu treiben.
Spannend vom ersten Satz an und ich wurde wieder atemlos durch die Story und über die Seiten gejagt.
Ich konnte das Buch nicht aus Hand legen, bis ich endlich auf der letzten Seite angekommen war und wusste wer überlebt und wer nicht.


Diesmal sind die Täter-Charaktere sehr im Vordergrund, was mir ausgesprochen gut gefallen hat, da man auf diesem Wege ihre Denk- und Vorgehensweise mit verfolgen kann. Als *normal* denkender Mensch sind diese aber nicht nachvollziehbar, so krank und widerlich sind die Taten und die damit verbundenen Qualen der Opfer beschrieben. Beängstigend diese Ausweglosigkeit und beklemmend, wenn man lesen muss wie um das Leben gebangt wird, aber gleichzeitig bekommt man den Tod vor Augen geführt, es gibt kein Entkommen.

Krasse und sehr detaillierte Beschreibungen der Taten, mit
Einzelheiten die Fans solches Genres leicht vertragen werden, aber Liebesromanleser könnten einer Ohnmacht nahe kommen.


Sehr eindringlich und besonders finde ich die perfiden Gedanken der Gruber-Brüder, wenn sie an früheren Opfern üben um endlich die Perfektion zu erreichen, die ihre perversen Gelüste befriedigen.
Und dann leben sie nebenher einen fast normalen Alltag, führen ihre Geschäfte, gehen aus, amüsieren sich, während in ihrem Kellerversteck die Opfer um ihr Leben bangen und Qualen erleiden, die sich keiner vorstellen kann.


Ein knallharter, spannender Thriller, für Leser mit starken Nerven, die nichts schocken kann und die einen Hang zu ungewöhnlichen Mordmethoden haben,
die sind mit AXT* von Marcus Sammet sehr gut beraten.



Das Buch bekommt von mir: ★ ★ ★ ★  Sterne

Danke an die liebe Brigitte, die mich hier zitiert und es zu einem schönen Gesamtbild zusammengesetzt hat. Kann sich sehen lassen. :-)



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Dienstag, 26. April 2016

~~ Premiere als Testleserin ~~




Ich bin stolz und freue mich so, das ich als Testleserin, des in Kürze erscheinenden neuen Thrillers, 

*AXT*
von 
Marcus Sammet

mitmachen durfte.

Erstmal war ich vollkommen überrascht, da ich mit sowas NIEMALS gerechnet hätte und dann stolz, dabei zu sein.


VIELEN DANK an Marcus und Brigitte für Euer Vertrauen !!!




Hier ein kleiner Anreiz für Euch:

Puuuh, zieht Euch warm an. 
Für Fans von knallharten und spannenden Thrillern sehr zu empfehlen. Mit krassen Taten, Opfern die um ihr Leben bangen, aber den Tod vor Augen haben und miterleben müssen, wie langsam das Leben aus ihnen weicht. 

Das Buch machte den Tag zur Nacht und die Nacht zum Tag, bis ich es endlich durch hatte, denn vorher konnte ich es nicht aus der Hand legen.

Also, seit gespannt und legt Euch gute, starke Nerven zu !!!



Montag, 25. April 2016

Der Engelmacher von Frankfurt - Alexander Schaub


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*Der Engelmacher von Frankfurt*
~ Alexander Schaub ~

*Der Engelmacher von Frankfurt* macht seinem Namen alle Ehre. Mehrere Frauen werden brutal ermordet in Frankfurt aufgefunden. Ihnen allen wurde die Zunge rausgeschnitten, eine kleine Babyschlange in den Mund gesteckt, die Lippen zugenäht und zusätzlich wurden sie mit Engelsflügeln ausstaffiert. Das Ermittlerteam um Andrea Lamprecht und Stefan Carstens ermittelt, aber zusätzlich schaltet sich noch Tom Martini ein. Ein Ex-Kollege, der nun als Privatermittler tätig ist und einen recht freundschaftlichen Bezug zu allen toten Frauen hatte.
Das Debüt von Alexander Schaub braucht sich nicht zu verstecken. Ihm ist ein Krimi (ich würde schon fast Thriller sagen) gelungen, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Als Extra kommt noch hinzu, das ich die meisten Orte, die im Buch vorkommen, persönlich kenne und das machte nochmal seinen Reiz aus.
Die Kombination aus einem Privatermittler der mit seinen Ex-Polizei-Kollegen versucht den Fall zu lösen, fand ich sehr gelungen. Alle Personen haben ihr persönliches Päckchen zu tragen und auch das Privatleben kommt nicht zu kurz.
Der Täter wird namentlich nicht erwähnt, nur als ER tritt er in Erscheinung bis zum Ende des Buches, und das animiert zum Miträtseln, auch wenn man sehr oft, vom Autor, auf die falsche Fährte gelockt wird. Sehr irreführend, aber sowas mag ich.
Die Täter-Kapitel sind gut geschrieben, wie ER tickt, denkt, fühlt, so bekommt man einen Einblick in seine Psyche und die widerlichen Taten. Also nichts für Leser mit schwachem Magen, da schon recht ansehnlich beschrieben wird, was ER alles mit den Frauen anstellt.
Wer viele Leichen mag (laut Aufzählung sind es 14 Stück), eine Story mit unerwarteten Wendungen und falschen Verdächtigen und ab und zu humorigen Sätzen, der kommt bei diesem Debüt voll auf seine Kosten.
Das Ende schreit nach einer Fortsetzung, die laut Autor in Arbeit ist und das lasse ich mir auf keinen Fall entgehen.


 
Das Buch bekommt von mir: ★ Sterne 

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Guter Mann im Mittelfeld - Andrei Mihailescu

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*Guter Mann im Mittelfeld*
~ Andrei Mihailescu ~


Das Buch spielt in den 80er Jahre in Rumänien.
Stefan ist Journalist und lernt durch Zufall Raluca kennen, die Ehefrau eines Parteisekretärs. Die beiden fangen eine heimliche Beziehung an, bis sich Raluca scheiden lässt und Stefan Mord und Dokumentenmißbrauch unterstellt wird und er somit für Jahre ins Gefängnis muss. Um ihn aus dem Verkehr zu ziehen, ist jedes Mittel recht. Wird die Liebe ihn das Gefängnis und die Folter dort überstehen lassen? Wird danach ein Leben mit Raluca möglich sein?

Der Autor beschreibt die beklemmende Atmosphäre zur damaligen Zeit Rumäniens sehr eindringlich, dunkel und anschaulich. Man denkt sofort, nein, da möchte ich damals nicht gelebt haben, aber die Menschen kannten es nicht anders. Nicht auffallen, machen was von einem verlangt wurde, keinen Widerspruch leisten, keine eigenen Entscheidungen treffen. Die Beeinflussung und Einschüchterung der Bevölkerung ging bis in die eigenen vier Wände. Wer ist Freund, wer ist Feind? Der Freund könnte aber auch zum Feind werden. Wem kann ich was anvertrauen? Wen schweige ich lieber an? 
Diese ganzen Facetten finde ich sehr eindrucksvoll beschrieben und lassen einen beim Lesen des Buches nicht los. 
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und das Buch vereint Spannung, Liebe und Geschichtliches ohne dabei langweilig oder zu kompliziert zu erscheinen. Mich hat es animiert, mich mehr mit der damaligen Geschichte des Landes zu beschäftigen.



 
Das Buch bekommt von mir: ★ Sterne  



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Zerschunden - Michael Tsokos

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*Zerschunden*
~ Michael Tsokos ~
(Band 1 mit Fred Abel)

Ältere Damen, die alle in der Nähe von Flughäfen wohnen, werden von einem Mann unauffällig bis vor deren Haustür verfolgt. Beim Aufschliessen der Türe schubst der Täter die Damen in den Flur, erwürgt sie, zieht sie aus, versieht die Leichen mit seiner Lippenstiftsignatur *Respectez Asia*, zieht die Leichen wieder ordnungsgemäß an, durchsucht die Wohnungen nach Wertgegenständen und haut dann wieder ab. Rechtsmediziner Fred Abel bekommt diesen Fall auf seinen Tisch.
Ins Visier der Ermittler gerät ein alter Freund Abel's aus Bundeswehrzeiten, diesen nehmen sie zwar fest, aber ob er es wirklich ist, da bleibt der Leser erstmal im Ungewissen. Wird es Abel gelingen Jens Moewig zu entlasten, damit der seine leukämiekranke 12jährige Tochter Lilly, die im Sterben liegt, noch einmal sehen kann? Bekommt Fred Abel den echten Mörder der europaweit seine Kreise zieht?
Beim Lesen merkt man sofort das der Autor weiß worüber er schreibt. Fachliche Ausdrücke, aber sehr verständlich für den Leser.
Die Charaktere sind auch keine Superhelden, sondern wirklich Menschen, die man sich auch als Kollegen von Herrn Tsokos vorstellen kann. Fred Abel hat das Zeug zu einem Serien-Charakter, wie man ja auch in der Danksagung am Ende des Buches lesen kann.
Zudem finde ich es spannend zu erfahren wie sehr man sich beim tollen Cover täuschen kann, denn das es keine echte zusammengenähte Haut ist sieht man eh nicht richtig, aber was es wirklich ist, macht es noch faszinierender. Eine logische Verknüpfung von verschiedenen Erzählungen und Gedankengängen lassen den Leser nicht in der Luft hängen.
Ein True-Crime-Thriller für Leser mit starken Nerven die detaillierte Beschreibungen von Verletzungen und Morden nicht abschrecken.
Und ein Ende mit dem man nicht gerechnet hat.
Herr Tsokos hat mit diesem Buch bewiesen, das er auch alleine einen spannenden Thriller schreiben kann.


Das Buch bekommt von mir: ★ Sterne 

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Die Sehnsucht des Vorlesers - Jean-Paul Didierlaurent

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*Die Sehnsucht des Vorlesers*
~ Jean-Paul Didierlaurent ~

Guylain Vignolles, 36 Jahre alt, wohnhaft in einem Pariser Vorort arbeitet bei einer Altpapier-Recycling-Firma. Jeden Morgen fährt er mit demselben Zug, zur selben Zeit, auf demselben Sitzplatz 20 Minuten zu seiner Arbeit. Während dieser Zeit liest er laut den Pendlern zusammenhanglose Seiten vor, die er vor der Schreddermaschine *Die Bestie* an seinem Arbeitsplatz täglich rettet.Egal ob aus Krimis, Romanen oder auch Rezepte. Der Job widert ihn an, da er Literatur töten soll. Guylain hat nur wenige Freunde und schwindelt seiner Mutter beim wöchentlichen Telefonat sein ausschweifendes und abwechslungsreiches Leben vor. Bis er morgens im Zug einen USB-Stick findet mit den Eintragungen von Julie, einer Klofrau die in einem großen Einkaufszentrum arbeitet. Guylain liest alle 72 Eintragungen, einige liest er auch morgens im Zug den Pendlern vor. Er fühlt sich mit Julie verbunden und macht sich auf die Suche nach ihr. Wird er sie finden und wird es Julie genauso ergehen wie Guylain? Werden sie sich verlieben?
Mit Guylain hat der Autor einen wundervollen Charakter erfunden, der einem sofort symphatisch ist. Man leidet mit ihm, wenn er Bücher zerschreddern soll, da man selbst gerne lesen tut. Die Unzufriedenheit seines Jobs, die Freundschaft zu Guiseppe und Yvon lassen den Charakter echt und lebendig rüberkommen. Man ist als Leserin richtig erleichtert als Guylain die Liebe für sich entdeckt, die Welt bunter wird und er hoffnungsvoller in die Zukunft sieht.
Ein Roman mit Tiefgang, aber auch mit Liebe und Humor.


Das Buch bekommt von mir: ★ Sterne 

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Feuermann - Torkil Damhaug

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*Feuermann*
~ Torkil Damhaug ~

Ein Feuerteufel legt mehrere Brände. Im ersten sterben einige Pferde und im weiteren Verlauf auch Menschen. Beim Anblick des Feuers ergötzt sich der Feuermann. Irgendwie ahnt man als Leser schon, wer der Täter sein könnte. Hinzu kommt noch die Verbindung zwischen der Freundschaft eines norwegischen Jungens und eines pakistanischen Mädchens. Diese Liebe wird im Kreise der Familie des Mädchens nicht gerne gesehen und die Brüder und Familienmitglieder wollen Karsten einschüchtern, damit er von Jasmeen lässt. Doch Karsten schließt sich einer Gruppe an, die die pakistanische Gang in Schach halten will. Bis Karsten eines Tages verschwindet und nie mehr auftaucht.
Bis zum zweiten Teil des Buches, welches dann 8 Jahre später weiter geht, finde ich die Story sehr chaotisch, man sieht keine direkten Zusammenhänge und ich war schon kurz davor abzubrechen. Aber dann, als Karstens Schwester Synne, sich mit dem Verschwinden ihres Bruders beschäftigt kommt langsam etwas Struktur und Fahrt in die Story. Doch wieso fängt sie erst nach 8 Jahren damit an? Die Polizei scheint ihre Arbeit auch nicht ernst zu nehmen. Die Polizisten kommen mir vor wie gelangweilte Beamte, die sich durch Synne nur gestört fühlen. Das ist doch schon recht unrealistisch.
Kein Buch, welches man kaum aus der Hand legen kann und und wo man denkt, das muss ich unbedingt zu Ende lesen.


Das Buch bekommt von mir: ★ Sterne

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Scherbenseele - Erik Axl Sund

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*Scherbenseele*
~ Erik Axl Sund ~
(Band 1 mit Jens Hurtig)

Auf den ersten Seiten werden die mitwirkenden Charaktere in einzelnen Kapitel vorgestellt und gleich da könnte man den Überblick verlieren. Ein Gewirr von Namen.
Die typische düstere und melancholische Stimmung der skandinavischen Autoren kommt dagegen sehr gut rüber, aber das hängt auch alleine schon mit dem Thema der vielen Suizide zusammen.
Der Sprung zwischen den Kapiteln, in denen es immer um eine andere handelnde Person geht, lässt bei mir keinen durchgängigen Lesefluß entstehen. Es wirkt so abgehakt und zusammengesetzt wie ein Puzzel.
Kein Charakter konnte mich so richtig in seinen Bann ziehen und mich damit durch die Geschichte leiten. Bis auf den Kommissar Jens Hurtig blieben mir alle Charaktere etwas oberflächlich und unpersönlich.
Durch die sehr kurzen Kapitel, die sich durch das ganze Buch ziehen, habe ich mich regelrecht gehetzt gefühlt beim Lesen.
Als Psycho-Thriller könnte man es schon bezeichnen, aber mir fehlte es etwas mehr an Spannung.
Es ist aber für mich kein Buch, wo ich die weiterführende Serie unbedingt verfolgen muss.


Das Buch bekommt von mir: ★ Sterne

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Die Frau an der Schreibmaschine - Suzanne Rindell

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*Die Frau an der Schreibmaschine*
~ Suzanne Rindell ~

Rose arbeitet als Schreibkraft bei der Polizei in New York.
Sie führt privat ein ruhiges Leben. Teilt sich in einer Pension ein Zimmer mit einer anderen Frau und auch sonst ist sie zurückhaltend und fleißig.
Bis die neue Kollegin Odalie in ihr Leben tritt. Diese lebt so ein ganz anderes Leben, welches damals in den 1920er Jahren, nicht so gern gesehen wurde. Odalie raucht, trinkt, lebt alleine in einem Appertment eines Hotels und vertreibt sich die Abende mit viel Alkohol in sogenannten *Flüsterbars* und anderen Etablissements.
So nach und nach nähern sich Rose und Odalie einander an und werde gute Freundinnen. Sogar so gute, das Odalie Rose anbietet zu ihr zu ziehen, was diese auch macht.
Rose orientiert sich sehr an Odalie's schillerndem Leben und läßt sich in deren Bann ziehen bis ein Mord geschieht.
Diese Buch kann meinem keinem Genre direkt zuordnen, denn es vereint mehrere. Das Bild der Frauen zum damaligen Zeitpunkt ist sehr gut gelungen und verarbeitet. Der Schreibstil der Autorin läßt sich gut lesen und ist mal was anderes, da sich die Schreibweise sehr an der damaligen Zeit orientiert. Ich finde, das ist sehr gelungen und macht dieses Buch besonders lesenswert.


Das Buch bekommt von mir: ★ Sterne

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