Freitag, 29. Januar 2016

Sturm über dem Meer - Constante Wilken

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* Sturm über dem Meer *
von
~ Constanze Wilken ~



Kurz zur Geschichte:

Sam bekommt den Auftrag eine archäologische Ausgrabung in Borth, an der walisischen Küste zu leiten, dem Heimatort ihrer Großmutter Gwen, bei der sie sich auch in das Cottage einnistet. Etwas abseits der Grabungsstätte  kommt eine verpackte Leiche zum Vorschein, die sich als Sam´s Großvater Arthur identifizieren lässt, der aber angeblich vor 70 Jahren, bei seiner Tätigkeit als Fischer, ertrunken sein soll. Was ja nun nicht sein kann, da er in Folie verpackt ist und die Polizei bei ihren Untersuchungen feststellt, das er erschlagen wurde. Wird man nach dieser langen Zeit noch den Täter ermitteln können? Lebt dieser überhaupt noch? Sam begibt sich auf die Spuren der Vergangenheit und findet auch noch ihre große Liebe. 


Mal wieder ein wunderbarer Roman von Constanze Wilken. Ihr wunderbarer Schreibstil und die örtlichen bzw. die Naturbeschreibungen, machten für mich auch dieses Buch wieder sehr lesenswert. Man sah beim Lesen förmlich vor sich die schön beschriebenen Cottages, die kleinen Ortschaften, die Küste und das wilde Meer.

Sehr harmonisch passen sich die erzählerischen Rückblenden in die Geschichte von heute ein. Sehr anschaulich wird das damaligen Leben der einfachen Menschen beschrieben, die ihr Leben so gut es ging lebten und zufrieden waren mit dem was sie hatten.

Sehr interessant sind auch die Abschnitte, die sich mit dem versunkenen Königreich beschäftigen, dazu diese mystische Atmosphäre. Sehr passend, gut beschrieben und recherchiert. Das hat mich animiert, mich selbst noch etwas mehr mit diesem Thema zu beschäftigen.

Wer Romane mit Spannung mag, etwas mystisch angehaut, mit Erzählungen die auch in die Vergangenheit gehen und Liebesgeschichten aus dem "Damals" (1950) und dem "Heute" (2014), die nicht kitschig, sondern real und nicht übertrieben wirken, der kommt mit diesem tollen Schmöker vollends auf seine Kosten.


Das Buch bekommt von mir: ★ Sterne 

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Samstag, 23. Januar 2016

Der Tanz der Schäfflerin - Yngra Wieland

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*Der Tanz der Schäfflerin*
von 
~ Yngra Wieland ~


Jakoba, die Tochter eines Schäfflers (Fasshersteller) lebt in München während die Pest ausbricht. Um den Menschen wieder Lebensmut und Fröhlichkeit zurück zu bringen, überredet sie ihren Vater den Zunfttanz der Schäffler wieder aufleben zu lassen.
Da aber nur Männer diesen Tanz aufführen dürfen, lässt sich Jakoba was einfallen um mit abgeschnitten Haaren und in der traditionellen Schäfflertracht nicht als Mädchen aufzufallen. Nur einmal möchte sie mittanzen. Doch beim Auftritt erkennt Anni, die von Jakoba im Spital betreut wurde, sie wieder und schreit dies hinaus. Jakoba´s Verstoß gilt als Entweihung des Tanzes und sie wird als Hexe in den unterirdisch liegenden Hexenturm eingesperrt. Doch mit Hilfe gelingt ihr die Flucht. Auf dieser lernt sie Sylvester kennen, der eigentlich selbst genug mit sich und der Verarbeitung seines Lebens im grausamen Waisenhaus zutun hat. Doch er will Jakoba helfen zu beweisen, das sie keine Hexe ist. 


Eindringlich und beklemmend beschreibt Yngra Wieland die Zeit des Pestausbruchs, die vielen Toten, die tagelang Dahinsiechenden und das einfache Leben der normalen Bürger.

Man leidet förmlich mit Jakoba, die einem sofort zu Beginn des Buches ans Herz wächst. Leider kommen auch die gemeinen Charaktere nicht zu kurz, die einem beim Lesen schonmal zur Weißglut treiben können und somit auch als sehr gut beschrieben in der Geschichte ihr Unwesen treiben.

Beängstigend beim Lesen sind auch die Gräueltaten, die Foltermethoden und der Umgang mit Frauen, die einfach benutzt und missbraucht wurden. Aber das kann man leider nicht beschönigen, denn es gehörte zur damaligen Zeit und wurde in die Geschichte mit eingeflochten.

Wer einen historischen Roman, mit gut recherchierten Fakten, mit Liebe, Spannung, Verrat und Tradition mag, kommt mit diesem Buch voll auf seine Kosten. 


Das Buch bekommt von mir: ★ Sterne 

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Mittwoch, 20. Januar 2016

Marie spiegelt sich - Isabella Archan

*Marie spiegelt sich*
~ Isabella Archan ~

Es handelt sich hier um einen Krimi der in Köln spielt und es ist der zweite Band um die österreichische Kommissarin Willa Stark. Zum Lesen dieses Buches bedarf es keiner Vorkenntnisse des ersten Bandes.

Kurz zur Story:
ES entführt ein Mädchen in eine Schrebergartenlaube, aber die 13jährige Tessa kann durch eine Unachtsamkeit von ES fliehen, kommt aber kurz nach der Flucht zu Tode. 
Nun erlebt man als Leser/in wie ES wieder auf die Suche nach einem neuen Opfer 
geht. Ins Visier gerät die 13jährige Marie. Sie wird von ES aus der Schule entführt und auch wieder in besagter Laube gefangen gehalten. 
Willa Stark und ihr Team ermitteln, Werden sie Marie noch lebend finden und befreien können?

Spannend finde ich den Charakter von ES. Bis zum Schluss wird kein Name genannt und man bleibt anfangs im Ungewissen ob ES ein Er oder eine Sie ist. Beim Lesen spürt man förmlich den Drang von ES, wieder ein Opfer zu finden. Skrupellos treibt sich ES durch das Buch bis ein Zufall alles ins Wanken bringt und ES ins Visier der Polizei gerät.

Das Leiden von Marie, dem zweiten Entführungsopfer, wird sehr eindringlich und beängstigend beschrieben. Man spürt beim Lesen förmlich ihre Angst, aber auch ihre innere Stärke das alles durchstehen zu wollen. Wenn mir in diesen Abschnitten auch oftmals manche Sätze und Beschreibungen zu kurz und zu abgehackt rüber kamen, aber gerade das macht dann auch wieder diese ausweglose Situation extrem klar und deutlich, in welch misslicher Lage sich Marie befindet. 
Die wechselnden Perspektiven zwischen Täter/in ES und dem Opfer Marie, machen dieses Buch alleine schon sehr lesenswert.
Auch die Personen, die sich etwas außerhalb dieser Story bewegen, sind gut ausgearbeitet und beschrieben. 

Wer Krimis liebt, mit einer spannenden Story die sich bis zum Ende hin durchzieht und dann mit einem logischen Ende gekrönt wird, der kommt hier voll auf seine Kosten.



Das Buch bekommt von mir: ★ Sterne 


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