Montag, 21. August 2017

Mord in Ditzum - Susanne Ptak





** Mord in Ditzum **

von


~~ Susanne Ptak ~~



Ostfriesland-Krimi
Band 5
200 Seiten
erschienen
am
11. August 2017
im
KLARANT Verlag




Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Grauenhaftes erschüttert die sommerliche Idylle des ostfriesischen Fischerdorfs Ditzum. Am Ufer wird die Leiche einer Frau entdeckt – das blonde Haar verfärbt vom Blut. Theda Borchers ist sich sicher: Es handelt sich bei der Toten um ihre Nichte Famke aus Ditzum. Doch die ist offiziell vor zwölf Jahren als vierzehnjähriges Mädchen bei einem Unfall ums Leben gekommen… Was ist damals wirklich geschehen? Das ganze Dorf scheint sich gegen die Ermittlungen zu sperren, düstere Geheimnisse liegen in der Luft, aber alle halten dicht. Verzweifelt bittet Theda ihre Freundin Dr. Josefine Brenner um Hilfe, und sofort macht sich die Rechtsmedizinerin im Ruhestand auf nach Ostfriesland. Mit ihren unorthodoxen Ermittlungsmethoden geht Josefine der Sache gemeinsam mit der hiesigen Polizei auf die Spur. Nach und nach fördern die Ermittler eine ganze Serie an Verbrechen zutage, als der Täter erneut zuschlägt.



Meine Meinung
Dies ist Band 5 der Josefine Brenner-Reihe und ich finde, man kann dieses Buch auch unabhängig von den vorherigen Bänden lesen, denn die Personen werden alle kurz in den jeweiligen Zusammenhängen vorgestellt. Susanne Ptak hat hier einen rasanten Ostfrieslandkrimi geschrieben, der einem wenig Zeit zum Atmen lässt. Kaum eine Seite wo Langeweile aufkommt, das treibt die Story extrem voran und lässt, zum Glück, keine unnötigen und belanglosen Sätze entstehen. Die Protagonisten, und ich finde es sind sehr viele die in der Geschichte vorkommen, sind alle auf ihre eigene Art liebenswert und der Plot um den Kriminalfall fand ich sehr spannend. Bis zum Ende hin wurde meine Meinung, wer denn nun der Täter sei, immer wieder durch raffinierte Wendungen über den Haufen geworfen. So etwas macht für mich einen lesenswerten Krimi aus.



Fazit
Wer Ostfrieslandkrimis liebt sollte sich die Reihe um Dr. Josefine Brenner, Rechtsmedizinerin im Ruhestand, unbedingt einmal näher anschauen. 




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Samstag, 19. August 2017

Blutpsalm - Meredith Winter



** Blutpsalm **

von


~~ Meredith Winter ~~



Ladythriller
208 Seiten
erschienen
am
02. August 2017
im
SOMMERBURG - Verlag



Kurz zum Inhalt
(lt. Verlagsseite)
Sommerburg – eine verschlafene 800 Seelengemeinde, irgendwo im Norden Deutschlands. Ein Dorf, dessen Bewohner so akkurat und tadellos wie aus einer Reklame zu sein scheinen. Bis zu dem Tag, an dem eine brutale Mordserie den Ort erschüttert und Jonathan, der junge Pastor, sich in eine Prostituierte verliebt. Während die männlichen Bewohner nach und nach tot mit einem Fleischermesser in der Brust aufgefunden werden, zeigen die Einwohner allmählich ihr wahres Gesicht. Und auch Jonathan muss vor seiner Gemeinde zugeben, dass er bei Weitem nicht so fromm ist, wie alle bisher geglaubt haben. 



Meine Meinung
Dies war mein erster Ladythriller und ich kann sagen, das ich sehr überrascht war und mich kurzweilig unterhalten gefühlt habe. Die 208 Seiten waren für mich schnell durchzulesen, zudem haben einige Cliffhanger an den Kapitelenden, die Geschichte sehr gut vorangetrieben. Schreibstil, Cover und der Verlauf der Story passen gut zusammen.
Aber trotz einiger, spannenden Krimiszenen, steht die Liebesgeschichte von Pastor Jonathan und der Prostituierten Marlene im Vordergrund. Etwas gestört hat mich nur, das Beide oft zu zickig waren und sich dann nicht mehr wie Erwachsene, sondern eher wie Teenager verhalten haben. Das Verhalten könnte man aber auch auf die Vorgeschichte der beiden Hauptprotagonisten beziehen, denn beider Leben war nicht einfach bis zu dem Zeitpunkt, als sie sich durch ein dummes Missverständnis, über den Weg liefen. Am besten gefallen haben mir die Abschnitte in denen es um die psychisch kranke Kathrin ging, die nicht ohne zu sein scheint. Hier hätte man noch tiefer in ihre Gedankenwelt eintauchen können. 
Ab etwa der Mitte der Geschichte war klar, wer die Männer des Dorfes umgebracht hatte. Das hat aber der Spannung keinen Abbruch getan, denn damit war noch kein Dorffrieden wieder hergestellt. 


Fazit
Mein erster Thriller, mit einer gehörigen Portion Liebe, Erotik und einer ungewöhlichen Beziehung zwischen Pastor und Nutte. Lesenswert, aber an manchen Stellen hätte die Autorin etwas tiefgründiger und eindringlicher sein können. Wer gerne Bücher liest, die Spannung und Erotik vereinen, der sollte mit dieser Geschichte gut unterhalten sein.




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Freitag, 18. August 2017

Grandhotel Angst - Emma Garnier




** Grandhotel Angst **

von

~~ Emma Garnier ~~


Historischer Krimi
320 Seiten
erschienen
am 14. August 2017
im PENGUIN - Verlag



Informationen zum Hotel
Zu Beginn des Buches sind auf der Innenseite Bilder des Hotels im Heute und Damals abgedruckt, denn das Hotel gab es wirklich. Die Autorin, Emma Garnier, wohnte während eines Urlaubs direkt nebenan und war sofort fasziniert von diesem Gebäude. Sie begann zu recherchieren und war so begeistert, das sie unbedingt eine Geschichte darüber schreiben wollte und so entstand dieser wundervolle Roman. 




Kurz zum Inhalt
(lt. Verlagsseite)
Italien, März 1899. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist von dem großartigen Gebäude, dem exotischen Hotelpark und dem Blick aufs funkelnde Meer fasziniert. Doch zu ihrer Überraschung kennt Oliver nicht nur bereits das Personal und einige Gäste, sie scheinen auch Geheimnisse zu teilen. Als ein Hotelgast überraschend verstirbt, beginnt Nell, nachzuforschen. Und stößt auf eine Geschichte von Schuld und Verrat – und auf eine unheimliche Legende, die sie in ihren Bann zieht. Bis sie plötzlich selbst im Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu haben.




Meine Meinung
Diesen Roman habe ich von einem Tag auf den anderen gelesen, denn ich war sofort von diesem Ambiente des Grandhotels fasziniert. Eine wundervolle Kulisse für einen historischen Roman. Allein schon die Beschreibungen wie es dort ausgesehen hat sind gut vorstellbar. Weißer Marmor, Säulen und hohe Decken, zudem stuckverzierte Bögen und eine elegante, breite, mondäne Treppe in die oberen Stockwerke. Beim Lesen spürte ich richtig das Flair der alten, prachtvollen Zeit und ich hörte die Wellen sich an den Felsen brechen. Die Autorin kann hervorragend Orte, Landschaften und Charaktereigenschaften beschreiben, so das man vollkommen gefangen genommen wird. 
Als Hauptprotagonistin begleitet man Eleonore Dickinson, kurz auch Nell genannt, durch die Geschichte. Nach ihrer überstürzten Hochzeit mit dem Kunsthändler Oliver verbringen sie ihre Flitterwochen im Grandhotel Angst in Bordighera, Italien. Doch kaum angekommen verhält sich Oliver Nell gegenüber verschlossen und verstrickt sind in Widersprüche, so das Nell immer mehr ein ungutes und beklemmendes Gefühl bekommt, ob sie das richtige getan hat. Eines morgens liegt Oliver im Hotelbett, ist mit Blut überströmt und Nell hält ein Messer in der Hand mit einer blutigen Klinge. Ab diesem Zeitpunkt ist nichts mehr wie es war und Nell muss sich entscheiden, wem sie glauben und vertrauen kann und wem nicht. Doch das ist nicht so einfach, in einem fremden Land, dessen Sprache sie nicht spricht und wo sie niemanden kennt. Hinzu kommt der Gruselfaktor, wenn über die vorherige Besitzerin des Grundstücks gesprochen wird, auf dem das Hotel nun steht. Diese soll nachts durch das Hotel streifen und Angst verbreiten, nachdem sie ihren Grund und Boden nicht freiwillig verkaufen wollte und so dem Grundstein des Hotelbaus um Wege stand. Das Ende hat mir sehr gut gefallen und lässt mir als Leserin den gedanklichen Freiraum wie es mit Nell weitergehen könnte. 



Fazit
Ein historisch spannend geschriebener Krimi, mit einigen Gruselelementen die sich mit dem Rest der Geschichte gut verbunden haben. Mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen, vor allem das Hotel Angst hat es mir angetan und mich restlos fasziniert.




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~ Interessante Link´s ~


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~ Buchtrailer ~





















Donnerstag, 17. August 2017

Das Erdbeermädchen - Lisa Stromme





** Das Erdbeermädchen **

von

~~ Lisa Stromme ~~



Historischer Norwegen-Roman
352 Seiten
erschienen
am
13. Juni 2017
im 
HEYNE Verlag




Kurz zum Inhalt
(lt.Verlagsseite)

Sommer 1893. Die Bewohner von Åsgårdstrand, einem malerischen Fischerdorf an der norwegischen Küste, bereiten sich auf die Ankunft ihrer reichen Sommergäste vor. Die junge Erdbeersammlerin Johanne soll den Sommer über als Dienstmädchen im Hause des Admirals Ihlen arbeiten. Johanne freundet sich mit Tullik, der impulsiven Tochter des Admirals, an. Als diese eine verbotene Affäre mit dem noch unbekannten Edvard Munch beginnt, der geächtet am Rande des Dorfes lebt, drohen ihre Freundschaft und der bürgerliche Friede in Asgardstrand daran zu zerbrechen.



Meine Meinung
Das Buch hat mich alleine schon dadurch neugierig gemacht, weil die Geschichte in Norwegen angesiedelt ist und wieder einmal haben schon die Naturbeschreibungen diesen Roman lesenswert gemacht.
"Das Erdbeermädchen" ist das Debüt der Autorin Lisa Stromme und neben den historischen Fakten hat sie den Maler Edvard Munch zu einer der Nebenfiguren auserkoren. Der Maler wurde 1863 in Norwegen geboren und starb im Jahr 1944 auch dort. In dieser Geschichte agiert er als verschrobener, noch völlig unbekannter Maler, vor dem sich die Damenwelt in Acht nehmen soll. Doch wie es kommen muss, verliebt sich Tullik, die Tochter des Admirals Ihlen, in Munch und setzt damit ihre Freundschaft zu Johanne auf´s Spiel, die als Dienstmädchen im Haus der Ihlen´s angestellt ist. Die Freundschaft bekommt Risse und der bürgerliche Frieden droht zu zerbrechen. Die Charaktereigenschaften der jungen Frauen sind gut vorstellbar und fein hervorgehoben. Die Gefühlsebenen und die nicht ausgesprochenen Gedanken, hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht, um den beiden jungen Frauen noch näher zu kommen. 
Aufgrund des Covers könnte man denken, es wäre ein sommerlicher und leichter Roman, doch Vorsicht, so ist es nicht. Mir kam der Inhalt oftmals eher düster und beklemmend vor. Es kommen keine großartigen Geschehnisse vor, sondern man treibt durch einen historischen Sommer in Norwegen. 
Welcher Satz mir sehr gut gefallen hat war von Edvard Munch, wie er Johanne das sich Fallen lassen beim Malen beschrieb: "Male was Du fühlst, nicht was Du siehst."  



Fazit
Die Hauptthemen dieses Romanes sind: die Kunst, die Malerei, eine geheime Liebe, Freundschaft, Verrat, Lüge und ein dunkles Ende. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, wenn man an dieser oder jener Stelle der Geschichte auch etwas hätte tiefgründiger sein können.

Montag, 14. August 2017

Grausames Erbe - LS Hawker




** Grausames Erbe **

von

~~ LS Hawker ~~



Thriller
368 Seiten
erschienen
am 06. Februar 2017
im HARPER COLLINS Verlag





Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Seit 18 Jahren lebt Petty wie eine Gefangene in ihrem Zuhause. Ihre Tage werden durch eintönige Arbeit auf dem einsamen Schrottplatz und knallhartes Überlebenstraining bestimmt – alles nur zu ihrem Wohl, wie ihr Vater betont. Als er plötzlich stirbt, scheint sie nun endlich frei. Doch sein eiserner Griff besteht auch über den Tod hinaus. Getrieben von einem unglaublichen Verdacht, macht sich Petty auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und befindet sich mit einem mal auf der Flucht vor der Polizei. Wie gut, dass ihr Vater sie auch für solche Situationen ausgebildet hat.



Meine Meinung
Ein Thriller der etwas anderen Art. Eine Story wo ich fast bis zum Ende im Unklaren blieb wer nun der gute und wer der böse Mann in dieser Geschichte ist. Mit zwei Hauptprotagonisten, Petty und Dekker, die beide in der ICH-Form durch das gesamte Buch getrieben werden, die keine Ruhe haben und sich fortwährend auf der Flucht befinden. 
Das zwei Personen in der ICH-Form geschrieben sind, das hat mich an diesem Buch extrem gestört. Oftmals war nicht gleich klar, wer nun an der Reihe ist. Erst nach einigen Sätzen hatte ich raus, ob es sich um Petty oder Dekker handelte. 
Die Story aber hat mir sehr gut gefallen, vor allem dieses Ungewisse, diese immer wieder sich drehende Handlung, die Überraschungen und Wendungen. Diese Teile sind der Autorin sehr gut und unterhaltsam gelungen.
Zum Glück klärt sich am Ende des Buches alles logisch auf und man kann getrost das Buch zuklappen.
Ich erlebte als Leserin mit, wie Petty sich in ihrer Persönlichkeit wandelt, wie sie mutiger wird, sich aufbäumt, Verantwortung für sich und ihr neues, freies Leben übernimmt und wie sie erste Gefühle für Dekker in sich spürt. Zu Beginn dachte ich ja erst, das sie noch viel verstörter und irrer, aus diesem früher extrem abgeschotteten Leben rauskommt, nach dem Tod ihres Vaters, aber Petty hat sich recht schnell eingewöhnt und lässt sich nichts mehr gefallen und vor allem nicht mehr bevormunden. Eine taffe, junge und starke Frau die endlich selbstbestimmt ihr Leben in die Hand nehmen will.
Spannung und Actionszenen kommen auch nicht zu kurz und zum Ende hin wünscht man Petty, das sie ihr Leben endlich so leben kann und darf wie sie es möchte und sich wünscht.



Fazit
Ein Thriller der mir wirklich eine spannende Lesezeit beschert hat und den ich unbedingt weiterempfehlen würde. Zudem würde die Story sich sehr gut für einen Kinofilm eignen, da ich beim Lesen diverse Bilder im Kopf hatte. 




~ Interessanter Link ~

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