Donnerstag, 14. Dezember 2017

eBook-Verlosung - Alica H. White


Dezember


Heute verlose ich ein eBook, welches mir die liebe

Alica H. White

zur Verfügung stellt.

Und zwar handelt es sich um den Liebesroman

*L(i)ebe lieber ungefährlich*


Klappentext
(lt. Amazon.de)
Band 2 Lea - Liebe ist nichts für Feiglinge.
Dieser Typ ist brandgefährlich, denkt Lea, als sie Tim das erste Mal begegnet. Seine geheimnisvolle Ausstrahlung weckt in ihr ein verbotenes Verlangen, denn sie ist bereits verlobt. Ihren Traum von der eigenen, kleinen Familie möchte sie um alles in der Welt bewahren. Unglücklicherweise stellt sich Tim als ihr zukünftiger Chef heraus, mit dem sie auch noch intensiv zusammenarbeiten muss. Zwangsläufig kommt sie ihm dadurch näher und verfällt immer mehr seinem Charme. Ihre Gefühle geraten in einen Strudel, der droht, sie hinunterzuziehen, denn Tim ist ein Frauenjäger und behauptet von sich, er könne nicht lieben.
Emotionsgeladenes Katz und Maus Spiel mit Tiefgang.
Kann vollkommen unabhängig von Band 1 (Frauke) gelesen werden.

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Beantwortet mir bitte bis
Samstag, den 16.12.2017, 20 Uhr,
folgende Frage:

Welchen Titel trägt Band 1 dieser Serie ?

Schickt mir die Lösung per eMail an:
cschuetz1971@aol.com

Ich werde dann die Gewinnerin oder den Gewinner auslosen und anschreiben.

Ob die Antwort wohl in der unten stehenden Leseprobe zu finden ist?
😉
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~ Leseprobe ~


Mittwoch, 13. Dezember 2017

Bis Du alles verlierst - Adele Parks



** Bis Du alles verlierst **

von

~~ Adele Parks ~~


Thriller ???
480 Seiten
erschienen
am 10.Juli 2017
im
Verlag HARPER COLLINS



Zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Alison hat sich ihr perfektes Leben hart erarbeitet. Sie ist verheiratet mit Jeff, hat ein schönes Haus und eine kluge Tochter: Katherine, das Zentrum von Alisons Welt. Doch dann endet Alisons Leben, so wie sie es kennt. Ein Fremder steht vor der Tür und offenbart ihr eine schreckliche Wahrheit. Vor fünfzehn Jahren wurden seine und ihre Tochter im Krankenhaus vertauscht. Und damit nicht genug. Katherine droht wahres Unheil.



Meine Meinung
Eine Frage vorweg, wo hat sich in diesem Buch der Thriller versteckt? 
Ich habe noch kein Buch gelesen, bei dem das aufgedruckte Genre so weit von der Geschichte entfernt war, wie hier. Das muss ich leider so erwähnen. Statt dessen habe ich zu 99% ein Familiendrama gelesen und bis etwas Spannung aufkam, hatte ich von den 480 Seiten etwa 380 schon gelesen. Ok, thrillermässige Spannung kann man es auch nicht direkt nennen, eher minimales Nervenkitzeln. Obwohl ich zugestehen muss, das man aus dem Ursprungsgedanken der Story wirklich einen Thriller hätte machen können. Hier wäre die Autorin besser gefahren, wenn sie vielleicht zwei Erzählungen hätte nebeneinander herlaufen lassen und sich die beiden Familien nicht so schnell begegnet wären um familiäre Spannungen, Wendungen und etwas Ungeahntes einzubauen. Aber so wurde das eigentliche Rätsel zu schnell und zu unspektakulär verbraten. 
Der Plot wird zum größten Teil aus Sicht von Alison erzählt, mit Rückblicken in ihre, nicht so heile Kinderwelt, und ihre Jugend. Mit ihren negativen Gedanken und mit dem obergluckenhafte Getue hat sie mich sehr oft genervt. Ich bin mit diesem Charakter nicht wirklich warm geworden. Für Alison bricht eine Welt zusammen, als ein Fremder vor der Tür, ihr einen Satz sagt und somit alles auf den Kopf stellt. Die Baby´s wurden kurz nach der Geburt im Krankenhaus vertauscht, Katherine ist nicht Alison´s und Jeff´s biologische Tochter, dafür ist Olivia ihr echtes Kind. Wie erklärt man den Teenagern das? Wie wird man als Eltern damit fertig, 15 Jahre ein "fremdes" Kind groß gezogen und lieb gewonnen zu haben? Kann man "das andere Mädchen", das echte, auch so lieben? Dies alles kristallisiert sich zu einem Familiendrama und hat nichts mit einem Thriller zutun.


Fazit
Klappentext, Cover und der Grundgedanke dieses Plots haben mich sehr angesprochen, doch leider wurde ich extrem enttäuscht.



Leseprobe - Gaby Kaden


Dezember


Heute habe ich eine tolle Leseprobe für Euch
aus dem neuen Ostfriesland-Krimi 

*Küstengötter*

von

Gaby Kaden


Klappentext
(lt.Amazon.de) 
„KOMM, KOMM ZU MIR“, LOCKTE ER HEISER, „KOMMST DU NICHT, WERDE ICH STERBEN …“

Die Liebesnacht am Strand wird für Sanna zur Hölle.
Ihr Geliebter hängt aufgespießt an einem Strandwagen, ein langer Holzstiel ragt aus seiner Brust. Tage später wird der Anführer von „Thorgodins Kindern“, einer sektenartigen Verbindung, tot aufgefunden. In seinem Kopf klafft ein riesiges Loch.
Als kurz darauf in einem Windpark zwei der Ungetüme umfallen, ist Tomke und ihren Kollegen klar: Das war kein Unfall. Schon lange kämpfen Bürgerinitiativen gegen die „Götter des Windes“ … Das Ermittlerteam von der Küste ist gefordert.


~ Leseprobe ~

Unglaublich Hochspannung lag über der Landschaft. Hochspannung und bedrohliche Stille. Es schien, als seien die Vögel plötzlich verstummt. Die Luft knisterte wie elektrisiert. Was in der Ferne geschah, war faszinierend, surreal und durfte eigentlich nicht passieren. Das, was sich vor seinen Augen abspielte, konnte nicht wahr sein. Niemals würde er dieses Ereignis vergessen, niemals würde er es aber auch wirklich in Worte fassen können. Vor einer knappen halben Stunde verließ der Fahrer des weißen Lieferfahrzeuges die Landstraße, um abseits der stark befahrenen Hauptverkehrswege auf einem kleinen Feldweg die Mittagspause zu verbringen. „Heiner’s hessische Spezialitäten“ stand in großen Buchstaben rechts und links an seinem Sprinter. Heiner liebte diese Stelle hier im ostfriesischen Hinterland besonders. Immer wenn er auf Liefertour in Ostfriesland war, nahm er die Gelegenheit wahr, an diesem Platz zu rasten. Der Blick auf das riesige Feld von Windrädern war atemberaubend. Windräder, wohin das Auge blickte. Doppelt so hoch wie der Kölner Dom, vermutete er. Stolz und stark. Der Mann mochte diese monströsen Dinger, die wie riesige Spargel aus der Erde wuchsen, und auch das zischende Geräusch, das ihre Flügel verursachten. Im Laufe der Zeit, so hatte er mit Bewunderung festgestellt, ragten diese Anlagen höher und höher in den Himmel, wurden die Flügel immer größer. Doch nun erlebte er mit Entsetzen, was in der Ferne geschah. Der letzte Tropfen Kaffee war getrunken, Heiner drehte die rote Thermoskanne wieder sorgfältig zu, als vor ihm das Unglaubliche passierte. Langsam, nur ganz vage wahrnehmbar. Er hielt in seiner Bewegung inne, kniff die Augen zusammen und stutzte, denn innerhalb dieses riesigen Windparks kam Bewegung auf. Dabei handelte es sich nicht um das übliche Drehen der Rotorblätter. Nein, es war anders, ganz anders. Zwei dieser Türme bewegten sich, kaum merklich und im Zeitlupentempo, aufeinander zu. Extrem langsam und im ersten Moment fast nicht zu erkennen. Darum glaubte der Mann auch, dass es sich hier um eine Sinnestäuschung handelte. Gebannt schaute er nach vorne, fixierte die Türme ganz genau. „Nein!“, schrie er außer sich auf. „Nein!“ Doch es war keine Täuschung, sie veränderten ihre Lage. Zuerst einer, ganz langsam, Momente später der Nachbarturm. Sie bewegten sich gegeneinander, weiter und weiter, um dann, wie in Zeitlupe, mit den Flügeln aneinanderzuprallen und in sich zusammenzufallen. 

Heiner war geschockt. „Das träume ich doch!“, rief er aus, warf die Thermoskanne auf den Beifahrersitz und sprang aus seinem Fahrzeug. Konzentriert richtete er den Blick nach vorne und beobachtete fassungslos, dass die Ungetüme auf dem Boden aufschlugen. Alles geschah wie in Superzeitlupe. Das dumpfe Geräusch der aufschlagenden Riesen glaubte er bis zu seinem Standort zu hören, das Beben unter den Füßen zu spüren. Nun begrub eine riesige Staubwolke alles unter sich. Wie festgewachsen stand er da und konnte den Blick nicht abwenden. Als sich die Staubwolke gelegt hatte, sah er, dass dort, wo noch vor einer Minute ein geordnetes Feld an Türmen mit drehenden Flügeln zu sehen war, nun ein hässliches Loch klaffte. Ein Loch, das die Symmetrie des Bildes störte. Nichts war mehr wie vorher. Nachdem er sich ein wenig gefasst hatte, für ihn fühlte es sich an, als seien Stunden vergangen, griff er nach seinem Handy und wählte den Notruf. Nur stotternd und in Wortfetzen, unfähig, einen klaren Satz zu formulieren, konnte er der Notrufzentrale seine Beobachtungen mitteilen.


Einige Tage zuvor ...


Sonnwende 

Nur ein leichtes Lüftchen, das in dieser eigenartigen Nacht wie der Hauch eines Federstriches zu vernehmen war, regte sich an der sommerlichen Küste. Ideal für einen nächtlichen Spaziergang in der Sonnwendnacht, mitten im Juni. Doch der Strand schien leer. Gespenstisch ruhig und leer, wie ausgestorben. Fast. Jemand saß auf der Bank direkt an der Küste. Trotz der Sommerwärme trug der Mann die verschlissene Kappe, unter der grau melierte Haare hervorschauten, tief ins Gesicht gezogen. Den Kragen der braunen Arbeitsjacke hatte er ungeachtet der Temperaturen heute hochgeschlagen. Seit fünf Tagen kam er jetzt hierher. Abend für Abend. Nacht für Nacht. Den Kopf nach vorne gebeugt, das bärtige Kinn auf der Brust, saß er auch heute bereits einige Stunden auf dieser Bank am Strand. Zwischen seinen Beinen klemmte ein Gehstock, den knochige Hände fest umklammerten. Schlief er? Wartete er auf etwas, auf jemanden? Oder war er tot? Regungslos, wie er dasaß …? Der Himmel wuchs tiefschwarz aus der See, über und über mit Sternen bedeckt. Der Mond schien zum Greifen nah. Rot wie ein leuchtender Feuerball erhellte er den Strand, trotz seiner ungewöhnlichen Farbe, so, dass man, obwohl tiefste Nacht, genug sehen konnte. Wellen schlugen sanft plätschernd an das Ufer, immer sachter werdend, da die Flut sich schon langsam zurückzog. 

Aus der Ferne näherten sich kurze schnelle Schritte. Das Klacken dünner Absätze war zu hören, zuerst verhalten, dann immer lauter werdend. Eine Frau kam auf die Bank zu. Der Mann hörte sie, regte sich aber nicht. Die Schritte näherten sich, wurden langsamer, verharrten kurz, um dann vorbeizuhuschen. „Bist du das?“, kam es kaum hörbar von der Bank. „Bist du da? Komm zu mir! Komm, komm, komm“, lockte er dann heiser und starrte in die dunkle Nacht. „Komm, gib mir etwas von deinem Leben. Du kannst das, nur du!“ Angst lag in der Luft, verflog aber, je weiter sich die Schritte entfernten. Der Mann drehte den Kopf, schaute der schlanken Gestalt nach. Ihr leichtes Sommerkleid schimmerte gespenstisch, angestrahlt vom einzigartigen Mond, der nur heute, in dieser einen Nacht, in solcher Farbe am Himmel stand. Rot wie Blut. Der Mann hörte, wie die Schritte schneller und dann leiser wurden, die Gestalt in der Dunkelheit verschwand. Nun war es kein Gleichmäßiges Klack, Klack, Klack mehr. Schwer atmend setzte er sich auf. „Komm!“, rief er nun laut, stützte die rechte Hand auf dem Gehstock ab. „Komm zurück! So wie jedes Jahr!“ Der Mann stand auf, schaute zum nächtlichen Horizont und wiederholte: „Komm, komm zu mir!“



Dienstag, 12. Dezember 2017

Leseprobe - Natascha Schwarz


Dezember


©Tanja Prokop


** Absturz ins Leben **
von
~~ Natascha Schwarz ~~



~ Leseprobe ~

Kapitel 3

Der Sog war so stark, dass Lena keine Chance hatte, dagegen anzuschwimmen. Immer weiter zog sie die Strömung ins offene Meer hinaus. Die Felsen, zwischen denen sie noch vor wenigen Minuten im Wasser geplanscht hatte, schienen in unerreichbarer Ferne zu sein. So ist das also, wenn man ertrinkt, dachte sie bei sich. Und wunderte sich, wie gleichmütig sie dabei war. Doch etwas in ihr übernahm plötzlich die Kontrolle und pumpte Adrenalin durch ihre Adern. Ich will nicht sterben!, schoss ihr durch den Kopf. Panisch ruderte sie mit den Armen und hatte dabei keine Ahnung, wo Oben und Unten war. Ein Schwall Wasser drang in ihren Mund ein, und sie hustete und verschluckte sich erneut, als die nächste Welle über sie hinwegrollte. Warum bist du auch immer so leichtsinnig, hörte sie ihre Schwester mit vorwurfsvollem Ton sagen. War sie das wirklich gewesen? Sie hatte sich als gute Schwimmerin eingeschätzt. Sie hatte sich wieder einmal überschätzt. Vergeblich versuchte Lena, mit den Füßen festen Grund zu ertasten. Keine der bei Ebbe sichtbaren Sandbänke und Felsen rettete sie. Das war‘s also. Bye bye schönes Leben.

Eine kräftige Hand packte sie unter der Achsel und zog sie hoch, nachdem wieder einmal das Wasser über ihrem Kopf zusammengeschlagen war. Irritiert riss sie die Augen auf. Sie sah in das sonnengebräunte Gesicht eines jungen Mannes, der bäuchlings auf einem Surfbrett lag und sie auf Spanisch anschrie. Lena verstand nicht, was er sagte. Aber das war ihr egal. Sie wusste jetzt, dass sie nicht sterben würde. Noch nicht. Nicht heute. Ihr Retter zog sie noch ein Stück hoch, und bedeutete ihr, sich an dem Brett festzuhalten.
Dann zeigte er mit der Hand die Kurve, die er beabsichtigte zu paddeln. Lena nickte als Zeichen, dass sie verstanden hatte. Mit kräftigen Armschlägen steuerte ihr Retter das Board um einen großen Felsen herum Richtung Piscina. Lena paddelte mit den Füßen, um ihm so das Vorankommen zu erleichtern. Wenn eine Welle in Richtung Strand rollte, hörte er auf zu paddeln und ließ sich von ihr tragen. Doch sobald sie am Strand ihre Gischt versprühte und die Unterströmung sie wieder hinaus zu ziehen drohte, setzte er seine kräftigen Arme erneut ein. Lenas Blick glitt über seinen muskulösen Körper, der zwar in schwarzes Neopren gehüllt war, ihr jedoch offenbarte, dass dieser Mann kein Gramm Fett an seinem Körper hatte. Seine schwarzen Haare waren etwas länger und hingen ihm in das vor Anstrengung gerötete Gesicht.
Du bist gerade mit viel Glück dem Tod von der Schippe gesprungen, schalt sie sich, und schon starrst du dem erstbesten Mann Löcher in die Haut! Er war nicht der Erstbeste. Er war ihr Retter. Wie war das doch in der asiatischen Welt: Wenn man einem Menschen das Leben gerettet hatte, war man für den Rest seines Lebens für ihn verantwortlich. Oder war es gar umgekehrt?

Lena sah den schwarzen Sand zwischen den Felsen jetzt dicht vor sich. Und sie fand tatsächlich mit ihren Füßen Halt, als sie sie probeweise nach unten hängen ließ. Der Mann ließ sich elegant vom Surfbrett gleiten und drehte sich zu ihr um. Sein Blick war vorwurfsvoll, und obwohl Lena auch jetzt nichts von dem Schwall Worte verstand, den er, schwer atmend in ihre Richtung ausstieß, brauchte sie nicht viel Fantasie, um an seinem Tonfall zu erkennen, dass es keine Nettigkeiten waren. Sie kramte in ihrem Gedächtnis nach den spanischen Worten für eine Entschuldigung und hoffte, dass ihr niedergeschlagener Gesichtsausdruck ausreichte, um ihm zu zeigen, wie peinlich ihr die ganze Geschichte war. Wortreich bedankte sie sich bei ihm und dachte gerade noch daran, ihn nach seinem Namen zu fragen.
„Jorge“, sagte er, wenig erfreut, und warf sich die feuchten Haarsträhnen mit einem Ruck seines Kopfes aus dem Gesicht, dass die glitzernden Wassertropfen nur so flogen.

„Soy Lena“, antwortete sie zitternd, obwohl sie vermutete, dass Jorge keinerlei Interesse an einer weiterführenden Konversation hatte.
„Be careful!“, gab er ihr noch auf Englisch mit auf den Weg, weil er wohl gemerkt hatte, dass Lena keine Einheimische war. Dann legte er sich wieder auf sein Board und paddelte dem offenem Meer entgegen.
Lena schickte ihm noch einen sehnsüchtigen Blick hinterher und erklomm dann mit wackligen Beinen das Ufer. Ein paar Leute hatten die Rettungsaktion verfolgt, und eine Frau kam mit einem großen Badetuch auf sie zu. Jetzt erst merkte Lena, dass sie völlig ausgekühlt war. Dankbar ließ sie sich das Tuch um die Schultern legen und nickte, als die Spanierin ihr mit eindringlichen Worten und ausufernden Armbewegungen die Gefährlichkeit der Meeresströmungen noch einmal klarzumachen versuchte. Auch das nächste Problem schien sich von selbst zu erledigen, denn ein Mann kam auf sie zu, der ihre Sachen in der Hand hielt. Bei ihm bedankte sie sich ebenfalls wortreich und zähneklappernd für die Hilfe. Dann zog sie schnell ihre Hose und ihr Sweatshirt über den nassen Bikini, schnappte ihre Flipflops und legte sich ihr eigenes Handtuch auf die nassen Haare. Sie reichte der Frau deren Badetuch und nickte dem Mann noch einmal zu, bevor sie zur Promenade hochkletterte.

In ihrem Zimmer angekommen, stellte sie sich zuerst unter die heiße Dusche. Das war noch mal gut gegangen! Nie wieder würde sie im offenen Meer baden. Nie wieder würde sie sich so überschätzen. Mit einem Handtuchturban um ihren Kopf und eingewickelt in ein großes Badetuch verkroch sie sich unter ihre Decke und krümmte sich zusammen wie ein Embryo. Bevor sie kurz wegdämmerte, sah sie vor sich die braunen Augen ihres Retters und wünschte sich, ihn unter anderen Umständen kennengelernt zu haben.  



Montag, 11. Dezember 2017

eBook Verlosung - Sandra Pulletz


Dezember



Heute stellt mir die liebe Autorin

Sandra Pulletz

das eBook (im Wunschformat)

*Sallys Weihnachtswunsch*

als Gewinn zur Verfügung



Beantwortet mir bitte folgende Frage:

Wie heißt die Tochter von Mrs. und Mr. Wimbley ?

Kleiner Hinweis:
Die Lösung ist unten in der Leseprobe zu finden. 😉

Die Antwort sendet ihr mir bitte bis:

Donnerstag, den 14.12.2017, 20 Uhr

per eMail an:

cschuetz1971@aol.com

Ich lose dann aus und werde die Gewinnerin oder den Gewinner anschreiben.



~ Leseprobe ~

Sally setzte sich an den Küchentisch und frühstückte. Ihre Eltern waren bereits früh am Morgen außer Haus gegangen, deshalb bemerkten sie nicht, dass Sally unerlaubterweise in der Küche speiste.
»Hier, als kleine Jause für unterwegs.« Margaret reichte ihr eine Papiertüte. Darin war ein ganzer Stapel voller Kekse. Sally lächelte über das ganze Gesicht, umarmte Margaret und ging nach oben, um sich ihren Mantel anzuziehen. Eilig verließ sie das Haus.
»Komm rechtzeitig zurück, Miss Sally!«, rief Elsie ihr nach. Sally war schon zu weit weg, um sie noch zu hören.
Zuerst ging sie zu Ludmilla. Doch die hatte keine Lust, bei dem kalten Wetter rauszugehen. Also zog Sally alleine weiter. Sie lief durch die Straßen und ging direkt zu »Pimms«-Spielwarengeschäft. Vor der Auslage blieb sie stehen und suchte ihre geliebte Puppe. Da stand sie ja! Sie sah so hübsch aus und war besonders wertvoll, denn sie bestand aus Porzellan. Sally würde eine gute Puppenmami sein. Wenn ich sie nicht als Geschenk zu Weihnachten bekomme, dann kaufe ich sie mir eben selbst, dachte sie sich. Sie steckte ihre linke Hand in die Manteltasche und fühlte, ob die Münzen noch darin waren, die sie heute Morgen heimlich eingepackt hatte. Sie hatte das Geld aus ihrem Sparstrumpf geholt, wo sie ihr ganzes Vermögen bunkerte. Seit Jahren! Denn so reich wie ihre Eltern war Sally lange nicht, aber sie sparte jede Münze, die sie geschenkt bekam.

»So viele schöne Sachen gibt es hier!«, hörte Sally neben sich jemanden sagen. Sally drehte sich zur Seite und bemerkte, wie ein Mädchen neben ihr den Kopf gegen die Schaufensterscheibe drückte. Es war die Tochter von Mrs. und Mr. Wimbley. Sally hatte die Familie schon ein paarmal gesehen. Genauer kannte sie die Leute jedoch nicht. Ihre Mutter mied die Wimbleys. Sie trichterte auch Sally ein, dass sie keinen Umgang mit ihnen pflegen durfte. Wenn Sally nach dem Grund fragte, erklärte ihre Mutter jedes Mal nur, die Wimbleys lägen sozial unter dem Niveau von Sallys Familie. Sally wusste nicht genau, was das bedeutete, aber sie traute sich nicht, noch weiter nachzufragen. Vielleicht sollte sie mal bei Margaret nachhaken, mit ihr konnte man prima über Themen jeglicher Art sprechen.

»Wie heißt du?«, wollte Sally wissen.
»Anna.«
»Ein schöner Name. Ich heiße Sally.«
»Willst du hier einkaufen?«, fragte Anna.
Sally nickte.
»Was denn?«, wollte das Mädchen wissen.
»Siehst du die Porzellanpuppe? Die will ich haben!«, antwortete Sally.
»Oh ja! Die gefällt mir auch so sehr. Aber ich könnte mir nie so eine Puppe kaufen.«
Anna machte ein trauriges Gesicht.
»Und, was wirst du dir heute kaufen?«
»Ach, ich kann mir gar nichts kaufen, ich hab kein Geld«, erwiderte das Mädchen und blickte zu Boden.
»Macht doch nichts. Wünsch dir doch das Spielzeug zu Weihnachten!« Sally war von ihrem Vorschlag begeistert. »Das klappt bei mir fast immer.« Dann fiel ihr ein, weswegen sie hier war und dass sie heuer ihren größten Wunsch nicht erfüllt bekäme.
Das Mädchen erklärte Sally: »Weißt du, wir bekommen zu Weihnachten nur selbst gestrickte Socken und Pullis.«