Montag, 20. Februar 2017

Küstennächte - Gaby Kaden



** Küstennächte **

von

~ Gaby Kaden ~


Band 3
Ostfriesland - Krimi
352 Seiten
CW Niemeyer Verlag



 ◦•●◉✿ Kurz zur Geschichte ✿◉●•◦

Im Sielhafenmuseum in Carolinensiel wird eine wertvolle alte Bibel gestohlen, zudem wird dort eine Leiche entdeckt und mysteriöse Blutspuren, die aber nicht zu dem vorgefundenen Toten gehören. Etwas später wird noch eine vergiftete Frau in ihrem Haus entdeckt. Tomke Evers und ihr Team ahnen noch nicht, das irgendwie alles miteinander zusammen hängt. Erst nach und nach, während sie ermitteln, kommt ganz langsam Licht in diesen kuriosen Fall. 



 ◦•●◉✿ Meine Meinung ✿◉●•◦

 Dies ist Band 3 der Serie um Tomke Evers und ihr Team. Es ist ein in sich abgeschlossener Fall, wer aber gerne auch in das Privatleben der Ermittler eintaucht, wird hier zwar immer kurz aufgeklärt über den aktuellen Stand, aber ich als Serien-Fan, bin froh, das ich mit Band 1 gestartet bin und so die Verhältnisse bis zu diesem Fall mitverfolgen konnte.  
 Der Fall ist diesmal in mehrere Taten und Handlungsstränge aufgeteilt, die sich aber sehr gut ergänzen und miteinander verbinden. Was zur Folge hat, das man fast von Beginn an wusste wer was getan hat und warum. Im weiteren Verlauf der Geschichte ist man "hautnah" dabei, wie Tomke und Co, versuchen Verbindungen zwischen den Fällen zu sehen, sie zu lösen und dabei aber immer extrem menschlich und normal bleiben. Ein großes Plus dieser Serie ist, dass das Ermittlerteam keine Superhelden hat, alle sind wie Du und ich.  
 Zudem muss ich der Autorin, Gaby Kaden, ein Kompliment aussprechen, denn ihr Schreibstil und die Personen- bzw. Ortsbeschreibungen haben sich seit dem ersten Band verändert. Zum positiven hin, denn in "Küstennächte" lässt sich alles nun lockerer und flüssiger lesen, es kommt mehr der regionale Bezug zum Vorschein und der Plot erscheint mir runder und stimmiger.  
 Wer Ostfriesland, seine "sturen" Bewohner und einen guten Krimi mag, der sollte sich unbedingt dieser Serie widmen. 




 ◦•●◉✿  Lesenswerte Link´s  ✿◉●•◦

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Samstag, 18. Februar 2017

Die Tote im Siel - Gaby Kaden




** Die Tote im Siel **

von

~ Gaby Kaden ~



Nordsee-Krimi
272 Seiten
Ostfriesland - Verlag



Fall 1
für
Tomke Evers und Carsten Schmied


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Kurz zur Geschichte 
Im beschaulichen Küstenstädtchen Carolinensiel wird in der Harle eine tote Frau gefunden, der eine Hand und ein Fuß fehlen. Komischerweise gehören die Extremitäten aber nicht zu ihr, also muss es irgendwo noch eine weitere Leiche geben. Tomke Evers und Carsten Schmied ermitteln und ihre Spur führt sie in das Seniorenwohnheim "Abendrot", ironischerweise von den Bewohnern des Ortes auch "Abendtod" genannt. Es geschehen noch einige wundersame Dinge und das Ermittler-Team hat alle Hände voll zutun. 
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Meine Meinung 

 Carolinensiel kenne ich wie meine Westentasche. Jedes Jahr haben wir dort Urlaub gemacht und deswegen habe ich mich sehr darüber gefreut, als ich diese Bücher entdeckt habe.  
 Es ist ein klassischer Krimi, der zum Hauptteil aus der Ermittlerarbeit besteht, aber trotzdem noch genügend Raum lässt, um Tomke und Carsten kennen zu lernen. Die beiden passen sehr gut zusammen und ergänzen sich hervorragend, wenn auch Tomke oftmals das Zepter übernehmen muss. Zudem kommen die beiden auch freundschaftlich im Privatleben sehr gut zurecht und es ist schön zu lesen, wie Carsten sich Tomke gegenüber immer mehr öffnet und sich ihr anvertraut, nach seinem schweren Schicksalsschlag. Extrem schräg, aber auf eine liebenswerte Art, sind Oma Jettchen und Tante Fienchen von Tomke. Bei den beiden alten Damen kommen Tomke und Carsten unter, während der Bearbeitung des Falles und die beiden Tratschtanten können mit Informationen aufwarten, die innerhalb des Dorfes so ihre Runden machen. Herrlich, ich hoffe, die beiden alten Ladies kommen auch in den anderen Büchern vor.  
 Etwas mehr Lokalkolorit hätte ich mir gewünscht, aber trotzdem habe ich einige Örtlichkeiten beim Lesen wieder direkt vor meinem inneren Auge gehabt und den Duft der Nordseeluft in der Nase. 
 Neben dem eigentlichen spannenden Kriminalfall kommt hier auch ein Thema zur Sprache, welches sich mit den Umständen in unseren Altenwohnheimen beschäftigt. Dieses Thema trägt einen großen Teil zu den Mordfällen bei und beim Lesen wurde mir recht deutlich aufgezeichnet wie es um das Pflegesystem steht, Alles wird hier problematisch, aber leider auch sehr realistisch, durchleuchtet. Viele Bewohner, bettlägrige Patienten, wenig Personal, schlecht bezahlt, keine Zeit auf individuelle Bedürfnisse einzugehen, die Menschen werden dort einfach abgefertigt. Keiner kann diesen Beruf mehr aus Liebe zu den Menschen ausüben, es muss nur noch zackiger und noch sparsamer alles erledigt werden und das auf Kosten der alten Menschen.  
 Ich finde es gut, das ein Krimi nicht nur aus einem Fall und seinen Ermittlungen besteht, sondern das auch noch nebenbei auf Dinge und Situationen eingegangen wird, die uns alle in irgendeiner Weise vielleicht betreffen, oder irgendwann einmal betreffen werden.  
 Wer solche Geschichten mit Hintergrund mag, dem kann ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. 




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Lesenswerte Link´s


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Freitag, 17. Februar 2017

Korrosion - Peter Beck






** Korrosion **

von

Peter Beck



Thriller
Schweiz
352 Seiten
erschienen im
emons: Verlag


* Tom Winter, der James Bond der Schweiz *


Kurz zur Geschichte
Ein Bäcker wird karamellisiert in seinem Industriebackofen aufgefunden. Wer hat den Mann so schrecklich sterben lassen? 
An Weihnachten wird eine alte, einsam lebende Frau tot in ihrer Wohnung entdeckt. Wer hat sie so grausam zugerichtet?
Die Dame hinterlässt ein beträchtliches Erbe für ihre drei erwachsenen Kinder, doch mit dem Zusatz, das ein Kind nichts erbt und zwar dieses, welches damals für den Tod des Vaters im Backofen verantwortlich ist.
Tom Winter bekommt als Sicherheitschef der verantwortlichen Bank den Auftrag alle Kinder aufzusuchen und diese an einem Ort zusammenzubringen um das Erbe zu klären.
Der Job erweist als lebensgefährlich und nicht so einfach wie zu anfangs gedacht.


Meine Meinung
Dies ist Band 2 mit Tom Winter in der Hauptrolle und ein in sich abgeschlossener Fall, der es mal wieder in sich hat.
Tom Winter ist für mich der "James Bond" aus der Schweiz und dieser Thriller hat mich von Anfang an begeistert.


~ Kurze Rückblende in das Jahr 1971 ~ 
In einer Backstube wird ein Bäcker tot in seinem Industriebackofen aufgefunden, karamellisiert von heruntergetropftem Guss eines über ihm verbrannten Apfelkuchens.
Lecker, ich hoffe das Bild brennt sich jetzt nicht so bei mir ein, das ich beim Apfelkuchen essen immer daran denken muss.
Puuuuh, da hat Peter Beck aber gleich auf den ersten beiden Seiten sich was ausgedacht. "schüttel"


~ Aktuelle Geschehnisse ~
Tom Winter, ehemaliger Einsatzleiter bei einer Polizeieinheit, ist mittlerweile Sicherheitschef einer kleinen Privatbank geworden und bekommt einen heiklen, nicht ganz ungefährlichen Auftrag.
Ein Kollege aus der Bank machte sich Sorgen das Frau Berger, die nicht wie seit vielen Jahren zu einem festen Termin erschienen ist. 
Er beauftragt Tom mal bei ihr nach dem Rechten zu sehen.
Tom und seine Kollegin Leonie finden die Dame in ihrer Wohnung in einem großen anonymen Wohnblock tot auf. Schrecklich zugerichtet. Der Verdacht fällt sofort auf Tijo Obado, der als Flüchtling in dem Haus als Reinigungskraft arbeitet und Kontakt zur Toten hatte. 
Winter macht sich nun auf eine Rundreise, denn die drei Kinder der alten Dame wohnen auf den Azoren, in Nürnberg und Manchester, doch zur Testamentseröffnung sollen alle an einen Tisch zusammenkommen.
In jedem Land erlebt Winter etwas, eine Tochter gilt als vermisst, die andere Tochter sitzt krebskrank im Rollstuhl und der einzige Sohn lebt versoffen in England. Das klingt nicht ganz so einfach. 
Was man von den erwachsenen Kindern dann über ihre Kindheit in der Backstube erfährt, lässt den Mord am Bäckervater in ein ganz anderes Licht rücken. 
Bei der Testamentseröffnung werden die Nachkommen vor eine Entscheidung gestellt, das Kind welches damals am Tod des Vaters verantwortlich sein soll, wird nichts erben, doch alle sind gierig nach dem großen Geldbatzen. Wird es Tom gelingen den Fall zu lösen, denn hier ist jeder wieder sich selbst der Nächste. 

~ Rückblende in den Sudan ~
Zwischen den Kapiteln um Frau Berger und ihre Kinder, kommt Tijo zu Wort. Hier begleiten wird den Flüchtling auf seiner lebensgefährlichen Reise aus seiner Heimat, dem Sudan, auf den Weg nach Europa.
Peter Beck hat hier sehr intensiv und beängstigend aufgezeichnet, was ein Mensch alles auf sich nimmt um dem Krieg zu entkommen.
Das Tijo eigentlich auch einen richtig wichtigen Grund hat nach Europa zu kommen, das erfährt man erst fast am Ende des Buches, aber das war sehr überraschend, erschreckend und aufklärend. 

Auf den letzten Seiten geht es nochmal richtig drunter und drüber, ich hetzte atemlos von einer Seite zur nächsten und hatte zeitweise das Gefühl in einem Kino zu sitzen und einen Action-Film zu schauen.

Die Aufklärung am Ende des Buches hat meine ganze Sichtweise auf die Story auf den Kopf gestellt und alles in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.


Peter Beck konnte mich richtig mitreißen und die verschiedenen Sichtweisen der Kapitel haben keine Langeweile aufkommen lassen.
Der Schreibstil ist gut zu lesen und der Thriller-Plot besteht aus:
- Spannung
- Action
- Brutalität
- unvorhersehbaren Wendungen 
- einem schlüssigen Ende
und
"Auf Wiedersehen Tom Winter, in Dubai!" 


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Band 1 mit Tom Winter

*Söldner des Geldes*


Klappentext von der Seite 
Die Schweiz gilt als Hort der Ruhe für diskrete Geldgeschäfte mit superreichen Kunden aus der ganzen Welt. Da stört ein ermordeter Scheich die oberflächliche Gemütlichkeit empfindlich. Tom Winter, Sicherheitschef einer verschwiegenen Privatbank, jagt auf der Spur des Geldes durch die Schweiz, nach Kairo, Bergen, Boston und zurück ins Berner Oberland. Gelassen, wortkarg und mit trockenem Humor kämpft er sich durch einen Dschungel von Intrigen und stößt auf explosive Spekulationen.
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Ich danke dem Emons: Verlag für das Rezensionsexemplar !!!

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