Samstag, 27. Mai 2017

Das Opfer Null - Federico Inverni



** Das Opfer Null **

von 

~~ Federico Inverni ~~


Thriller
448 Seiten
erschienen
am
09. Mai 2017 
im
PENGUIN-Verlag


Klappentext 
lt. Verlagsseite

Du weißt, wie es ist, in Finsternis zu leben. Du spürst, wo das Böse sich versteckt. Aber du kannst dich ihm nicht entziehen.

Seit dem Tod seiner Familie ist für den ehemaligen verdeckten Ermittler Lucas nichts mehr, wie es war. Er isst nicht, er schläft nicht, er empfindet nichts. So muss sich die ewige Dunkelheit anfühlen. Doch dann tötet ein Serienmörder vier Frauen, und die Polizei ist auf Lucas' Hilfe angewiesen. Denn niemand kann Tatorte so gut lesen wie er. Gemeinsam mit der jungen Psychiaterin Anna entwickelt er ein Täterprofil, scheint den Killer allmählich zu durchschauen. Aber dann wird die Mordserie unterbrochen. Etwas muss geschehen sein. Und Anna beginnt, Lucas zu hinterfragen. Denn auch sie hat in ihrem Leben schon in viele Abgründe geblickt.


Meine Meinung
Bei diesem Thriller geht es gleich auf den ersten Seiten rund. Ein Heckenschütze schießt aus einem Mehrfamilienhaus auf einen Bus und deren Insassen, dann zündet er von Weitem noch einen Sprengsatz und will nur den Kontakt zu einem bestimmten Ermittler und zwar zu Lucas. Doch noch während der direkten Kontaktaufnahme geht etwas schief, das Lucas auf seinem weiteren Weg verfolgen wird. Dabei hat er schon seit langem sein persönliches, schweres Päckchen zu tragen. Am Anfang war mir gar nicht richtig klar, wer denn nun die Person ist, die in der ICH-Form spricht. Da musste ich dann etwas kombinieren und mir Gedanken machen, aber dann hatte ich den Dreh raus.
Anna wünschte sich Lucas als Partner, da er auf ihren Fall, mit dem sie nicht so richtig voran kam, einen neuen und freien Blick werfen sollte. Lucas ging der Ruf voraus Tatorte zu lesen wie kein Anderer und Anna hatte die Befürchtung das der Serienkiller, der schon vier junge Frauen ermordet hatte, demnächst wieder zuschlagen könnte. Hier wird klar, das die Beiden, Anna und Lucas, so unterschiedlich sind wie es nur geht, aber wenn man hinter ihre Ermittler- und Profilerfassade blickt, haben beide etwas erlebt, was noch keiner von ihnen verarbeitet hat und das immer im Hinterkopf präsent ist.
Über der ganzen Geschichte schwebt somit von Beginn an eine dunkle Wolke mit Geheimnissen, die zwar angesprochen werden, aber als Leser wird man nur stückchenweise geködert und aufgeklärt. Beim Lesen hat man als das Gefühl, gleicht entlädt sich alles wie ein heftiges Gewitter und die Luft zwischen Lucas und seiner Kollegin Anna wird klar und rein sein. Doch das passiert bis zum Ende hin nicht und diese Ungewissheit, was beide voreinander zu verbergen versuchen, hat mich bis zum Showdown begeistert.
Nur der Weg dahin, mit den langen Action-Szenen, den hätte man meiner Meinung nach etwas kürzen können.
Aber ansonsten ein spannender Thriller, mit unvorhersehbaren Wendungen und einem Team von dem ich gerne mehr lesen würde.



Zum Autor
Info´s von der Verlagsseite
Federico Inverni ist das Pseudonym eines italienischen Autors, „Das Opfer Null“ ist sein erster Roman. Um sein Buch für sich selbst sprechen zu lassen, hat er sich entschieden, anonym zu bleiben.


Donnerstag, 25. Mai 2017

Mord in Cork - Ursula Schmid





** Mord in Cork **

von 

~~ Ursula Schmid ~~


Irland
200 Seiten
erschienen im
Verlag Edition Oberkassel


Klappentext
lt.Verlaggseite
Lernen Sie den County Cork und dessen kriminelle Seiten kennen. Ein Theaterbesuch ist verhängnisvoll. Was ist wohl Evies Geheimnis? Wer ist die Leiche auf dem Rasen? Was hat es mit der Schreckensfahrt auf sich? Irische Geschichten rund um Kriminelles und Kulinarisches bringen Ihnen die „Grüne Insel“ auf unterhaltsame Weise näher.

Meine Meinung
Ich liebe Irland und deswegen war dieses Buch von Ursula Schmid ein MUSS für mich.
Es ist kein durchgehender Krimi, sondern es kommen nur Kurz-Krimis vor und wenn ich kurz schreibe, denn meine ich auch kurz.
Hier hätte ich mir gewünscht, das die Krimis etwas tiefer gehen und länger sind, denn in den kurzen angerissenen Storys kann man das Krimi-Potential der Autorin sehr gut erkennen.
Den größten Teil, finde ich, kann man schon fast als Reiseführer sehen, der sich detailliert mit dem County Cork beschäftigt und das sich Frau Schmid hier sehr gut auskennt, das strotzte mir als Leserin aus jeder Seite hervor. Die Liebe zu Cork, den Sehenswürdigkeiten, der Geschichte des Landes und ihre urtypischen Rezepte kann man aus jedem Satz herauslesen.
Da mich Irland, bei meinem ersten Besuch genauso in seinen Bann ziehen konnte, kann ich es sehr gut nachvollziehen, wie es ist, wenn man so extrem von der "grünen Insel" schwärmt.
Wer nach Cork reist, sollte sich dieses Buch auf alle Fälle zulegen, aber die Krimi-Fans unter uns sollten keinen wirklichen Irland-Krimi erwarten.



~~ Lesenswerte Link´s ~~

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klick ---> Autorin Ursula Schmid <--- klick


Ist Fat Bob schon tot? - Stephen Dobyns




** Ist Fat Bob schon tot? **

von

~~ Stephen Dobyns ~~


Thriller
464 Seiten
erschienen im
C. Bertelsmann-Verlag


Klappentext
lt. Verlagsseite
Connor Raposo wird zufällig Zeuge eines grässlichen Unfalls: Ein Motorradfahrer ist gegen einen Laster geprallt, die Identifizierung gestaltet sich schwierig. Ist der Tote tatsächlich Robert »Fat Bob« Rossi? Und war es tatsächlich ein tragischer Unfall? Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse, Morde geschehen, Leute verschwinden, die Polizei tritt auf den Plan – und mittendrin Connor, der von einer aberwitzigen Situation in die nächste stolpert, bis ihm dämmert, dass man auch hinter ihm her ist. Mit umwerfender Situationskomik und lakonischen Dialogen jagt Stephen Dobyns seine Helden durch eine höchst raffinierte Krimigeschichte, die in einem so furiosen wie unerwarteten Showdown mündet. Ein Lesevergnügen für alle Freunde des schrägen Humors.


Meine Meinung
Nach zweimaligen Versuchen habe ich das Buch abgebrochen.
Ich bin einfach nicht mit dem Schreibstil klar gekommen und der Erzählweise einer unbekannten Person, die mir alles erklärte und jede vorkommende Person vorstellte.
Es war für mich so, als wenn mir jemand Unbekanntes etwas berichtet, das er irgendwann einmal erlebt hat und es mir nun noch haarklein berichten muss.